Lektüre beendet „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ (Yuval Noah Harari“

„Eine kurze Geschichte der Menschheit“ heißt der Sachbuch-Bestseller aus Israel, der jetzt auch in deutscher Übersetzung vorliegt. Der Erfolg des Geschichtsprofessors Yuval Noah Harari liegt, wie die kleine Kostprobe seines Denkens oben zeigt, neben der farbigen Sprache vor allem in seinem außergewöhnlichen Blickwinkel begründet. Aus luftiger Vogelperspektive gleitet Harari über die Jahrtausende und bietet viel: spektakuläre Panoramen, plötzliche Sturzflüge in Details, unkonventionelle Interpretationen und eine üppige Vielfalt an Wissen aus Archäologie, Biologie, Religionssoziologie, Wirtschaft und Mathematik.“ (Quelle)

Eine Mammut-Aufgabe…und ZEIT ONLINE weiß genau, wer diese bewältigen kann: „Wenn das einer kann, dann der junge Universalhistoriker Yuval Noah Harari, der mit großer Lässigkeit, faszinierendem Wissen und einer guten Portion Humor die Entwicklung der Menschheit beleuchtet. “ Und ja, es ist schwierig, sich dieser Behauptung entgegen zu stellen. Gerade seine leichtgängige Sprache scheint es zu sein, die den Flug zu angenehm gestaltet, obgleich vor allem seine Verwendung des Begriffes „Humanismus“, besonders des „evolutionären“ vieler Ortes auf Gegenwehr stoßen dürfte.

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Lektüre beendet „Das Ende des Römischen Reiches – Verfall und Untergang einer Weltmacht“ (Hg. J. Saltzwedel)

„Jahrhundertelang hat das Römische Reich die Region rund um das Mittelmeer geprägt. Selbst als seine Macht weithin zur Legende geworden war, galt der Caesarenstaat als Inbegriff weltlicher Herrschaft. Woher rührte die unglaubliche Stabilität dieser antiken Supermacht? Wann begann ihr Niedergang- und was löste ihn aus? Gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlern schildern SPIEGEL-Autoren das Ende des Römischen Reiches und fragen nach der bleibenden Bedeutung seiner Kultur und Geschichte. Der Glanz des Römischen Weltreiches ist bis heute nicht verblasst. Von Rom über Pompeji bis an den Limes bestaunen Jahr für Jahr Hunderttausende Touristen die Überreste der römischen Kultur. Unvorstellbar scheint beim Anblick der architektonischen Meisterleistungen, dass die antike Supermacht untergehen konnte. Doch wann und warum begann der Niedergang des Imperiums? Bereits im Jahr 9 n. Chr., als in der Varusschlacht drei römische Legionen vernichtet wurden? Oder kam das Ende schleichend, eine tödliche Mischung aus äußeren Feinden und inneren Fehlentwicklungen?“ (Quelle)

Also, das Entscheidende habe ich mitgenommen, im 1. und 2. Jahrhundert nach Christus war Rom DER heißeste Club auf der Weltkarte! Optimale Bahn-Portionierung – in zwei Tagen weggelesen ließ der Band vieles aus meinem Schulunterricht wieder präsent werden.

 

Lektüre beendet „Homo Deus“ (Yuval Noah Harari)

„In Homo Deus, Yuval Noah Harari examines humanity’s future, offering a vision of tomorrow that at first seems incomprehensible but soon looks undeniable: humanity will soon lose not only its dominance, but its very meaning. Over the past century, humankind has managed to turn the uncontrollable forces of nature—namely, famine, plague, and war—into manageable challenges. Homo Deus explores the projects, dreams, and nightmares that will shape the twenty-first century, from overcoming death to creating artificial life. But the pursuit of these very goals may ultimately render most human beings superfluous. We cannot stop the march of history, but we can influence its direction.“ (Quelle)

Einmal so locker schreiben können wie dieser Herr. Wunderbare Lektüre. So locker. So schneidend.

