Krav-Maga-Trainingsinhalte

Heute im Programm:

- Schutz und Transport dritter Personen

Filmsichtung “Transformers: Age of Extinction”

Einst gab es ein blondes, junges Ding. Ihre orangebraune Hautfarbe und ihre Fast-Block-Strähnen gaben ihr diesen unwiderstehlichen Straßenstrichlook. Doch HALT, die Dame ist 17. Gut, gut, also nochmal zurück. Die Dame muss sich entscheiden. Das passiert nicht oft in Transformers. Also, dass sie etwas entscheiden darf. Meist wird sie als nur Trophäe verstanden und wie eine lästige Sexpuppe über das digitale Schachbrett, das der Film darstellt hin- und hergereicht. Zurück zur Entscheidung. Kimberley oder was es Jennifer…Schantalle…muss…sie muss sich entscheiden, WER ihr Held sein darf. Soll es Papa sein? Oder ihr Freund? Nun, niemand käme auf die Idee, Mark Wahlberg als Erfinder, vielleicht sogar als verhinderten Naturwissenschaftler zu besetzen. Michael Bay, Du Schlitzohr. Texas ist eben nicht nur Staat, sondern Zustand. Da kann aus dem Unterhosenvorzeige-Weiß-Rapper schon einmal ein kleiner Edison werden. Auf der anderen Seite vom Bumsspielfeld sitzt ein pausbäckiger Rennfahrer. Ja, richtig, dem, dem wo seine Schantalle am ihm sein is, is “Rennfahrer” für Red Bull. Sagt er. Rallye. Das Lederjäckchen spannt ein wenig, mein (irischer? Bay, again, Schlitzohr!) Freund. Das blonde Ding hatte – das will ich nicht unterschlagen – eine erstaunliche Fähigkeit. So sehr sich die Roboter auch Mühe geben, die 210 USD Budget kaputt zu schießen, stampfen, treten, springen, hauen (and repeat!), es gibt einfach keine Opfer. Also Opfer gibt es irgendwie schon, nur bei Bay gibt es kein Leid. Egal, wieviel Wolkenkratzer einstürzen oder Stadtteile pulverisiert werden. Nicht ein einziges Mal überdehnt sich auch nur jemand den Muskel dabei. Toll. Wie der Bay also, das Schlitzohr! Oder kommt das nach dem Abspann? Habe ich etwa? Nein. Oder doch. Im Haarer Kleinkino war nicht so viel Zeit, die Vorort-Landwirte standen mir doch schon wieder auf den Knien. Ich hatte zu gehen. Kommt da wirklich noch was? Oder hat Bay einfach zu seinem Kumpel Gareth Evans gesagt, hör zu, ich habe hier Leichen und Verletzte im (Film-)wert von drei The-Raid-Sequels abzugeben? Wie wäre es, wenn ICH die Gebäude zusammenfallen lasse und DU zeigst dafür, wie es aussieht, wenn sich MENSCHEN wehtun? Und der Gareth dann so. Cool! Lass uns das machen! Mit Chinesen kann man ganz gut zusammenarbeiten. Also, man muss sie als liebenswert oder hilfsbereit oder entschlossen oder heimatliebend oder irgendwie so zeigen. Und sie mitfinanzieren lassen – dann geht da einiges. Dann geht die Sonne nie unter. Nur am Ende. Da steigt der Space-Prime ins Weltall auf. Wie Jesus. Oder? Sagt man da nicht auch: gelitten – gekreuzigt – gestorben – hinabgestiegen in den Hardwarereset – am dritten Sonntag rebootet von Mark Wahlberg – aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Hasbros (oder Bays?) – von dort wird er gephotoshoppt / ge-avided zu rechnen die Lebenden (die von Raid 2?) und die Toten. Die gibt es aber nun gar nicht. Nicht in Texas. Aber in der ehemaligen Kronkolonie (remember 1997!) – da schon. Muss ein digitaler UNFALL gewesen sein. Ist ein Arzt anwesend?

Getaggt mit , , , , , , , , , ,

Seriensichtung “Sherlock” (Staffel 3)

Hui, das war gut! Staffel 3 legt nochmal zu und Folge 2 – “The Sign of Three” ist für mich die bisher beste aller Folgen. Einen kleinen Dämpfer erhielt ich vom Showdown in Folge 3. Ehrlich? Die Pistole? Na, da habe ich schon stärkere Auflösungen erlebt. Ich freue mich jedenfalls auf die vierte Staffel, man munkelt, es dauert noch ein wenig… #MissMe?

Dr. John Watson: Am I pretty?

Sherlock Holmes: Beauty is a construct based on childhood impressions, influences, and role models.

