Lektüre beendet „Harmony“ (Satoshi Itō)

„In a future period called the „Maelstrom“, nuclear war and disease have plagued and destroyed the world, including the United States. To prevent new horrors, the world was divided into several smaller states. Each state is defined as an ethical, solidarity and futuristic society which is controlled by „admedistration“, facilities where nanotechnology is used for medical purposes, to allow better living. But in Japan, the young Tuan Kirie and her friends Miach Mihie and Cian Reikado start a protest against this kind of company and control over their lives, refusing food and medication and get up to suicide but Tuan and Cian fail to protest. Thirteen years later, Tuan works for the World Health Organization in international medical police forces, still faithful to her ideas: the meeting after years with Cian gives the start to an investigation in which discover the truths and threats behind the „perfect“ world.“ (Quelle)

Young Adult SciFi with a twist. Vielleicht am ehesten so. Wille und Gewissen als letzte Instanzen der endgültigen Menschwerdung. Lassen wir das Tierische hinter uns – entledigen wir uns des Unlogischen. Lassen wir endlich der Evolution ihren freien Lauf. Also, indem wir ihr ein wenig auf die Sprünge helfen.

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Lektüre beendet „How To Live Safely In A Science Fictional Universe“ (Charles Yu)

„A lonely time machine repairman and his dog, drifting through a „minor universe“ owned by Time Warner Time, spend their days rescuing people from temporal paradoxes. Charles Yu’s first novel is a goofy, sad mindbender about getting stuck outside time.“ (Quelle)

Bei Kirkus heißt es: „A fascinating, philosophical and disorienting thriller about life and the context that gives it meaning.“ Hm, hier, hm, da. Die New York Time eher so: P“layful meta-science-fiction“. Joah, da finde ich mich schon wieder. Die Gravitas kann ich dem Stück nicht abnehmen. Aber den Humor und die tragischen Momente. Und die einfallsreichen bewundere ich.

Lektüre beendet „Solar“ (Ian McEwan)

Solar is a novel by author Ian McEwan, first published on 18 March 2010 by Jonathan Cape, an imprint of Random House. It is a satire about a jaded Nobel-winning physicist whose dysfunctional personal life and cynical ambition see him pursuing a solar-energy based solution for climate change.“ (Quelle)

Wissenschaftsbetriebskarikatur, Ökothriller, Semibiographie eines Unsympathen? Das alles und dazu noch in einem wunderbaren Erzähltempo. Das alles ist Solar.

Lektüre beendet „Kosmopolitanismus – Ideal und Wirklichkeit“ (David Held)

„Drei Schlüsselbegriffe stehen im Zentrum der zeitgenössischen politischen Theorie: Demokratie, Globalisierung und Kosmopolitanismus. Jeder dieser Begriffe bezieht sich sowohl auf eine Reihe von Ideen als auch auf konkrete soziale Entwicklungen, die prägend für die Lebenswelt des 21. Jahrhunderts sind. David Held untersucht in seinem Buch die Beziehung dieser Begriffe zueinander und entwickelt so eine systematische politische Theorie eines Kosmopolitanismus auf der Höhe der Zeit. Dabei arbeitet er die Hauptprinzipien und Begründungselemente dieser Theorie heraus und legt dar, welche Rolle diese bei der Entwicklung globaler politischer Handlungsräume und -strukturen, wie etwa der Begründung und Politik der Menschenrechte, gespielt haben.“ (Quelle)

Das interessanteste Einsicht in Helds Seiten ist vielleicht – trotz einer grundlegenden Skepsis des Autoren, wie das „menschliche Kapitel“ auf diesem Planeten enden wird, wird er nicht müde aufzuzueigen, wie es anders auch ginge. Und seine – für viele schmerzhaften – Richtungswechsel sind ein großer Wurf. Natürlich zu groß. Und vielleicht müssen diese derart grundlegend sein, damit fünf Prozent davon in Erfüllung gehen und die Uhr noch weiter nach hinten gestellt werden kann.

