Hörspiellauschung „Chemie der Erinnerungen“

„Mit seinen ersten Erfolgen auf den Gebieten der Gedächtnisübertragung und Erinnerungslöschung hat sich Prof. Hegewald das Ziel gesetzt, Geisteskranke durch partielle Gedächtnislöschung von den Auslösern ihrer Psychosen zu befreien. Die Methode läßt jedoch nicht zu, einzelne Erinnerungen zu löschen, sondern lediglich eine Amnesie auszulösen. Das Pharmakonsortium, dass seine Arbeit finanziert, ist an der Totallöschung jedoch mehr interessiert, denn damit hätten sie absolute Macht über Menschen. Diktatoren unterstützen die Methode, um sie für Indoktrination nutzen zu können. Als es Hegewald ablehnt, mit inhaftierten Dissidenten zu experimentieren, inszenieren seine Arbeitgeber einen tödlichen Unfall.“

(DRAS: Science Fiction im Hörspiel 1947-1987)

Im Grunde unnötig kompliziert erzählt, sehr viele Abzweigungen, die verlaufen. Aber ein spannendes Thema – Erinnerungskultur und die Manipulation derer.

 

Streaming-Sichtung „Bandersnatch“

Black Mirror: Bandersnatch is a 2018 interactive film in the science fiction anthology series Black Mirror. It was written by series creator Charlie Brooker and directed by David Slade. Netflix released the standalone film on 28 December 2018.“ (Quelle)

Da kommt dieses Ding also an meinem 40. Geburtstag raus. UND DAS SOLL ZUFALL SEIN? Jetzt ist mir ganz unheimlich zu Mute – ich schaue mir über die Schultern und verdächtige meine Eltern…

Bandersnatch macht mir richtig, richtig Spaß. Und entsprechend aufgemacht, könnte davon gerne noch mehr kommen.

Hörspiel gelauscht „Blowback – Der Auftrag“

„2047: Auf der Erde ist ein Kampf um die letzten Süßwasserreserven entbrannt, Wasser ist der wichtigste Rohstoff der Welt. Der ehemalige Agent Dereo Durand erhält den Auftrag, die Geophysikerin Josefine Emmanuel zu suchen. Ihre Spur verliert sich in einem Unterwasserhotel, das unterhalb der Plattform Sealand entstanden ist, einem Jahrzehnte alten ehemaligen Fürstentum. Dort eingetroffen, trifft Durand eine Journalistin, die herausfinden will, wem das Hotel gehört. Die beiden machen überraschende Entdeckungen.“ (Quelle)

Fein produziertes Thriller-Hörspiel mit reichlich Tempo und edler Besetzung in nahem SciFi-Setting.

Streaming-Sichtung „Tau“

„Kidnapped by an inventor who uses her as a test subject to perfect his robotic AI, a street-smart young woman tries to escape her high-tech prison.“ (Quelle)

Na, ob das was TAUgt? Wer wird dieses Mensch-Maschine-TAUziehen wohl gewinnen? Sollte man eine fehlerhafte AI nicht besser ausTAUschen? Kurzum: Wenig stimmiges SciFi-Thriller-Kammerspiel mit vielen Bruchstellen, die das Drehbuch nicht erklären kann oder möchte.

Streaming-Sichtung „The Alienst“ (Staffel 01)

The Alienist – Die Einkreisung (Originaltitel: The Alienist, englisch für Der Seelenarzt) ist eine US-amerikanische Krimiserie, die auf dem Roman Die Einkreisung (in Original The Alienist) von Caleb Carr basiert.“ (Quelle)

Toll ausgestattet und stark inszeniert (was für ein sattes Intro!), von den Darstellern ordentlich durch ein Drehbuch getragen, welches nur wenige Überraschungen aufweist und routiniert auf einen etwas überraschungsarmen Höhepunkt zusteuert. Die Hintertür für ein CSI-artiges Vehikel zur Jahrhundertwende wird selbstredend aufgestoßen und einer zweiten Staffel sollte daher nicht allzuviel im Weg stehen. Insgesamt also ein solides Vergnügen.

Streaming-Sichtung beendet „Manhunt: Unabomber“

Manhunt: Unabomber ist eine US-amerikanische Miniserie von Andrew Sodroski. Regie führte Greg Yaitanes. Die Serie wurde von der Produktionsfirma von Kevin Spacey, Trigger Street Productions, für den Discovery Channel produziert. Sie erzählt die wahre Geschichte der FBI-Ermittlungen im Fall des „Unabombers“ Ted Kaczynski.“ (Quelle)

Paul Bettany geht immer! Und der Soundtrack? Bombe. Sam W. hingegen, ich weiß nicht, ich weiß nicht. Irgendwie wirkt er auf mich immer einen Tick neben der Spur, will heißen, das, was gerade transportiert werden soll, will einfach nur bedingt rüberkommen. Die Photographie der Serie ist übrigens sehr schön geraten!

 

Lektüre beendet „Palast der Fisternis“ (Stefan Bachmann)

„Die Außenseiterin Anouk ist mit vier anderen Kandidaten nach Paris gekommen, um einen lange verschütteten unterirdischen Palast zu erforschen, den ein verrückter Adliger zur Zeit der Französischen Revolution als Versteck für seine Familie erbauen ließ. Doch nachdem die Jugendlichen einmal durch die Tür mit dem Schmetterlingswappen getreten sind, erwartet sie in jedem weiteren Raum ein neuer Abgrund, den sie nur gemeinsam bezwingen können.“ (Quelle)

Kirkus Reviews schreibt dem Teenager-Roman (JA, ICH WEISS!) eine „appealing, unworldly quality“ zu, und ich weiß, was sie damit meinen. Man muss sich auf die alberne Prämisse tatsächlich sehr intensiv einlassen, um dann eben jenen Spaß zu haben, den man tatsächlich mit den schnell gelesenen 400 Seiten hat.

Der Schauplatz des Palastes ist natürlich der Star des Romans, er ist Protagonist und die restlichen Gestalten, egal, in welchem Jahrhundert sind buchstäblich zänkische Staffage. Es ist also ein wenig wie in diesem B-Horror-Film „13 Ghosts“.