Lektüre beendet „INFOMOCRACY“ (Malka Older)

„It’s been twenty years and two election cycles since Information, a powerful search engine monopoly, pioneered the switch from warring nation-states to global micro-democracy. The corporate coalition party Heritage has won the last two elections. With another election on the horizon, the Supermajority is in tight contention, and everything’s on the line. With power comes corruption. For Ken, this is his chance to do right by the idealistic Policy1st party and get a steady job in the big leagues. For Domaine, the election represents another staging ground in his ongoing struggle against the pax democratica. For Mishima, a dangerous Information operative, the whole situation is a puzzle: how do you keep the wheels running on the biggest political experiment of all time, when so many have so much to gain?“ (Quelle)

Ja, ja, West Wing meets Snow Crash und so. Das ist natürlich ein mächtiger Vergleich. Er stammt auch nicht von mir. Aber ich fand es als Anhaltspunkt gelungen. In beiden Vergleichsgrößen kann der Roman nicht mithalten. Es bleibt ein technokratischer Thriller um eine tolle Idee herum samt holpriger Love Story.

DVD-Sichtung „Doctor Who – Kinda“

Kinda is the third serial of the 19th season in the British science fiction television series Doctor Who, which was first broadcast in four twice-weekly parts from 1 February to 9 February 1982.“ (Quelle)

Britische Kolonialvergangenheit und Psychotherapie als Kammerspiel – eine unheimlich zähe Doctor-Who-Folge, in der weder der Doctor glänzen noch die Gefährten Raum für Entwicklung haben. Um welchen Grundkonflikt es geht, ist schnell klar, und den Dschungelfieberbösewicht kann man nur betrunken für voll nehmen. Unerklärlich, weshalb das Ding ein Kritikerliebling ist. Ehrlich.

Let’s Play beendet „P.O.L.L.E.N.“

Pollen is a first-person sci-fi mystery exploration video game developed by Finnish company Mindfield Games for Microsoft Windows. Pollen is playable on regular monitors and Oculus Rift virtual reality headsets (beta), and will be playable on HTC Vive.[1] The game takes place in an alternate timeline of humanity’s history, on a research base called Station M found on Saturn’s largest moon Titan. The gameplay centers around semi-linear first person exploration, allowing the player to discover the story through puzzles and interacting with the objects around them.“ (Quelle)

Schöner Alternativ-Wurf, tolles Raum- und Audiodesign, aber wozu die albernen Puzzles? Drei Stunden dauerte das Let’s Play und der Kollege gab ziemlich Gas.

TV-Seriensichtung beendet „Helix“ (Staffel 01)

Helix is an American science fiction thriller drama television series that aired on Syfy from January 10, 2014 to April 10, 2015. The series followed a team of scientists from the Centers for Disease Control and Prevention who traveled to a research facility in the Arctic to investigate a potential outbreak of disease. While there, they find themselves stuck in a life-or-death situation that could decide the future of humankind.“ (Quelle)

Soapige CSI-Variante mit Horroranleihen. Fies, ist aber so.

Hörspiel abgehört „Ein Segen für die Menschheit“

„“Fleisch von Boscalle – immer gleich gut“. Das ist der vertrauenserweckende Werbespruch eines multinationalen Lebensmittelkonzerns. Dank der segensreichen Erfindung der Gen-Technik ist die Qualität der zu schlachtenden Lebewesen vorhersehbar geworden. Aber auch Menschen sind Lebewesen. Dank der segensreichen Erfindung der Gentechnik ist ihre Qualifikation steuerbar. Der Erfolg des Unternehmens ist vorprogrammiert. Der Konzernherr ist krank? Sein Nachfolger, sein Ebenbild, ist schon abrufbereit. Alles ist austauschbar, alles. Menschen, Gliedmaßen, Organe…
Welches Organ bestimmt eigentlich die Identität des Menschen?“ (Quelle)

Autor: Hans Helge Ott
Produktion: WDR 1987, 24 Min. (Stereo) – Originalhörspiel dt.
Genre: Science Fiction
Regie: Gottfried von Einem
Komponist: Hermann Josephs

Eigentlich schade, dass die Auflösung von Sekunde eins derart offensichtlich auf der Hand liegt – dergestalt kann sie am Ende nicht im Geringsten mehr überraschen. Ich führe das in erster Linie auf das Jahr der Produktion zurück, es mag sein, dass vor 30 Jahren Medienschaffende nicht derart häufig auf den Topos der Genmanipulation zurückgriffen.