Getaggt mit , , , , , , , ,

Seriensichtung “Sherlock” (Staffel 2)

Insgesamt gefiel mir Staffel 2 schon einen ganzen Tick besser als der erste Ausflug. Das hat in erster Linie mit dem Verhältnis der beiden Hauptfiguren zu tun. Während in Folge 1 – “A Scandal in Belgravia” – meines Erachtens noch das typische Hin- und Her von Sherlock und Watson vorliegt, ändert es sich in “The Hounds of Baskerville” und – angesichts des Showdowns – natürlich in “The Reichenbach Fall”: Man reibt sich aneinander mehr, die Emotionen kochen hoch und das tut dem Stoff sehr gut. Dennoch: Für meinen Geschmack knicken die Macher zu oft zu schnell ein: Das Komplizierte der Beziehung in seinen ernsten Untertönen kann sich kaum entfalten, da wird es schon durch Situationskomik entschärft, das ist unnötig und schade.

John Watson: “You… you told me once that you weren’t a hero. Umm, there were times I didn’t even think you were human. But let me tell you this, you were the best man, the most human… human being that I’ve ever known, and no-one will ever convince me that you told me a lie, so there. I was so alone, and I owe you so much. But, please, there’s just one more thing, one more thing, one more miracle, Sherlock, for me. Don’t be… dead. Would you do that just for me? Just stop it. Stop this.”

Getaggt mit , , , , , ,

Nachlese “Gears of War: Judgement”

Keine Verfahrensfehler in der Pflichtverteidigung

Gears of War: Judgment (People can fly/Epic Games)

Brandgefährliche Männer-Action (gegen Monster!)

Anfang Juno 2012 verkündete man auf der E3 die Entwicklung eines weiteren Gears-of-War-Spieles. Allerdings sollte es kein echter vierter Teil, sondern ein Prequel werden, das 15 Jahre vor den Ereignissen von Teil Eins spielt.  Berechtigterweise steht daher die Frage im Raum, ob kurz vor Ende der aktuellen Hardware-Generation noch einmal kräftig Kasse mit der Fan-Liebe gemacht werden soll. Die kurze Antwort: Ja. Aber weshalb sollte das schlecht sein?

Von Rudolf Inderst.

Bereits an anderer Stelle bekannte ich mich klar zu der exklusiven Xbox-Monsterhatz voller Steroid-Barbies mit Phallus-Vorliebe (eine Kettensäge AUF Sturmgewehr!): Jeder Gears-of-War-Teil ist für sich genommen ein absoluter Kaufgrund für die Konsole gewesen – und das nicht nur, weil Roadie Runs, Curb Stomps und Sound stimmten. Mit dieser, in meinen Augen sehr schweren Bürde, tritt nun ein Entwicklerstudio an, das von Epic Games aus dem fernen Europa hinzugezogen wurde, um an Judgment zu arbeiten. Die polnischen Coder von People can fly sind allerdings schon länger mit den Epic-Köpfen liiert. Spätestens seit dem erfrischend guten Bulletstorm ist man so (*fingerverschränk). Nein, eigentlich früher: Schließlich hievten die Osteuropäer 2007 Gears of War auf Windows-Rechner. Und ja doch, Painkiller stammt auch von ihnen, genug davon. Das war 2004. Genug. Jetzt!

Zeugen der Zahnräder – vom Untergang der Schwermetallkultur

Im Mittelpunkt des Games stehen die Ereignisse, die vor der Gears-of-War-Trilogie passiert sind. Im Zentrum der Action steht das Kilo Squad, das von den alten Bekannten Damon Baird und Augustus “The Cole Train” Cole angeführt wird. Gemeinsam versuchen sie, die Stadt Halvo Bay vor dem übermächtigen Gegner zu verteidigen. Und genau das habe ich auch gemacht: Ich schoss mich mit meiner (der Statistik nach stets besser abschneidenden Koop-Partnerin) durch die Kampagne, die nach Ende noch ein weiteres Kapitel bereit hält, das Parallel-Ereignisse auf dem Gears-of-War-3-Zeitstrahl zum Spielen bereit hält. gearsofwarjudgment1530Der Level-Aufbau wurde umstrukturiert, öfter erscheint der Titel jetzt wie ein Arena-Shooter; immer wieder müssen auch anstürmende Gegner-Wellen in Schach gehalten werden.

Ford, Taylor und eine Werkschließung wider Willen

Ist man bereit, einem Muskelmann mit blonden Strähnchen, einer Frau in triple-engen Latex-Hosen („Also, hier könnte man eine Cut-Scene nochmal auf ihrem Arsch enden lassen. Und beginnen. Zwischendrin bleiben wir…einfach auf ihrem Arsch.“, einem Schwarzen, dessen  Hautfarbe man konsequent helltönte (der „Blacktino“ unter den Muskelbergen!) und einem „lustig“ sprechenden „Russen“ (bestimmt ein Heidenspaß für die polnischen Entwickler im Zeichen der guten alten „sowjet-polnischen Völkerfreundschaft“)  bei der Arbeit zuzusehen, bekommt man das geboten, was bereits die Teil eins bis drei in Perfektion hervorhoben – kernig-überlegenes Gunplay, das auf Kosten der eher schwachbrüstigen KI vollends ausgelebt werden kann (zumindest, wenn man, wie ich, den Schwierigkeitsgrad auf „lässig“ stellt).

