Lektüre beendet „How to Ruin Everything“ (George Watsky )

„In this brutally honest and humorous debut, musician and artist George Watsky chronicles the small triumphs over humiliation that make life bearable and how he has come to accept defeat as necessary to personal progress. The essays in How to Ruin Everything range from the absurd (how he became an international ivory smuggler) to the comical (his middle-school rap battle dominance) to the revelatory (his experiences with epilepsy), yet all are delivered with the type of linguistic dexterity and self-awareness that has won Watsky devoted fans across the globe. Alternately ribald and emotionally resonant, How to Ruin Everything announces a versatile writer with a promising career ahead.“ (Quelle)

Auch wenn ich offenbar ein ziemlich langweiliges Studentenleben geführt habe, muss ich sagen, dass mich die Lektüre nicht enttäuscht hat, ich vermute, als Audiobook klappt das sogar noch besser.

Lektüre beendet „Anti-Europäer“ (Claus Leggewie)

„Was verbindet den norwegischen Massenmörder Anders Breivik, den russischen Intellektuellen Alexander Dugin und den syrischen Dschihadisten Abu Musab al-Suri? Claus Leggewie erkennt in ihnen Repräsentanten von Weltanschauungen, für die trotz aller Unterschiede und Gegensätze die Feindschaft zu offenen Gesellschaften gleichermaßen zentral sei. Leggewie analysiert Schriften, Biografien sowie Milieus der Drei und zeigt ihre parallelen Feindbilder auf: Im Rückgriff auf antimoderne Ideen vom Anfang des 20. Jahrhunderts wetterten sie gegen Demokratie, Pluralismus, Emanzipation, Globalisierung und den angeblich dekadenten Westen. Das Erstarken identitärer und autoritärer Stimmungen mache die europäische Öffentlichkeit besonders anfällig für diese nur scheinbar gegensätzlichen Ideologien. Um deren Zerstörungspotenzial durch Worte und Waffen nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, ruft Leggewie nach kreativen und positiven Zukunftsentwürfen für Europa und die Welt.“ (Quelle)

Eine schnelle, flotte Lektüre.

Lektüre beendet „Nordic Art The Modern Breakthrough 1860-1920“

„Stimmungsvolles Licht und ausdrucksstarke Farben zeichnen die nordische Malerei aus. Die Künstler tragen mit ihren Bildern maßgeblich zur Identitätsbildung ihrer Länder bei. Sie zeigen die landschaftliche Schönheit des europäischen Nordens in unterschiedlichen Stimmungen. Der Hirmer Katalog „Aus Dämmerung und Licht veröffentlicht nun erstmals die großartigen Werke nordischer Meister wie Munch und Zorn aus der Zeit zwischen 1860 und 1920.“ (Quelle)

260 Seiten, 122 Farbtafeln, 41 Abbildungen in Farbe und 11 in Schwarz-Weiß – ein wunderbarer Katalog mit ein paar wunderbaren Essays und einer famosen Einführung.

Lektüre beendet „Zornpolitik“ (Uffa Jensen)

„Gäbe es ein Messgerät für die Intensität kollektiver Gefühle, es würde derzeit Spitzenwerte anzeigen: In den politischen Debatten sind vielerorts Wut, Hass und Angst an die Stelle rationaler Argumente und gegenseitiger Rücksichtnahme getreten. Uffa Jensen verfolgt die Ursprünge der Zornpolitik bis ins 19. Jahrhundert zurück und erläutert, wie solche Gefühle der Ablehnung funktionieren. Dabei wird deutlich, dass Emotionen gerade in Auseinandersetzungen über gesellschaftliche Andere wie Flüchtlinge, Muslime oder Juden hochkochen und bewusst instrumentalisiert werden. Aus den historischen Zusammenhängen zwischen Vorurteilen und Gefühlen leitet Jensen Strategien ab, mit denen wir der aktuellen Welle des politischen Furors begegnen können.“ (Quelle)

Die knapp 180 Seiten lesen sich angenehm flott und geben hier und da wunderbare Denkanstöße – vor allem , was Begrifflichkeiten angeht, kann Jensen punkten.

Lektüre beendet „Frau Jenny Treibel“ (Theodor Fontane)

Frau Jenny Treibel oder „Wo sich Herz zum Herzen find’t“ ist ein Roman Theodor Fontanes. Von Januar bis April 1892 in der Deutschen Rundschau vorabgedruckt, Ende 1892 (mit der Jahreszahl 1893) als Buch ausgeliefert, gewann der Roman sehr schnell die Gunst von Publikum und Kritik, die er bis heute ohne erkennbare Einschränkung bewahrt hat. Halb ironisch wird dem Leser eine Geschichte nach dem Muster einer Komödie vorgeplaudert. Es geht um Besitz und das mit ihm verbundene gesellschaftliche Ansehen, um Bildung versus Besitz, um Poesie, echte und falsche Gefühle.“ (Quelle)

Der Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Wertekanon der großbürgerlichen Gesellschaft: Lieber dem Feudaladel nachstreben, als eigene politische und gesellschaftliche Konzepte entwickeln.

Lektüre beendet „Harmony“ (Satoshi Itō)

„In a future period called the „Maelstrom“, nuclear war and disease have plagued and destroyed the world, including the United States. To prevent new horrors, the world was divided into several smaller states. Each state is defined as an ethical, solidarity and futuristic society which is controlled by „admedistration“, facilities where nanotechnology is used for medical purposes, to allow better living. But in Japan, the young Tuan Kirie and her friends Miach Mihie and Cian Reikado start a protest against this kind of company and control over their lives, refusing food and medication and get up to suicide but Tuan and Cian fail to protest. Thirteen years later, Tuan works for the World Health Organization in international medical police forces, still faithful to her ideas: the meeting after years with Cian gives the start to an investigation in which discover the truths and threats behind the „perfect“ world.“ (Quelle)

Young Adult SciFi with a twist. Vielleicht am ehesten so. Wille und Gewissen als letzte Instanzen der endgültigen Menschwerdung. Lassen wir das Tierische hinter uns – entledigen wir uns des Unlogischen. Lassen wir endlich der Evolution ihren freien Lauf. Also, indem wir ihr ein wenig auf die Sprünge helfen.

Lektüre beendet „How To Live Safely In A Science Fictional Universe“ (Charles Yu)

„A lonely time machine repairman and his dog, drifting through a „minor universe“ owned by Time Warner Time, spend their days rescuing people from temporal paradoxes. Charles Yu’s first novel is a goofy, sad mindbender about getting stuck outside time.“ (Quelle)

Bei Kirkus heißt es: „A fascinating, philosophical and disorienting thriller about life and the context that gives it meaning.“ Hm, hier, hm, da. Die New York Time eher so: P“layful meta-science-fiction“. Joah, da finde ich mich schon wieder. Die Gravitas kann ich dem Stück nicht abnehmen. Aber den Humor und die tragischen Momente. Und die einfallsreichen bewundere ich.