Filmsichtung „Sing Street“

Sing Street ist ein Musikfilm von John Carney, der am 24. Januar 2016 beim Sundance Film Festival seine Premiere feierte und am 15. April 2016 in die US-amerikanischen Kinos kam.“ Quelle

Irland in den Achtzigern.  Conor wächst in Dublin auf und ist als Außenseiter in der Schule gebrandmarkt. Er flieht in die Welt der Popmusik und träumt nebenbei von der unerreichbaren, schönen Raphina. Seine Idee: Er lädt Raphina ein, im Musikvideo seiner Band aufzutreten.  Sein Problem: Er hat gar keine Band, kann noch nicht mal ein Instrument spielen. Aber sein Plan darf auf keinen Fall scheitern. Also gründet er mit ein paar Jungs aus der Nachbarschaft kurzerhand eine Band und voller Leidenschaft schreiben sie ihre ersten Songs“. Quelle

Recht spontan entschieden wir uns gestern, Sing Street im Atelier in München anzusehen. Ich hatte nicht viel über den Film gehört oder gelesen, lediglich den Trailer gesehen und als Feel-Good-Movie im Kopf abgespeichert. Im Grunde richtet sich der Film an ein Publikum, das vermutlich noch mal fünf bis zehn Jahre älter als ich sein dürfte – sprich die 1980er so richtig, richtig durchlebt hat, am besten als aktiver Pop- und Zeitkonsument.

Aber ein Comin-of-Age-Vehikel, das derart gut gelungen ist, nimmt andere Zusehenschichten natürlich auch gekonnt mit. Keine Sorgen, hier wird jeder liebevoll bedient: Vom Scheidungskind bis zum ambitionierten Kellermusiker. Der Film ist das, was man unter „kleiner Perle“ verbucht – definitiv ein Sehtipp.

 

Hörspiel beendet „Unternehmen Stahlsprung“

„Der Staat, in den Kommissar Jensen zurueckkehrt – seine Grenzen sind gesperrt -, ist aus den Fugen. Eine Epidemie hat sich ausgebreitet, deren Ursachen keiner zu kennen scheint. Ihm gelingt es herauszufinden, dass alles mit dem Unternehmen Stahlsprung zusammenhaengt, und das zu durchschauen gelingt.“ (Quelle)

Hervorragende Sprecher, beklemmender Stoff, verdammte gute SciFi!

Autor: Per Wahloeoe (Schweden *1926 +1975)
Produktion: SFB/SWF 1984 55 Min. (Stereo)
Genre: Science Fiction
Regisseur: Hermann Naber

Hörspiel beendet „Wie man nicht pensioniert wird“

„Die drei atomaren Supermächte USA, UdSSR und Volksrepublik China haben sich darauf geeinigt, ihre strategischen Kommandozentralen zusammenzulegen, um einen nuklearen Erstschlag zu vermeiden. Der Computer, der die gemeinsame Zentrale steuert, wird jeden Tag neu codiert, und zwar nach einem scheinbar höchst sicheren Prinzip: Die Code-Nummern werden einem alten Telefonbuch entnommen, dessen gesamte Auflage bis auf drei den jeweiligen Mächten überlassene Exemplare vernichtet wurde. Da kann offensichtlich nichts passieren! Aber der Zufall will es, daß der alte, kurz vor seiner Pensionierung stehende Hausmeister der Zentrale früher einmal als Artist im Zirkus auftrat, und zwar als eidetischer Rechenkünstler. Er ist mit Hilfe seines fotografischen Gedächtnisses imstande, sich eine ganze Telefonbuchseite auf einen Blick zu merken! Als er einmal einen Blick in eines der drei höchst geheimen Telefonbücher wirft, kennt er folglich den Code für den nächsten Tag! Er kann die Computer-Anlage bedienen. Theoretisch könnte er einen Atomkrieg auslösen! Praktisch ist er der Herr der Welt. Die Regierungen müssen ihm, alle Wünsche von den Augen ablesen. Allerdings sind die Wünsche, die der alte Mann äußert, höchst ungewöhnlich.“ (Quelle)

Eine wunderbare Grundidee – im höchst komischen Maße weitergesponnen. Hut ab.

Autor: Friedrich Scholz, Peter Scholz
Produktion: SWF 1973 57 Min. (Stereo) – Originalhörspiel dt.
Genre: Science Fiction
Regisseur: Friedrich Scholz

Filmsichtung „Alice Through the Looking Glass“

„How many small- or medium-sized films were never funded or released because the entire Hollywood studio apparatus has devoted itself to churning out listless fantasies that are machine-tooled for maximum repeatability and exploitability while claiming to be magical and wonderful?“ (Quelle)

Ein harscher Vorwurf von Matt Zoller Seitz.

Zugegeben, es ist durchaus herausfordernd, bei dem 33-er-Metascore-Vehikel von Regisseur James Bobin, etwas Positives herauszustellen. Es ist seelenloses Kino. Und doch…man möchte in ganz, ganz wenigen Szenen zugeben, dass sie anrühren. Doch jene – ironischerweise (denkt man an das Leitthema des Films) Sekunden – werden so gigantomanisch plattgebügelt von CGI, dass jene fragtiert und marginalisiert werden, dass auch der verrückteste Hutmacher und sein sprechendes Kaninchen nichts mehr retten können.

Es ist davon auszugehen, dass die 170 Millionen USD an Kosten durch den globalen Zuschauerrausch in die Lichtspielhäuser wieder ihren Weg in Multiplikation in die Kassen der Produktion finden – ob das allerdings auch bedeutet, dass es einen dritten Anlauf geben sollte? Ich denkte nicht.

Streaming-Sichtung beendet „A.P.E.X.“

„In the year 2073 Nicholas Sinclair is a scientist on a time travel project. An accident introduces a deadly virus in to the past in 1973, causing a paradox. The project’s automatic countermeasures activate and attack robots are sent in to the past to try to eliminate the virus carriers. They fail to contain the virus, and Sinclair returns to 2073 to find the Earth in ruins, ravaged by both the virus and the attack robots continually sent from the original timeline. Sinclair travels to the ruined project lab in the paradox timeline and uses the equipment there to travel to the original timeline and prevent the mission that caused the paradox, resolving it.“ (Quelle)

Ich habe mir APEX in erster Linie angesehen, da in Homefront: The Revolution ebenfalls eine Entität namens APEX auftaucht. Aber dann musste ich eben dabei bleiben, hilft ja nichts. Sagt einem ja keiner nach zwei Minuten, was für eine Gurke hier die Sehnerven strapazieren wird. Schmierig wie Camenbert im Toaster.