Lektüre beendet „Troll“ (Michal Hvorecký)

„In seinem jüngsten Roman beschreibt Hvorecký nun eine zutiefst düstere Zukunft in einem abgeschotteten osteuropäischen Land. Nach einem Hybridkrieg steuern von Oligarchen hochbezahlte Internettrolle präzise die öffentliche Meinung. Die Trolle verbreiten wüste Lügen und Verleumdungen und bestimmen so über die Biografien der Landsleute –  mehr, als eine Polizei das je zuvor konnte.“ (Quelle)

Ein Roman für eine längere Zugfahrt – 1 nices Umfang! Und ganz im Ernst: Brisant-aktueller Stoff in interessanten Charakteren verpackt, die sich auch für Literatur interessieren, die ich auch schätze…verschlungen und empfohlen.

 

FFF2018-Sichtung „Prospect“

„A teenage girl and her father travel to a remote moon on the hunt for elusive riches. But there are others roving the moon’s toxic forest and the job quickly devolves into a desperate fight to escape.“ (Quelle)

Das diesjährige FFF startete ich mit SciFi…oder Western? Oder beidem? „Ultimately, like so many independent films, “Prospect” is a film that falls just short of its ambition, although it’s worth noting that its ambition reaches higher than most.“ (Quelle) Anders als dieser Besprechende „klickte“ Prospect durchaus für mich.

Ich mochte den abgegriffenen Look, den überharten Filtereinsatz und die „Konsequenzhaftigkeit“ der knapp 100 Minuten. Und Pedro Pascal … ist wie ein junger Burt Reynolds.

Streaming-Sichtung „Hungerford“

„Cowen (Drew Casson) filmt seinen Alltag in einer kleinen Stadt in England. Währenddessen wird jedoch immer klarer, dass finstere Kräfte am Werk sein müssen… “ (Quelle)

Am HUNGERTUCH nagt man geistig nach dem Film. Aber, jetzt kommt mal runter – der Kerl war 19. Und die hatten vermutlich eine Fetzengaudi beim Schießen dieses Machwerks. Bavaria-Jungendfilmfest-Flavor!

Streaming-Sichtung „Tau“

„Kidnapped by an inventor who uses her as a test subject to perfect his robotic AI, a street-smart young woman tries to escape her high-tech prison.“ (Quelle)

Na, ob das was TAUgt? Wer wird dieses Mensch-Maschine-TAUziehen wohl gewinnen? Sollte man eine fehlerhafte AI nicht besser ausTAUschen? Kurzum: Wenig stimmiges SciFi-Thriller-Kammerspiel mit vielen Bruchstellen, die das Drehbuch nicht erklären kann oder möchte.

Mini-Serien-Sichtung „Residue“

Eine britische Metropole in der nahen Zukunft: In der Neujahrsnacht detoniert in einem Nachtclub eine Bombe und tötet 236 Menschen. Durch die gewaltige Explosion wird ein geheimes ABC-Waffenarsenal der British Army unter der Stadt freigelegt. Um unangenehme Fragen zu vermeiden, wird in der Folgezeit im Radius von acht Kilometern eine Quarantänezone um die Unglücksstelle errichtet, die dort lebenden Menschen werden evakuiert. Doch was ist wirklich passiert? Nach der Explosion glaubt Fotojournalistin Jennifer Preston (Natalia Tena, „Game of Thrones“, „Harry Potter“), an ihren Mitbürgern ein merkwürdiges Verhalten zu beobachten. Seltsame Todesfälle häufen sich, und über all dem schwebt die Frage, was die Regierung mit diesen Vorgängen zu tun haben könnte?“ (Quelle)

Gerade frisch auf Netflix entdeckt – dreimal 45 Minuten, sehr angenehm als Format. Mit wenig viel erzählt. Sleeper-Hit? Nicht ganz. Aber sticht positiv aus dem Stadt-Dystopie-Einerlei heraus.

Seriensichtung „Altered Carbon“

Altered Carbon – Das Unsterblichkeitsprogramm (Originaltitel: Altered Carbon) ist eine US-amerikanische Cyberpunk– und Science-FictionFernsehserie, die von Laeta Kalogridis konzipiert wurde. Die Serie basiert auf dem Buch Das Unsterblichkeitsprogramm von Richard Morgan, das 2002 erschienen ist. Die erste Staffel umfasst 10 Folgen und wurde am 2. Februar 2018 auf Netflix per Streaming veröffentlicht.“ (Quelle)

Mit Joel Kinnaman tat ich mir über den gesamten Zeitraum hinweg verdammt schwer. Ich sage das vermutlich ganz, ga-aaa-nz, selten, aber ich finde, ihm fehlt die schauspielerische Gravitas, um diesem Charakter die nötige (angeblich gebrochene) Tiefe zu verleihen. Ich sehe da immer einen kleinen blonden Kopf auf dem Körper eines austrainierten Besamungsbullen, der mit seinen Augen rollt, wenn er Schmerz darstellen möchte. Möchte!

Ganz anders hingegen: Chris Conner als Edgar Poe! Der wuchs mir gleich ans Herz!

Der Rest: Hier und da ein Wendung zuviel. Mit Gewalt wird wahrlich nicht gespart – vor allem gegenüber Frauenkörpern. Die Tür für eine Fortsetzung freilich steht weit offen.

Filmsichtung „Solo: A Star Wars Story“

Solo: A Star Wars Story (oder kurz Solo) ist ein US-amerikanischer Space-Western-Film im Star-Wars-Universum aus dem Jahr 2018. Der Film ist nach Rogue One: A Star Wars Story der zweite Ableger der Star-Wars-Anthology-Filmreihe. Die Regie führte Ron Howard, das Drehbuch schrieben Lawrence Kasdan und sein Sohn Jonathan Kasdan. Kathleen Kennedy, Allison Shearmur und Simon Emanuel sind Produzenten des Films. Der Film handelt von der von George Lucas erdachten Figur Han Solo aus der Star-Wars-Filmreihe. Die Handlung des Films beginnt knapp 14 Jahre vor den Ereignissen von Krieg der Sterne (1977), in der die Figur (dargestellt von Harrison Ford) erstmals auftrat. Alden Ehrenreich übernahm die Rolle als junger Han Solo.“ (Quelle)

Endlich! Der vermeintlich erste Star-Wars-Flop – weiße Bubis der Reaktion schlagen sich auf die Brust! „Teufelszeug!“ und „Das ist kein Krieg der Sterne, sondern SJW-Quatsch!“ Was für armseelige Würstchen das sein müssen. Nein, sind. Euer Geist ist genauso beschränkt wie der des Farmbengels Skywalker, bevor er endlich loslegen darf. Was der Bauer nicht als Star Wars erkennt, das hasst er. Solo. Dieser Film ist beängstigend linear. Der Hauptdarsteller. Sein Spiel ist beängstigend eindimensional. Ein weiblicher Roboter, der dem galaktischen Klassenkampf anschiebt und sexuell selbstbewusst daherkommt? Gewollt, sehr gewollt.

Aber das soll ein Grund sein, den Verantwortlichen Misserfolg zu wünschen? Ihr habt nicht alle Fan-Tassen im Schrank.