Hörspiel beendet „Lullaby“ (Teil 1 & 2)

„Doch erst jetzt, als er für eine Zeitung eine Serie mysteriöser Kindstode recherchiert, wird ihm der Zusammenhang klar: Bei jedem der toten Babys liegt ein Buch mit genau diesem Wiegenlied. Ist es möglich, dass ein scheinbar harmloses Schlaflied eine tödliche Wirkung besitzt? Streator probiert das Lied an seinem Chefredakteur aus – und stellt entsetzt fest, wie leicht und verführerisch es ist, mit dieser „Waffe“ zu töten. Was, wenn das Lied in falsche Hände gerät? Streator beschließt, alle erhaltenen Exemplare des Buches zu suchen und zu vernichten. Doch er ist nicht der Einzige, der sich dafür interessiert.“ (Quelle)

Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: WDR 2005
Redaktion: Natalie Szallies

Am besten gefiel mir an die Geschichte die Frage, ob die Wunderwaffe, die man im Kopf hat, nicht doch ihren eigenen entwickelt. Wie oft würde man die Waffe wohl auslösen, ohne es zu wollen. Wie oft würde man „seinen Gefühlen freien Lauf lassen“, auch wenn man nicht der „junge Skywalker“ ist. Kann man gut hören!

Hörspiellauschung beendet „Die Drei ??? Folge 147 – Grusel auf Campbell Castle“

„Adam Campbell hat ein schweres Erbe angetreten: er muss das imposante Schloss seines verstorbenen Vaters in Schuss halten. Bei einer spiritistischen Sitzung meldet sich dessen Geist und spricht von einem sonderbaren Vermächtnis. Natürlich nehmen die drei ??? die Ermittlungen auf. Mit einem Gespenst, davon sind sie überzeugt, haben sie es nicht zu tun! Bis Peter von einer gruseligen schwarzen Hand ins Meer gezogen wird. Erst in letzter Sekunde kann er gerettet werden. Der Zweite Detektiv ahnt Unheilvolles: Wurde er von einem Wassergeist attackiert?“ (Quelle)

Nein, wurde er nicht. Aber das habt Ihr kleinen Neunmalklugen da draußen bereits geahnt, die Auflösung ist wesentlich … trivialer. Macht aber nicht, weil Puzzlestück-Kriminalisten der Marke „ewig großes Kind“ gut bedient werden.

Lektüre beendet „Tomorrow & Tomorrow“ (Thomas Carl Sweterlitsch)

„Die nahe Zukunft. Vor zehn Jahren wurde bei einem Anschlag die Stadt Pittsburgh vollständig ausgelöscht. Mithilfe eines gewaltigen Datenarchivs konnte die Stadt jedoch als virtuelle Simulation wiederhergestellt werden. Hier ermittelt John Dominic Blaxton unaufgeklärte Verbrechen, und insbesondere ein Fall lässt ihn nicht los: Das Bild einer wunderschönen Frau, die ermordet wurde, wird offenbar aus dem Archiv und damit aus der virtuellen Realität gelöscht. Auf der Suche nach Antworten stolpert Dominic über eine grauenvolle Entdeckung.“ (Quelle)

Erneut geht mein Dank an zukunft.de, über die ich an diesen Titel geriet. Ich bin von Tomorrow & Tomorrow sehr angetan; ohne den Zeigefinger zu heben, doch zu jeder Zeit normativ-deskriptiv genug zeigt TCS LeserInnen, in welche sich eine Gesellschaft entwickelt könnte, die sich einem lähmend-dekadent-unpolitischen Cocktail aus Konsumerismus und Virtualität komplett hingibt. Und zwischendrin, zwischendrin…lauert dieser hyperbrutale, abschreckende Thriller, in dessen Zentrum eine verlorene, aber doch tatkräftige Figur steht.

Faszinierend.

Hörspiellauschung beendet „Uniflex 2000-Universal, flexibel, tödlich“ (Birgit Hummler)

Ha, Wissenschaftler und Firmengründer, die vor dem Abgrund stehen und morden! Mit Robotern! Was kann da schon schiefgehen? Eben, alles! Hörenswert!

Autor(en): Birgit Hummler
Produktion: SDR 1990 60 Min. (Stereo) – Originalhörspiel dt.
Genre(s): Science Fiction

Doppelhörspiel-Lauschung „Jonas. Nur Jonas. Und Sam.“

Die Abenteuer von Jonas, dem Detektiv aus Babylon, und seinem vorlauten Computer Sam in den Folgen „Comeback“ und „Abgesang“. Die beiden Teile sind die Fortsetzung und der Abschluss der bekannten Hörspiel-Serie „Der letzte Detektiv“ , eine der erfolgreichsten Hörspielserien des Bayerischen Rundfunk. (…) Wie kam es nun zu den neuen Folgen? Wir empfanden das damalige abrupte Ende der Serie als künstlerische Kastration. Helden wie Jonas sterben nicht solchen Tod, ganz sicher nicht. Insofern war es unsere künstlerische Verpflichtung, der Serie ein würdiges und angemessenes Ende zu geben.“ (Quelle)

Ja, was soll ich sagen? Der letzte Detektiv Babylons ist eine meine Lieblingshörspiel-Erinnerungen. Autor Koser ist ein Ass, die Sprecher ebenso. Ich frage mich, wie es mir entgangen sein konnte, dass hier noch zwei weitere Folgen aufgetaucht sind? Wie dem auch sei, beide sind wunderbar – wunderbar produziert, wunderbar melancholisch. Das Ende – zum Heulen schön, ohne zu kitschig zu sein. Konsequent zudem. Das ist nicht die beste aller Welten…es ist Babylon.

Gratis-Download hier.

Abgehört „Das Ding im Nebel“

„Berlin im Winternebel 1915/16. Die Kaiserstadt wird von einem Massenmörder heimgesucht. Der Journalist Ritter, die Polizistin Fähnlein und der Kriminalkommissar Nemhof gehen dieser geheimnisvollen Mordserie nach. Obwohl sie von der Obrigkeit massiv dabei behindert werden, gehen der Journalist Ritter, die Polizistin Fähnlein und der Kriminalkommissar Nemhof dieser geheimnisvollen Mordserie nach. In den Armenvierteln Berlins – in den schmutzigen, dunklen Straßen von Wedding, Moabit oder Prenzlauer Berg – geht ein unheimliches Monster um, das die Köpfe seiner Opfer zu sammeln scheint. Und doch ist es nur ein Teil eines Rätsels in einem Rätsel.“ (Quelle)

Abgesehen von einem lauen Wortspielwitzchen am Anfang – der Name eines weiblichen Opfers – ist das Stück super. Vorsicht: Mundartalarm! Zeitgeschichte-Input!

Streaming-Sichtung „Final Examination“

Das Leben kann gemein sein. Da hat man gerade noch auf dem FFF einen wirklich erstaunlich unterhaltsamen Film gesehen und da entschließt man sich, mal gemeinsam auf Watchever in der „Horror“-Ecke nachzusehen, mit welchem VoD-Schmankerl man den Tag so ausklingen lassen könnte. Nichtsahnend entscheidet man sich für Final Examination und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Gut, ich weiß nun immerhin, dass bei Watchever Silikonbrüste auch schon als Kriterium für Horror gelten. Irgendwie gemein.