Streaming-Sichtung „THE HOUSE THAT JACK BUILT“

The House That Jack Built ist ein HorrorThriller von Lars von Trier, der am 14. Mai 2018 beim 71. Filmfestival von Cannes uraufgeführt wurde. Seine deutsche Premiere feierte der Film am 29. September 2018 beim Filmfest Hamburg. Der reguläre deutsche Kinostart erfolgte am 29. November 2018. Der Film erzählt die Geschichte des hochintelligenten Serienkillers Jack.“ (Quelle)

Matt Dillon. Matt Dillon spielt von Minute #1 ab mit einer solchen Intensität, einer solchen unbedingten Wucht, dass man aus dem furchtsamen Staunen nicht mehr herauskommt. Die Brutalität der Taten des Killers, die von Trier nicht ausspart, wirkt hier wie Kunst und Handwerk gleichzeitig. Ganz anders hingegen die letzten 15 Minuten.   Warum muss hier alles so wirken wie in einer High-Phantasy-CGI-Platte? Warum nicht einfach mit einem Polizisten enden, der in den Raum feuert?

Streaming-Sichtung „Get Out“

„When Chris (Daniel Kaluuya), a young African-American man, visits his white girlfriend’s (Allison Williams) family estate, he becomes ensnared in the more sinister, real reason for the invitation. At first, Chris reads the family’s overly accommodating behavior as nervous attempts to deal with their daughter’s interracial relationship, but as the weekend progresses, a series of increasingly disturbing discoveries lead him to a truth that he could have never imagined.“ (Quelle)

Zwei Szenen sind es, die mir besonders im Kopf blieben, als ich gestern Nacht diesen gelungenen und packenden sozialkritischen Horrorthriller ansah: Der lautlose Sprint des „Gärtners“ auf den Protagonisten hinzu in der Dunkelheit und das Gesicht des „Hausmädchens“ in Großaufnahme, als sie dem Hauptfigur erklärt, wie es zu dem „Handyauflade-Unfall“ kommen konnte. Beide Szenen sind zutiefst unheimlich und verstörend.

Hörspiellauschung „Chemie der Erinnerungen“

„Mit seinen ersten Erfolgen auf den Gebieten der Gedächtnisübertragung und Erinnerungslöschung hat sich Prof. Hegewald das Ziel gesetzt, Geisteskranke durch partielle Gedächtnislöschung von den Auslösern ihrer Psychosen zu befreien. Die Methode läßt jedoch nicht zu, einzelne Erinnerungen zu löschen, sondern lediglich eine Amnesie auszulösen. Das Pharmakonsortium, dass seine Arbeit finanziert, ist an der Totallöschung jedoch mehr interessiert, denn damit hätten sie absolute Macht über Menschen. Diktatoren unterstützen die Methode, um sie für Indoktrination nutzen zu können. Als es Hegewald ablehnt, mit inhaftierten Dissidenten zu experimentieren, inszenieren seine Arbeitgeber einen tödlichen Unfall.“

(DRAS: Science Fiction im Hörspiel 1947-1987)

Im Grunde unnötig kompliziert erzählt, sehr viele Abzweigungen, die verlaufen. Aber ein spannendes Thema – Erinnerungskultur und die Manipulation derer.

 

Streaming-Sichtung „Bandersnatch“

Black Mirror: Bandersnatch is a 2018 interactive film in the science fiction anthology series Black Mirror. It was written by series creator Charlie Brooker and directed by David Slade. Netflix released the standalone film on 28 December 2018.“ (Quelle)

Da kommt dieses Ding also an meinem 40. Geburtstag raus. UND DAS SOLL ZUFALL SEIN? Jetzt ist mir ganz unheimlich zu Mute – ich schaue mir über die Schultern und verdächtige meine Eltern…

Bandersnatch macht mir richtig, richtig Spaß. Und entsprechend aufgemacht, könnte davon gerne noch mehr kommen.

Hörspiel gelauscht „Blowback – Der Auftrag“

„2047: Auf der Erde ist ein Kampf um die letzten Süßwasserreserven entbrannt, Wasser ist der wichtigste Rohstoff der Welt. Der ehemalige Agent Dereo Durand erhält den Auftrag, die Geophysikerin Josefine Emmanuel zu suchen. Ihre Spur verliert sich in einem Unterwasserhotel, das unterhalb der Plattform Sealand entstanden ist, einem Jahrzehnte alten ehemaligen Fürstentum. Dort eingetroffen, trifft Durand eine Journalistin, die herausfinden will, wem das Hotel gehört. Die beiden machen überraschende Entdeckungen.“ (Quelle)

Fein produziertes Thriller-Hörspiel mit reichlich Tempo und edler Besetzung in nahem SciFi-Setting.

Streaming-Sichtung „Tau“

„Kidnapped by an inventor who uses her as a test subject to perfect his robotic AI, a street-smart young woman tries to escape her high-tech prison.“ (Quelle)

Na, ob das was TAUgt? Wer wird dieses Mensch-Maschine-TAUziehen wohl gewinnen? Sollte man eine fehlerhafte AI nicht besser ausTAUschen? Kurzum: Wenig stimmiges SciFi-Thriller-Kammerspiel mit vielen Bruchstellen, die das Drehbuch nicht erklären kann oder möchte.

Streaming-Sichtung „The Alienst“ (Staffel 01)

The Alienist – Die Einkreisung (Originaltitel: The Alienist, englisch für Der Seelenarzt) ist eine US-amerikanische Krimiserie, die auf dem Roman Die Einkreisung (in Original The Alienist) von Caleb Carr basiert.“ (Quelle)

Toll ausgestattet und stark inszeniert (was für ein sattes Intro!), von den Darstellern ordentlich durch ein Drehbuch getragen, welches nur wenige Überraschungen aufweist und routiniert auf einen etwas überraschungsarmen Höhepunkt zusteuert. Die Hintertür für ein CSI-artiges Vehikel zur Jahrhundertwende wird selbstredend aufgestoßen und einer zweiten Staffel sollte daher nicht allzuviel im Weg stehen. Insgesamt also ein solides Vergnügen.