Streaming-Sichtung „Love, Death & Robots“

Love, Death & Robots ist eine US-amerikanische Science-FictionAnthologieFernsehserie. Sie besteht aus 18 Kurzgeschichten verschiedener Künstler aus der ganzen Welt.[1] Die Erstveröffentlichung fand weltweit am 15. März 2019 auf dem Streaming-Portal Netflix statt.“ (Quelle)

Omnipräsenter Vorwurf meiner Timeline: „we get a lot of the same thing: masculine, violent, darkness.“ (exemplarisch aus der indiewire-Besprechung). Kann man nicht abstreiten. Aber das bringt nicht weiter und verharrt als Kritik auf der Stelle (genauso wie das Objekt der Kritik).

Ich denke, EIN Ziel wurde hier definitiv erreicht: Bei den als „am besten“ empfundenen Geschichten möchte man tiefer in die Welt eintauchen, verweilen und … sich daran erfreuen wie erschrecken zugleich.

Meine drei Lieblinge:

  1. Jenseits des Aquila-Rifts
  2. Raumschiff Nr. 13
  3. Nacht der Fische

 

Streaming-Sichtung „Digital Man“

Der DIGITAL MAN ist ein Prototyp einer neuen Cyborg-Generation. Ausgerüstet mit einem enormen Waffenarsenal, soll er für heikle Situationen eingesetzt werden. Schon der erste Einsatz ist ein voller Erfolg. Doch einige mächtige Männer des Generalstabs haben etwas gegen den Einsatz dieses Cyborgs. Und so wird ein Elite-Team losgeschickt, um den DIGITAL MAN zu terminieren.“ (Quelle)

Wo…wo ist der Wein? Das Bier? Ich halte es kaum noch…Abspann. Geschafft.

Lektüre beendet „Autonom“ (Annalee Newitz)

„In ihrer Science-Fiction-Geschichte erkundet US-Autorin Annalee Newitz die Sexualität und Liebe zwischen Mensch und Maschine. Ein kluger Debütroman über Künstliche Intelligenz und ein Aufruf zu mehr Offenheit.“ (Quelle)

In dieser Welt möchte man verweilen. Sie ist faszinierend und abschreckend zugleich, kurzum – sie lässt einen als Leser nicht kalt, nicht indifferent zurück und das ist doch im Grunde schon einmal die halbe Miete. Newitz hat diese Welt zudem mit einigen interessanten Charakteren bestückt – das gibt es einen ehemaligen Kindersexsklaven und einen Roboter, der sich (nicht nur seine Sexualität!) finden möchte.

Die Lektüre eignet sich für ein verregnetes Wochenende. Und ich hoffe, Newitz legt nach.

Hörspiellauschung „Chemie der Erinnerungen“

„Mit seinen ersten Erfolgen auf den Gebieten der Gedächtnisübertragung und Erinnerungslöschung hat sich Prof. Hegewald das Ziel gesetzt, Geisteskranke durch partielle Gedächtnislöschung von den Auslösern ihrer Psychosen zu befreien. Die Methode läßt jedoch nicht zu, einzelne Erinnerungen zu löschen, sondern lediglich eine Amnesie auszulösen. Das Pharmakonsortium, dass seine Arbeit finanziert, ist an der Totallöschung jedoch mehr interessiert, denn damit hätten sie absolute Macht über Menschen. Diktatoren unterstützen die Methode, um sie für Indoktrination nutzen zu können. Als es Hegewald ablehnt, mit inhaftierten Dissidenten zu experimentieren, inszenieren seine Arbeitgeber einen tödlichen Unfall.“

(DRAS: Science Fiction im Hörspiel 1947-1987)

Im Grunde unnötig kompliziert erzählt, sehr viele Abzweigungen, die verlaufen. Aber ein spannendes Thema – Erinnerungskultur und die Manipulation derer.

 

DVD-Sichtung „Alpha Alpha“

Alpha Alpha ist eine deutsche Science-Fiction-Serie von Wolfgang F. Henschel (Buch und Regie), die sich mit Übersinnlichem beschäftigte (…).“ (Quelle)

Wie so viele andere Seher, stieß auch ich auf diese Serie, nachdem ich im Umfeld von Das Blaue Palais nach ähnlichen deutschen Formaten die Augen offen gehalten hatte. Gerade als Münchner macht es übrigens Spaß, diese Agenten-Serie zu sehen; zahlreiche Schauplätze (Olympiapark, Märchenpark, Isar, Innenstadt) wirken nach einem fast halben Jahrhundert seltsam entrückt.

„Wo Bonds Lizenz zum Töten zur konsequenzlosen Allmachtsphantasie einlädt, indem sie ihren Besitzer außerhalb der moralischen Ordnung stellt, stellt Dahlens Gewissensdiktat die moralische Ordnung der Hierarchien und Bürokratien, der Staaten und Staatenverbände in Frage.“ (Quelle)

Streaming-Sichtung „Illang: The Wolf Brigade“

„Illang: The Wolf Brigade (Originaltitel: 인랑 IllangWerwolf‘) ist ein südkoreanischer Science-FictionActionthriller von Kim Jee-woon aus dem Jahr 2018. Es ist eine Realverfilmung des Animes Jin-Roh von Hiroyuki Okiura und Mamoru Oshii.“(Quelle)

Während die Action meist sehr knackig und stimmig inszeniert ist, hapert es gewaltig in den ruhigeren Szenen. Was da sehr vollmundig als Politthriller versprochen wird, trägt die leider Inszenierung nicht. Disclaimer: Ja, Anime gesehen. Ja, gefiel mir sehr gut.

Lektüre beendet „Maschinensommer“ (John Crowley)

„Der junge Sprechendes Schilfrohr lebt in einer Welt, in der es keine Technologie mehr gibt und in der man sich an unsere Gegenwart nur noch in Mythen erinnert. Artefakte aus unserer Zeit sind erhalten geblieben, doch niemand weiß mehr etwas damit anzufangen. Die Gesellschaft und die Menschen haben sich stark verändert – sowohl durch Genmanipulation als auch durch einen schon lange zurückliegenden Besuch von Aliens. Sprechendes Schilfrohr verliebt sich in Einmal-am-Tag, und als sie das Dorf verlässt, reist er ihr kurzentschlossen hinterher – und entdeckt die Wunder und Gefahren seiner Welt.“ (Quelle)

Als Tipp von diezukunft.de aufgeschnappt. Ältere Ausgabe gebraucht geordert. Verwirrt zurückgelassen. EsoFi vom Feinsten. Mehr kann man mal wieder nicht erwarten.