Lektüre beendet „Hit Makers: The Science of Popularity in an Age of Distraction“ (Derek Thompson)

„In Hit Makers: The Science of Popularity in an Age of Distraction (Penguin Press, 344 pp.), Thompson, a senior editor at The Atlantic, has written a wonderful book full of such wonderings. He wonders all over the place, as befits a man who likes Shakespeare as well as the movie Dumb and Dumber.“ (Quelle)

Da ist Herrn Thompson tatsächlich etwas sehr Unterhaltsames gelungen! Dass der Hit zwischen „neophob und neophil“ liegt, man eine „gefühlte Wahrheit“ sein, doch der Autor steigt nicht eine, sondern mindestens drei Etagen tiefer ein und hat dabei noch locker Zeit, um über sein eigenes Werk zu plaudern. Schön.

Lektüre beendet: „Die Explosion des Wissens“ (Peter Burke)

„Die öffentliche Diskussion über das Wissen wird täglich und in allen Medien geführt: Was wissen wir, was weiß man über uns, und wie können wir die Hoheit über dieses Wissen behalten oder zurückerlangen? Wieso bemühen wir heute, wenn wir etwas wissen wollen, eine Suchmaschine? Warum werden wir zu »Informationsgiganten«, laufen aber Gefahr, zu »Wissenszwergen« zu verkommen? Welche Folgen hat die McDonaldisierung des Wissens? Die meisten Beiträge zur Debatte über das Wissen nähern sich dem Thema in praktischen Einzelaspekten oder stochern im Nebel medienwissenschaftlicher Theorien. “ (Quelle)

Das liest sich flott, gut und kann wunderbar portioniert werden. Kurzum: Das besorge man sich gerne!

Lektüre beendet „Deconstructing History“ (Alun Munslow)

„Few historians now maintain that they write „the“ truth about the past. Deconstructive readings of history and sources have changed the entire discipline of history. In this text the author examines history in the postmodern age. He provides an introduction to the debates and issues of postmodernist history. He also surveys the latest research into the relationship between the past, history and historical practice as well as forwarding his own challenging theories. The author details issues of both empiricist and deconstructionist positions and considers the arguments of major proponents of both stances. The text includes: an examination of the character of historical evidence; exploration of the role of historians; discussion of the failure of traditional historical methods; chapters on Hayden White and Michel Foucault; and an evaluation of the importance of historical narrative.“ (Quelle)

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Dieser reaktionäre Schmierfink ohne Sinn und Geist machte mir die Kaufentscheidung leicht. Ich orderte sofort (am liebsten zweimal).

Okay, die Wahrheit ist eine andere. Ich kam via YouTube auf den Historiker.

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Ich kann die Positionen aus Munslows Werk sehr gut nachvollziehen und hege große Sympathien für sie. Seine Sprache ist angenehm, seine Überlegungen klar strukturiert – sie holen den Leser immer dann ab, wenn er droht, etwas nicht zu verstehen.

Lektüre beendet: „Operation Paperclip. The Secret Intelligence Program to Bring Nazi Scientists to America“ (Annie Jacobsen)

„In the chaos following World War II, the U.S. government faced many difficult decisions, including what to do with the Third Reich’s scientific minds. These were the brains behind the Nazis‘ once-indomitable war machine. So began Operation Paperclip, a decades-long, covert project to bring Hitler’s scientists and their families to the United States. Many of these men were accused of war crimes, and others had stood trial at Nuremberg; one was convicted of mass murder and slavery. They were also directly responsible for major advances in rocketry, medical treatments, and the U.S. space program. Was Operation Paperclip a moral outrage, or did it help America win the Cold War?“ (Quelle)

Konservative, Freunde von Realpolitik und Gesinnungsethiker bekommen ebensolche Sorgenfalten auf der Stirn wie ihre politischen Gegenparte: Während das Schlechte, Uneinsichtige und Karrieristische im Menschen nach der Lektüre abschreckt (Geheime US-Kommandoaktionen, um Naziforscher und deren Ergebnisse in die eigene Agenda im Kalten Krieg einzubinden), taucht an jeder Ecke die Frage auf, ob die Paranoia zu Alternativlosigkeit trieb? Stalin stand bereits in jedem US-Wohnzimmer – da greift man schon gerne einmal auf Giftgaserfindungen aus toitschen Landen zurück! Eines steht fest: Die Frage, die in diesem Buch immer wieder gestellt wird, kann klar beantwortet werden: Nein, nicht jeder bekommt das, was er verdient.