20 Jahre SEGA Dreamcast! Das Geburtstagsspecial (I) — SPIELKRITIK.com

Heute vor genau 20(!) Jahren war es endlich so weit: Die damals fortschrittlichste Konsole, die den Startschuss zur sogenannten 128-Bit-Ära gab, durfte endlich auch in Europa über die Ladentheken wandern. Die Dreamcast, SEGAs legendäre, letzte Konsole. Erschienen am 14. Oktober 1999, feiert sie heute ihren 20. europäischen Geburtstag. Und natürlich feiern wir mit. Doch was wäre eine Geburtstagsfeier ohne Gäste? Langweilig! Aus diesem Grund suchten wir auch für den 20. Geburtstag der Dreamcast wieder nach euren Gastkommentaren. Nach memorablen Anekdoten, ganz persönlichen Dreamcast-Geschichten, bald nicht mehr so geheimen Geheimtipps, aber auch nach unbekannten Seiten bekannter Spiele.

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2020 wird fein – Saarland, ich komme!

Und hier darf ich dabei sein – freue mich schon auf die KollegInnen und Gäste!

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Ringvorlesung über Computerspiele startet am 16. Oktober

Im Wintersemester beleuchten zahlreiche Expertinnen und Experten das Thema Computerspiele aus vielerlei Blickwinkeln. „Games, Games, Games! Das Videospiel zwischen Kunst und Pop, Code und Kommerz“ lautet der Titel der öffentlichen Ringvorlesung. An 14 Terminen werden Akademiker, Entwickler, Künstler und Pädagogen das Medium Videospiel unter die Lupe nehmen. Die Vortragsreihe, zu der die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist, ist eine Zusammenarbeit von Medienwissenschaften und Amerikanistik der Saar-Uni und dem PopRat Saarland. Start ist am 16. Oktober.

Das Videospiel ist zu einem der wichtigsten Medien der Gegenwart avanciert. Die Umsätze der Spiele-Branche steigen seit Jahren rasant, und die erst kürzlich beschlossene Aufnahme von Computerspielen ins Marbacher Literaturarchiv zeugt von ihrer wachsenden kulturellen Relevanz. In der Forschung sind Games ebenfalls zu einem wichtigen Betrachtungsgegenstand geworden. Möchte man sich dem Phänomen Videospiel nähern, muss man es aus verschiedenen Blickwinkeln – gesellschaftliche, kulturelle, ökonomische – betrachten. Die sogenannten Game Studies können Spiele als kulturelle Artefakte in den Blick nehmen, die etwa auf bestimmten kulturellen Regeln und Konventionen beruhen. Die Informatik ermöglicht die Beschreibung der technischen Seite von Videospielen, und Psychologie und Soziologie erlauben es, die Einbindung des Spiels in gesellschaftliche Kontexte sowie seine Auswirkungen auf Individuen und Kollektive zu analysieren.

Dieser Vielfalt des Videospiels trägt die Ringvorlesung Rechnung, indem sie Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen einlädt. Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern werden insbesondere auch die Spieleentwickler selbst zu Wort kommen, die Einblicke in die Praxis der Entwicklung geben können.

Die Ringvorlesung findet vom 16. Oktober 2019 bis 29. Januar 2020 jeden Mittwoch, 18.15 Uhr, im Gebäude B3 1, Hörsaal I (0.14) statt und richtet sich sowohl an Studierende als auch an die interessierte Öffentlichkeit. Die Teilnahme ist kostenlos, die Vorträge dauern 45 bis 60 Minuten, im Anschluss folgt eine Diskussion. Organisiert werden sie von der Medienwissenschaft und der Amerikanistik der Universität des Saarlandes in Kooperation mit dem PopRat Saarland.

Der erste Termin am kommenden Mittwoch, 16. Oktober, wird sich um einen Überblick über die Games-Branche sowie über Videospiele als Medium und als Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung drehen. Die beiden Referenten Jasmin Pfeiffer und Julian Colbus sind seit Jahren in der deutschen Gamesbranche aktiv und haben zuletzt ihr eigenes Gamestudio DigiTales in Saarbrücken gegründet.

Zudem soll am Mittwoch auch in die Ringvorlesung selbst eingeführt werden, die feierlich von den Organisatoren eröffnet wird. Dazu zählen der PopRat-Vorsitzende Peter Meyer sowie der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt, der sich in seiner vorigen Funktion als Direktor der Landesmedienanstalt nicht nur für das Bestehen der Vorlesung selbst, sondern auch für die Einführung einer saarländischen Spieleförderung eingesetzt hat.

Zu den Referenten der Ringvorlesung zählen Spieleentwickler wie Moritz Wagner (Mimimi Games), Felix Klein (Radical Fish Games), Tobias Frisch (Studio Fizbin), Sascha Vogel (Grimbart Tales), Vertreter aus der Wissenschaft wie Prof. Dr. Benjamin Beil (Universität zu Köln), Adrian Froschauer (Universität des Saarlandes), Dr. Pascal Lessel (DFKI) sowie zahlreiche weitere Gäste.

Filmsichtung „Joker“

Joker ist eine US-amerikanische Comicverfilmung von Todd Phillips aus dem Jahr 2019. Der Film erzählt die sogenannte Origin-Story von Arthur Fleck, dargestellt von Joaquin Phoenix. Der fiktive Schurke, der unter dem Namen Joker in den DC Comics als Clown mit weißem Gesicht auftaucht, stiftet kichernd Anarchie und ist der notorische Gegenspieler von Batman.“ (Quelle)

Nein, den Vorwurf, der Film erwecke Mitleid mit einem Mörder, kann ich nicht gelten lassen. Als Joker mag Fleck zwar wie eine getriebene Figur wirken, aber sie hat dennoch jederzeit die Kontrolle. Zu jeder Zeit entscheidet sie bewusst, den nächsten Schritt zu tun. Zu schießen, zu stechen, zu tanzen, zu manifestieren. Und dennoch: Was der Joker im TV-Studio sagt, gilt auch für den Film selbst: Er ist nur oberflächlich politisch. Es bleibt bei Referenzen, bei visuellen Codes des Widerstands, ohne die entsprechende Gravitas zu entwickeln. Das macht den wunderschön fotografierten JOKER keineswegs zu dem Comicadaptionsblender, den so manche Kritik herbeischreiben möchte, lässt es aber andererseits auch nicht zu, ihn nachhaltig als subversives gesellschaftliches Spiegelbild zu lesen.

Lesenswert: Celeste, Halle (Saale), China, Zensur, Printmagazine, Deus Ex: Invisible War / Sehenswert: Game Literacy, PS All-Stars, Gewalt / Hörenswert: DDR, Sexismus, MMORPGs — SPIELKRITIK.com

Die handverlesen Games-Lesestipps der Woche – Folge 123. Diese Woche: Celeste aus tiefenpsychologischer Perspektive. Die Videospiel-Bezüge des Terroranschlags in Halle. Sprachfilter auf chinesischen Games-Servern. Eine Übersicht aller noch existierender englischsprachigen Videospiel-Printmagazine (die ein gutes Vorbild für eine solche Liste deutschsprachiger Magazine wäre). Und zwei einfach sehr gute Texte über das originale Zelda: Link’s Awakening und […]

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