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Past Pitches: Shred Nebula

Irgendwo zwischen „Thrust“ und „Asteroid“ angesiedelt sucht sich der bunte Xbox Arcade Shooter „Shred Nebula“ sein Plätzchen – ob Ihr in dort besuchen solltet, erfahrt Ihr in unserem Test.

Entgegen dem gängigen Vorurteil, Shooter besäßen keine vernünftige Hintergrundgeschichte, weist „Shred Nebula“ geradezu epische Ansätze auf. Wen diese wirklich interessiert kann die feine PR-Prosa auf der offiziellen Website nachlesen (http://www.shrednebula.com/story.html).

Doch nun zu den wichtigen Dingen des Raumpilotenlebens: „Shred Nebula“ bietet eine bekannte Formel: Es kombiniert typische Arcade-Shooter-Elemente, Multiplayer-erausforderungen und jede Menge Action. Insgesamt erwarten den Spieler  drei Spielmodi in diesem Top-Down-Shooter: Adventure, Score Attack und Multiplayer.

Ein Tipp vorweg: Das Tutorial sollte man unbedingt spielen, um sich mit der nicht alltäglichen Steuerung vertraut zu machen. Nein, es stört sich eben nicht wie „Robotron“ oder „Geometry Wars“! Gelenkt wird mit dem linken Analogstick, während das Beschleunigen des Schiffs auf den linken Trigger gelegt wurde. Feuern kann der Spieler ausschließlich in Cockpitrichtung. Dazu kommen noch Tasten für den Boost, Schild, Bremsen und eine sekundäre Feuerfunktion – fertig ist Weltraumausflug in spe.

Mit den drei vom Entwickler gegebenen Leben durchpflügt der Spieler die 22 Level, die sich in Aufbau und Aussehen recht ähneln. Stets findet man gegen Levelende eine Art Portal, welches man erreichen muss, um in den nächsten Spielabschnitt befördert zu werden. Es ist also nicht nötig, jeden Gegner auszuschalten. Die Spielzeit des Storymodus kann dabei auf gut 90 Minuten angesetzt werden. Moment…90 Minuten? Vielleicht doch lieber einen guten Spielfilm? Nicht so schnell! Noch ist das Spiel nicht ausgeschöpft!

Will man sich unendlichen Wellen von Gegnern stellen, kann man dies im Score Attack Modus ausprobieren. Sein Geschick in dieser Spielvariante kann auch zu zweit offline austesten. Und schließlich können sich im Death Match online acht Spieler gegenseitig unter Feuer nehmen.

MEINUNG

Die Steuerung ist sicherlich eine Geschmacksfrage – leider spricht sie mich persönlich überhaupt nicht an. Das gesamte Spiel erinnert mich zudem an einen von 100.000 austauschbaren Browser-Shootern mit osteuropäischen Raversounds. Unterteilt man sich jedoch das Spiel selbst in kleine Häppchen, verbringt außerdem noch ein wenig Zeit in den diversen Multiplayer Modes und hält „Shred Nebula“ die technisch-saubere Programmierung zu Gute, bleibt unter dem Strich ein Titel, der den Sprung knapp über den Durchschnitt schafft.

Positiv

– technisch sauber

– immer wieder für eine Runde gut

Negativ

– keine Story Coop

– Levelziele bisweilen eintönig

Wissenswertes

„Shred Nebula“ ist der erste Titel von CrunchTime Games.

Published by: CrunchTime Games

Developed by: CrunchTime Games

Genre: Shooter
Release Date: erhältlich

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Durchgespielt “The Walking Dead: A Telltale Games Series”

Als Haptikliebhaber kaufte ich für meine Freundin das romantische Untoten-Abenteuer The Walking Dead: A Telltale Games Series als US-Import für die Xbox 360. Wie wir dann schnell herausfanden, als wir den Titel spielen wollten, hat das Spiel UNSINNIGERWEISE einen Regio-Code. Gut, also dann doch als einzelne Episoden. Mit meinem Account kaufen und Steffi spielen lassen…ach so, geht ja nicht. Mit meinen MS-Punkten das Spiel für ihren Account kaufen…ach so, geht ja nicht. Willkommen in der neuen Welt. Der schönen. Gut, also…Steffi kauft ihr Weihnachtsgeschenk erst einmal selbst, und schon kann es losgehen.

Es war schlichtweg unmöglich als Person, die in sozialen Netzwerken unterwegs ist und sich gamesaffin gibt, die Spiele-Adaption des Comics (die erschreckend viele Menschen nur als TV-Serie kennen), zu ignorieren. Noch schwieriger ist es, das allgemeine Lob zu übersehen. Diese Vorschusslorbeeren und die Tatsache, dass ich die Zombie-Vorlage liebe, brachte mich schließlich dazu, über meinen Anti-Adventure-Schatten zu springen (…und mich zu interessieren).

5 Folgen umfasst das Spiel. Und tatsächlich wird jede Episode noch dunkler, noch verzweifelter und noch emotional-anrührender. Das komplette Spiel ist, was die Gefühlsklaviatur betrifft, großartig-konventionell gescriptet – die Schreiber wissen genau, welche Knöpfe sie zu welchen Zeit drücken müssen, um pseudo-moralische Zwickmühlen (natürlich war wieder in 9 von 10 Publikationen zu lesen, dass es TATSÄCHLICH “moralische” Entscheidungen des Spielers ginge, was selbstredend albern ist) fantastisch einzusteuern. Comic relief findet man übrigens, wenn ich nichts übersehen habe, tatsächlich nur einmal in den 5 Episoden (hier mag man mich gerne korrigieren).

Die Spielmechanik ist, auf das Genre reduzierend betrachtet, einfach gehalten und einsteigerfreundlich – die Rätsel dürften niemanden überfordern und wenn sie dies doch tun sollten, fuck it, dann schaue ich einfach in meinen Walkthrough. Wer seinen Lebenssaft durch Stolz auf durchgespielte Titel bezieht, sollte sowieso auf eine verdammte Couch und einem bärtigen Mann seine Probleme erzählen. Cheating is winning. And winning is nothing. Deal with it. Ach so, der Grafikstil. Der ist hübsch. Was ist schon hübsch, @benflavor! Gut, stimmt. Er ist…passend? Auch nicht besser. Wiedererkennungswert? Ach, was weiß ich. Season 2 ist unterwegs, las ich, gut so. Moment, JETZT weiß ich es! Die Grafik ist geeignet, um einen Look zu kreieren, den man wiedererkennt. Eine Formel vielleicht sogar – den auf diese Art und Weise (Adventure light + gutes Script + Cliffhanger-Dramaturgie) könnte JEDES Franchise angegangen werden (Mass Effect anyone?).

Und das Ende? It’s not about the ending, it’s about the voyage. Oder so.

 

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Streamsichtung “Hidden 3D”

Hidden 3D” ist seine 78 Minuten total wert. Wenn man blind ist. Nein, das wäre fies für Blinde. Eigentlich stimmt es auch gar nicht. So wild ist es nicht. Nur formelhaft. Das ist vielleicht sogar schlimmer…

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