LetsPlay-Sichtung beendet „Scanner Sombre“

„Scanner Sombre is the latest game by Introversion Software, the team that brought you Uplink, Darwinia, DEFCON, and Prison Architect. It’s definitely pretty, but what if anything is going on beneath the surface?“ (Quelle)

Immer dann, wenn uns ein Medium befehlen möchte, etwas zu empfinden, wird es aufdringlich. Und dies ist um so schlimmer je weniger es jenes nötig hätte. Scanner Sombre ist so ein Fall. Sei überwältigt! Sei gerührt! Sei geängstigt! Ja, doch! Es wirkt dann wie die armen Eltern, die dem Nachwuchs klar machen, er solle jetzt endlich zum Essen runterkommen oder möge den Müll rausbringen.

Über die etwa siebzig Minuten Spielzeit verlor die Optik nicht an Zugkraft und blieb gleichermaßen faszinierend. Leider versucht Introversion jedoch durch die Geschichte mir fortlaufend einzuimpfen, was ich gerade fühlen soll und das ist – angesichts der etwas schwachen Schreibe – meist arg herbei gekünstelt.

 

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Let’s-Play-Sichtung „Tacoma“

„Die Lunar Transfer Station Tacoma aus dem gleichnamigen Computerspiel Tacoma (PC, Xbox One, Mac, circa 20 Euro) ist im Jahr 2088 überhaupt nur noch mit menschlichem Personal bestückt, weil die zuständigen Gewerkschaften sich einer völligen Automatisierung durch künstliche Intelligenz (KI) erfolgreich widersetzt haben. So überwachen also bis auf Weiteres sechs Besatzungsmitglieder eine KI namens ODIN, die wiederum den Transferverkehr zum Mond überwacht.“ (Quelle)

Die ganze Meile gehen. Das bedeutet…Konsequentialismus. Auch Anstrengung. Und genau das ist es, wann Tacoma fehlt, im doppelten Sinne. Nach meinem Empfinden im positiven, denn Tacoma ist eine leichtfüßige, eine zugängliche Spielerfahrung, an der belohnend viel entdeckt, viel erforscht, viel „erlebt“ werden kann. Nach meinem Empfinden im negativen, da die Geschichte ganz schön auf Schön-Wetter gebürstet daher kommt. Hier fehlen die Folgen des World Building, die konkreten Auswüchse des Hyper-Daten-Kapitalismus wirken wie die Bleistiftskizzen für das satte Ölgemälde, das noch zu kommen scheint.

Let’s Play beendet „P.O.L.L.E.N.“

Pollen is a first-person sci-fi mystery exploration video game developed by Finnish company Mindfield Games for Microsoft Windows. Pollen is playable on regular monitors and Oculus Rift virtual reality headsets (beta), and will be playable on HTC Vive.[1] The game takes place in an alternate timeline of humanity’s history, on a research base called Station M found on Saturn’s largest moon Titan. The gameplay centers around semi-linear first person exploration, allowing the player to discover the story through puzzles and interacting with the objects around them.“ (Quelle)

Schöner Alternativ-Wurf, tolles Raum- und Audiodesign, aber wozu die albernen Puzzles? Drei Stunden dauerte das Let’s Play und der Kollege gab ziemlich Gas.

Let’s Play beendet „The Old City: Leviathan“

„The Old City: Leviathan is an experiment in first person exploration that focuses entirely on story. All that exists is you and the world. Set in a decaying city from a civilization long past, The Old City: Leviathan puts the player in the shoes of a sewer dwelling isolationist.“ (Quelle)

The Old City: Leviathan als Let’s Play zu erleben, war eine interessante, weil doppelte Erfahrung. Zum einen ist da der Titel selbst – das traumwandlerische Durchschreiten der in vielerlei toten Räumlichkeiten und Schauplätze. Und zum anderen der – in meinem Fall – völlig überforderte Let’s Player (Namen sind Schall und Rauch!), der weder mit der das Schulenglisch herausfordernden Sprache noch den Inhalten des Spiels zurecht kam und sich gegen Ende wie eine Mischung aus Astro-Hotline und hilfloser Achtklässler die Welt erschloss.

Let’s Play beendet „What Remains of Edith Finch“

What Remains of Edith Finch is a first-person narrative adventure video game for Microsoft Windows and PlayStation 4. As Edith, players travel back to the Finch family home in Washington to explore her ancestral history after recent family events drive her to learn more about herself and the Finches. Edith explores the house through regular doors and secret passageways, as well as the individual rooms of deceased family members who have been preserved like frozen moments in time. Players experience varied stories related to particular family members, with thematic and gameplay elements that change from story to story.“ (Quelle)

In sieben Folgen begleiten die GameTube-LetsPlayer Edith auf ihrem Weg durch ein Haus…oder…ist es eher eine Mischung aus Seelenreise und Bewußtseinserweiterung? Es war auf jeden Fall eine feine Sache, mitgenommen zu werden. Gediegen, sehr gediegen.

Angespielt: „Call of Duty: Infinite Warfare“

Call of Duty: Infinite Warfare ist ein von Infinity Ward entwickelter Ego-Shooter, der am 4. November 2016 weltweit von Activision für Windows, PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht wurde. Das Spiel stellt den dreizehnten Teil der Call-of-Duty-Reihe dar. […] Gemeinsam mit Infinite Warfare wird eine überarbeitete Fassung von Call of Duty 4: Modern Warfare mit dem Titel Modern Warfare Remastered auf Playstation 4, Xbox One und PC veröffentlicht, welche nur mit dem Kauf der Legacy Edition, Digital Legacy Edition, Digital Deluxe Edition und Legacy Pro Edition von Infinite Warfare zu erwerben ist.“ (Quelle)

Nur angespielt? Ja, nur „angespielt“. Man muss sich das als Kreuz vorstellen, während ich bei IW die Kampagne beendete, spielte ich bei MW lediglich in den Multiplayer hinein. Die Zombies haben mich noch nie interessiert, daher fielen die auch raus.

So, also sprechen wir über IW. Das erste, was ich nach dem Durchspielen machte, war, mir die Videokritik von polygon.com anzusehen. Wir sind uns offensichtlich nicht einig. Sagen wir es so. Denn: Ich kann es wirklich nicht verstehen, dass man dieser Geschichte auch nur einen Hauch mehr Glaubwürdigkeit zubilligt als Call of Duty: Ghosts. Dann doch lieber eine Runde Red Faction.

Übel stieß mir auch eine der ersten Unterhaltungen auf, in denen sich Militärfritz 1 mit Fritz 2 über „diese zahnlosen Politiker“ aufregen, die einfach keinen KRIEG führen wollen! PAH, diese Narren!

Die Mission selbst gefielen mir – wie gewohnt – recht gut. Die Flugmissionen im Weltall hingegen fand ich fürchterlich und sie machten mir dementsprechend keinen Spaß. Sie schienen sich permanent zu wiederholen und gerade die gegnerischen Flug-Asse nerven schlichtweg. Mit dem Ende wiederum zeige ich mich äußerst zufrieden. Nur um Robbi den Roboter tut es mit leid. War das ein Spoiler? Sorry, not sorry.

Und dann eben MW! Reboot. Remake. Makeover. Reimagination. Re-Release. Bis LV 5 schoss ich mich auf Hardcore Team-Deathmatch in die Herzen der Gegner. Und siehe da – das Gefühl war sofort wieder da. Insofern: Guter Job!