FFF2016-Filmsichtung „The Girl With All The Gifts“

„A scientist and a teacher living in a dystopian future embark on a journey of survival with a special young girl named Melanie.“ (Quelle)

The Girl With All The Gifts wird natürlich bei jeder The-Last-of-Us-Freund ein heftiges „AHA!“auslösen; abgesehen davon haben wir über weite Strecken ein sehr spannenden, souverän geschrieben, geschossenen und gespielten Film, der auch in der Postproduktion einen schönen Schliff verpasst bekommen hat. Besondere Freude hatte ich am an der jungen Hauptdarstellerin, die den Film absolut trägt.

Das Trio um sie herum ist ebenfalls wunderbar anzusehen. Der Soldat mit dem rechten Fleck am Herzen, die ältere Forscherin, die willens ist, für die Rettung der Menschheit über Leichen zu gehen und die Lehrerin, die in ihrer toughen Mutterrolle steil geht. Dazu kommt ein traumwandlerisch-leichtfüßiger Soundtrack.

Alles wäre also großartig. Doch dann, dann kommen die letzten 30 Minuten. Man möge selbst entscheiden. Mich überzeugte das nicht.

FFF2016-Filmsichtung: „Under the Shadow“

Da reibe ich mir doch etwas verwundert die Augen? Ein Erstling? Ein Debüt? Okay.

Das Ding ist – Achtung, Wortwitz – erschreckend routiniert inszeniert! #hihi Doch mal von vorne: Für mich ist mittlerweile ein ganz gutes Zeichen, wenn Polterhausstreifen auch komplett ohne „Gaischda“ (schwäbisch für „Geister“) funktionieren würden. Und genau das ist hier der Fall.

„As a mother and daughter struggle to cope with the terrors of the post-revolution, war-torn Tehran of the 1980s, a mysterious evil begins to haunt their home.“(Quelle)

Eine im Grunde fast alleinerziehende Mutter, die von den neuen politischen und gesellschaftlichen Zuständen im Iran kleingebuttert wird, muss unter Bombenterror in einem Wohnhaus die Stellung halten. Und jetzt kommt auch noch der Geist ins Spiel und macht mehr Terror als irakischer Raktenbeschuss. Die großartige Narges Rashidi als Mutter und der iranische Beau Bobby Naderi geben großartige Eltern – wie kommen die eigentlich zu diesem selten unattraktiven Kind?

Lassen wir die Sticheleien. Aber greislich ist es schon. Und besessen. Das steht fest.