Retro-Futurismus und die Macht des Gestrigen

Als Teil der Einheit besucht man eine Reihe von Orten, die die Mentalität der Spielwelt (unfreiwillig?) widerspiegeln. In einem Museum erleben wir Ausstellungsräume voller militärischer Triumpf-Geschichte, wir besuchen Waffenlabore und kämpfen auf öffentlichen Plätzen, die nach Schlachten benannt sind – und obgleich wir den Entwurf einer Gesellschaft sehen, der sich auf eine konservative Vision gründet, die den Geist von Schwerindustrie und Wehrsinn atmet, sind es doch – mitunter humorvoll-sarkastische – Individuen, die ihre Befehle verweigern und so das Schlachtenglück der „Erdschleicher“ (vorerst) herbeiführen.  Ob sie auch so handelten, wenn sie wüssten, dass sie selbst die unterirdische Zivilisation der Locust durch gnadenlosen Öko-Terror auf den Kriegspfade lenkten? Wir wissen es nicht.

Von mächtigen Maschinen und biestigen Bestien

Auch an den Multiplayer wagte ich mich. Statt des geliebten „Horde“-Modus fand ich ein Stück Code namens „Überleben“. Auf diesen konzentrierte ich mich in den kommenden Stunden. Nach der Festlegung, auf welcher Map gespielt werden soll, sucht man sich eine von vier Klassen (Soldat, Scharfschütze, Sanitäter oder Ingenieur) aus, mit der man ein verschlossenes Ausbruchsloch (in der deutschen Fassung fäkal-pornös mit Aus-Loch übersetzt!) gegen anstürmende Locust verteidigt. gears_of_war10 Wellen müssen tapfere G.I. Joes durchhalten. Verliert das Vierergespann die erste Position, zieht es sich zu einem zweiten Ausbruchsloch zurück, bevor an einer dritten Verteidigungsstellung, dem „Generator“, die Entscheidung fällt. Tower-Defense-Liebhaber werden vor allem die Rolle des Ingenieurs lieben. Er schmeißt Geschütze auf das Schlachtfeld und repariert kaputte Hindernisse.  Das gemeinsame Feierabend-Bier fällt leider aus.

Die Fears of War: Wohin geht die Reise?

Wir warten auf neue Hardware. Wir warten auf neue Software. Gears of War 4 ist beschlossene Sache. Es bleibt abzuwarten, ob ein neuer Teil der Serie auch den Mut aufbringt, substantielle, strukturelle Änderungen einzuführen. Ein Stagnieren auf höchstem Cover-Shooter-Niveau werden die Fans allerdings auch nicht übel nehmen. Es ist nach wie vor kein Konkurrent in Sicht.

Veröffentlichungsdatum: Bereits erschienen

Originaltitel: Gears of War: Judgment
Plattformen: Xbox 360
Genre: Third Person Shooter
Entwickler: People can fly/Epic Games
Veröffentlicht von: Microsoft Game Studios

Der Text erschien bei nahaufnahmen.ch im April 2013.

Getaggt mit , , , ,

Ju-Jutsu-Trainingsinhalte

Letztes Training vor der Prüfung brachte…

 

…oh Wunder, das komplette Prüfungsprogramm. Drei Mal nacheinander. Geht ja noch. Ist orange. Das packe ich. Sicher. Auf geht’s!

Getaggt mit , , , ,

Hörspiel gelauscht “Das Geheimnis des Bermuda-Dreieck”

Sie wollten nur das Geheimnis des Bermuda-Dreiecks lüften, was DANN geschah war unglaublich.

Getaggt mit , ,

Filmsichtung “Wie der Wind sich hebt”

Ja, ja, diese TOITSCHN!Immer nur Nationalismus und Technologie im Kopf. Aber einen Netten gibt es auch. Der hat dafür eine ziemlich große Nase. Nicht, dass er ein notorischer Lügner nach italienischem Puppenvorbild wäre – der Zauberberg ist einfach ein herrliches Stück Erde oder … war es ein herrliche Stück Intertext? Gelunger Anime.

Zitat des Tages

“Immer klarer zeichnet sich die hegemoniale Position weniger Disziplinen ab, die über die entscheidenden Ressourcen wie Geld und Aufmerksamkeit verfügen, während andere, wie die Theologie, die Literaturwissenschaft, die Archäologie und leider auch die Philosophie nur noch eine marginale, um nicht zu sagen dekorative Rolle spielen. Sie werden eben jener Harmlosigkeit geduldet, ja geschätzt, die man ihnen von seiten des Staates und der Wirtschaft zuschreibt.” (S.161)

Hans Magnus Enzensberger: Die Elixiere der Wissenschaft. Frankfurt a.M., 2004.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.