Hörspielauschung beendet „Bericht für einen Aufsichtsrat“

Hinter dem tödlichen Unfall in einer hypermodernen Großfabrik steckt mehr als man gemeinhin annehmen möchte – der aufklärende Sachbearbeiter gerät bei seinen Untersuchungen in einen Strudel aus karrieregeilen Wissenschaftsambitionen, Liebesdramen und Industrieverschwörungen. Brilliante Sprecher, etwas wirre Handlung. Ob es an den Affen liegt?

Produktion: BR 1968, 64 Min. (Mono) – Originalhörspiel dt.
Genre: Science Fiction
Regie: Hans Breinlinger

Filmsichtung „Ghost In the Shell“

Wäre es kindisch, meine Überlegungen mit dem Hinweis zu beginnen, dass der 1995/6er-GitS-Anime von der wirkmächtigen Mutter aller Kritikdatenbanken folgendes um die Ohren gehauen bekommt?

Screen Shot 2017-04-08 at 12.49.34.png

Nein, ich finde nicht, das kann man schon mal so anfangs unterbringen – da es offenbar im allgemeinen Hassregen bezüglich der aktuellen Realverfilmung ausschließlich gefühlte 101er-Wertungen für GitS gibt. Aber ich will so fair sein und zugeben, dass ich drei Mittelfinger bräuchte, um sie alle gleichzeitig hoch zu halten, wenn ich das hier sehe:

Screen Shot 2017-04-08 at 12.52.59

66. Ja, genau. Was kommt als nächstes? Ein orangener Clown als US-Präsident? Man könnte viele Dinge schreiben. Man könnte zum Beispiel bilanzieren: Vielleicht ist der aktuelle Entwurf dazu gut, mehr Leute zu der Quelle zu führen? Doch…was IST die Quelle? GiTS, Manga, Anime, Serie, Spiel? Man könnte ebenso festhalten, dass man in Sorge sei, was dies alles für eine mögliche Akira-Umsetzung bedeute. Oder sofort die Gegenposition einnehmen.

Screen Shot 2017-04-08 at 13.02.44

Wegaz dem rundereren Augem vong Skarled her.

Innerweltlich ist es übrigens TOTAL überraschend, dass die durch-die-Bank-kaukasischen Firmenknechte unter Anleitung von WeißoMann2000 eine weitere Kausarierin aus dem Tank holen. Total. Wir wissen jedoch alle, dass Kitano #BossDerBosse bleibt, egal, was passiert.

Der heimliche Star des Films dürfte Kaori Momoi sein. Und das wiederum fasst „mein Mick“ in bezaubernde Worte: „One of the best scenes in the entire film is a quiet interlude between a fairly blank Major and a motherly Japanese woman who spontaneously invites her in for tea. Something about the performance of the actress, Kaori Momoi, is extraordinary. Though performing in a language she can barely speak, she brings to the scene a complicated dynamic in which several things seem to be happening at once, all of it beneath the surface.“

MC Jochbeinbruch und DJ Darmextraktor wünsche ich übrigens denjenigen Gesellen, die die Optik des Films mit Perlen wie Ultraviolet vergleichen. Eure Müttaz werde ich mal schön noch alle anrufen, auf dass diese Euch ordentlich und satt verprügeln. Es. Liegen. Welten. Dazwischen.

Philosophisch eingedampfte Massenware ohne Herz. Ach, Ihr klingt so schrecklich zynisch. Gut, es ist nicht leicht, Huntsman zu verzeihen. Ich werde mich nicht dafür rechtfertigen, dass mich dieser Film unterhielt, aber nicht herausforderte.