Let’s-Play-Sichtung „The Nightfall“

„The Nightfall setzt laut der Entwickler weniger auf blutige Splattereffekte, sondern auf feinen und gezielt eingesetzten Psycho-Horror, den der Spieler in der Ego-Perspektive möglichst nahe erleben soll. Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle von Victoria, die die erste Nacht im neuen Heim alleine verbringen muss, da Ehemann und Kinder erst am darauffolgenden Tag nachreisen können. Beginnend mit Schlaflosigkeit und einem unwohlen Gefühl entwickelt sich Victorias Nacht nach und nach in einen absoluten Albtraum – den sie, abhängig von euren Entscheidungen, mehr oder weniger unbeschadet übersteht.“ (Quelle)

Man merkt deutlich, unter welch engem Budget die Entwickler operieren mussten. Geschenkt also (Synchro, Animation u.a.). Eine Art von Countdown im Hintergrund laufen zu lassen, vor dem sich die Ereignisse abspielen, finde ich auch in Ordnung. Treibt voran und bildet doch gleichzeitig Zäsuren zum Durchatmen. Allerdings – so zumindest im LP – war das arge Abgrasen der sehr dunklen Räume nur bedingt attraktiv. Warum man sich für diese super-super-deutsche-Abspann-Musik entschieden hat, wird ein Rätsel bleiben. Zis Inglisch, zis inglisch.

Let’s-Play-Sichtung „Through the Woods“

„In Through the Woods blicken wir einer jungen Frau namens Karen über die Schulter, während sie einen unfreiwilligen Waldlauf nahe der norwegischen Küste macht. Denn gleich zu Beginn des Spiels wird ihr Sohn Espen gekidnappt – von einem unheimlichen alten Mann in einem uralten Holzboot. Nur mit einer Taschenlampe bewaffnet hetzen wir mit Karen nahe der Küste hinterher. “ (Quelle)

Man wünscht sich beinahe, dass da ein größeres Studio mit etwas mehr Geld sich hätte versuchen dürfen – denn diese Geschichte um Verlust und Schuld ist im Grunde eine, in der man sich als SpielerIn wunderbar verlieren hätte können, wenn nicht immer wieder so eklatante technische Defizite ins Auge springen würden – gerade die Animationen in den Zwischensequenzen lassen alles ganz schrecklich albern wirken.

Let’s-Play-Sichtung „Rise of Insanity“

„Wie in einem guten (oder auch schlechten) Horrorfilm wacht ihr zu Beginn ohne Anhaltspunkt in einem Anwesen auf. Ihr durchsucht die karg gestalteten Räume nach Hinweisen darauf, was geschehen ist und wer ihr seid. Die Räume sind düster, ständig scheint eine Bedrohung in der Luft zu schweben. Ihr seht schemenhafte Gestalten, Schatten streifen umher, Stimmen rufen nach euch. Ein Echo der Vergangenheit hallt durch das Haus. Dies ist der Grundton von Rise of Insanity.“ (Quelle)

Das Spiel scheint sich selbst nicht zu trauen, die Schauplätze wechseln sehr oft, die Jump Scares richten nur bedingt Wirkung an. Die Auflösung der Geschichte ist Krimistandard – also nicht sonderlich bemerkenswert.

Let’s-Play-Sichtung „Anatomy“

Anatomy is a Psychological Horror game created by Kitty Horrorshow. The game starts with the player inside of an empty and abandoned home, with the only company in it are cassette tape recordings from someone who had been in there prior, which the player finds throughout the house. The person on the tapes describes that a house is very resemblent of the human mind and body, and goes into detail why it therefore can’t be trusted.“ (Quelle)

Erst neulich las ich etwas über den „spekulativen Realismus“  – eine Denkrichtung, die unbelebten Objekten Autonomie zubilligt (aka Subjekt – Mensch – Mittelpunkt no more). Und das Haus in Anatomie…well. Es erschien mir sofort einleuchtend.

LetsPlay-Sichtung beendet „Scanner Sombre“

„Scanner Sombre is the latest game by Introversion Software, the team that brought you Uplink, Darwinia, DEFCON, and Prison Architect. It’s definitely pretty, but what if anything is going on beneath the surface?“ (Quelle)

Immer dann, wenn uns ein Medium befehlen möchte, etwas zu empfinden, wird es aufdringlich. Und dies ist um so schlimmer je weniger es jenes nötig hätte. Scanner Sombre ist so ein Fall. Sei überwältigt! Sei gerührt! Sei geängstigt! Ja, doch! Es wirkt dann wie die armen Eltern, die dem Nachwuchs klar machen, er solle jetzt endlich zum Essen runterkommen oder möge den Müll rausbringen.

Über die etwa siebzig Minuten Spielzeit verlor die Optik nicht an Zugkraft und blieb gleichermaßen faszinierend. Leider versucht Introversion jedoch durch die Geschichte mir fortlaufend einzuimpfen, was ich gerade fühlen soll und das ist – angesichts der etwas schwachen Schreibe – meist arg herbei gekünstelt.

 

Let’s-Play-Sichtung beendet „Observer“

Observer (stylised as >OBSERVER_) is a cyberpunk horror video game developed by Bloober Team and published by Aspyr for release on Microsoft Windows, PlayStation 4 and Xbox One on 15 August 2017.“ (Quelle)

Als, hihi, hoho, Beobachter dieses Let’s Play fühlte ich mich äußerst gut unterhalten. Observer trifft genau den richtigen Ton für mich – inhaltlich wie formal.

Let’s Play beendet „P.O.L.L.E.N.“

Pollen is a first-person sci-fi mystery exploration video game developed by Finnish company Mindfield Games for Microsoft Windows. Pollen is playable on regular monitors and Oculus Rift virtual reality headsets (beta), and will be playable on HTC Vive.[1] The game takes place in an alternate timeline of humanity’s history, on a research base called Station M found on Saturn’s largest moon Titan. The gameplay centers around semi-linear first person exploration, allowing the player to discover the story through puzzles and interacting with the objects around them.“ (Quelle)

Schöner Alternativ-Wurf, tolles Raum- und Audiodesign, aber wozu die albernen Puzzles? Drei Stunden dauerte das Let’s Play und der Kollege gab ziemlich Gas.