Lektüre beendet „Radikale Erschütterungen. Körper- und Gender-Konzepte im neuen Horrorfilm“ ( Susanne Kappesser)

„Frauen im Horrorfilm sind entweder Opfer oder erhalten die berühmte Rolle des »Final Girls« – der letzten Überlebenden, die den Serienkiller meist zur Strecke bringt –, und fast immer werden sie stark sexualisiert dargestellt. Nicht so im modernen französischen Genrekino. Die französischen Terrorfilme der letzten 15 Jahre fallen nicht nur wegen der drastischen und realistischen Darstellung von Gewalt auf (»neue französische Härte«). Sie haben auch Frauenfiguren hervorgebracht, die es bisher in dem Genre noch nicht gab. Es scheint, als seien autonome und selbstreflexive Frauen die neue Quelle des Horrors. Anhand der wichtigsten Filme des Genres wie etwa HIGH TENSION, MARTYRS, FRONTIER(S) und INSIDE untersucht die Autorin mittels neuerer Ansätze der Körper- und Gendertheorie die Repräsentationen des Körperhorrors. Ihre zentrale These: Weibliche Figuren, die sich heteronormativen Körperkonzepten entziehen, werden zu monströsen Gestalten. Die Verhandlungen mit tradierten Vorstellungen von Körperlichkeit erfolgen dabei in drei Schritten: Irritation, Angriff und Erschütterung – die Leinwandkörper greifen unsere gegenwärtigen Konzeptionen von Geschlecht und Körper an, und es wird deutlich: Die Quelle des Terrors liegt in unserer eigenen sozialen Wirklichkeit.“ (Quelle)

Ein schönes Close-Reading einiger meiner Lieblingsterrorfilme der letzten Jahre, welche ich regelmäßig als Date Movies empfehle.

 

Lektüre beendet „Thinking the Twentieth Century“ (Tony Judt)

„In this marvellous book, two explorers set out on a journey from which only one of them will return. Their unknown land is that often fearsome continent we call the 20th century. Their route is through their own minds and memories. Both travellers are professional historians still tormented by their own unanswered questions. They needed to talk to one another, and the time was short.“ (Quelle)

Sich als der eine unwissende Zipfel im Raum fühlen? Nein, ich re-phrasiere: Sich humbeln lassen. Oder so. Eine unheimliche tolle, eindrückliche und inspirierende Lektüre.

 

Lektüre beendet „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ (Yuval Noah Harari“

„Eine kurze Geschichte der Menschheit“ heißt der Sachbuch-Bestseller aus Israel, der jetzt auch in deutscher Übersetzung vorliegt. Der Erfolg des Geschichtsprofessors Yuval Noah Harari liegt, wie die kleine Kostprobe seines Denkens oben zeigt, neben der farbigen Sprache vor allem in seinem außergewöhnlichen Blickwinkel begründet. Aus luftiger Vogelperspektive gleitet Harari über die Jahrtausende und bietet viel: spektakuläre Panoramen, plötzliche Sturzflüge in Details, unkonventionelle Interpretationen und eine üppige Vielfalt an Wissen aus Archäologie, Biologie, Religionssoziologie, Wirtschaft und Mathematik.“ (Quelle)

Eine Mammut-Aufgabe…und ZEIT ONLINE weiß genau, wer diese bewältigen kann: „Wenn das einer kann, dann der junge Universalhistoriker Yuval Noah Harari, der mit großer Lässigkeit, faszinierendem Wissen und einer guten Portion Humor die Entwicklung der Menschheit beleuchtet. “ Und ja, es ist schwierig, sich dieser Behauptung entgegen zu stellen. Gerade seine leichtgängige Sprache scheint es zu sein, die den Flug zu angenehm gestaltet, obgleich vor allem seine Verwendung des Begriffes „Humanismus“, besonders des „evolutionären“ vieler Ortes auf Gegenwehr stoßen dürfte.