Filmsichtung „Ghost In the Shell“

Wäre es kindisch, meine Überlegungen mit dem Hinweis zu beginnen, dass der 1995/6er-GitS-Anime von der wirkmächtigen Mutter aller Kritikdatenbanken folgendes um die Ohren gehauen bekommt?

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Nein, ich finde nicht, das kann man schon mal so anfangs unterbringen – da es offenbar im allgemeinen Hassregen bezüglich der aktuellen Realverfilmung ausschließlich gefühlte 101er-Wertungen für GitS gibt. Aber ich will so fair sein und zugeben, dass ich drei Mittelfinger bräuchte, um sie alle gleichzeitig hoch zu halten, wenn ich das hier sehe:

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66. Ja, genau. Was kommt als nächstes? Ein orangener Clown als US-Präsident? Man könnte viele Dinge schreiben. Man könnte zum Beispiel bilanzieren: Vielleicht ist der aktuelle Entwurf dazu gut, mehr Leute zu der Quelle zu führen? Doch…was IST die Quelle? GiTS, Manga, Anime, Serie, Spiel? Man könnte ebenso festhalten, dass man in Sorge sei, was dies alles für eine mögliche Akira-Umsetzung bedeute. Oder sofort die Gegenposition einnehmen.

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Wegaz dem rundereren Augem vong Skarled her.

Innerweltlich ist es übrigens TOTAL überraschend, dass die durch-die-Bank-kaukasischen Firmenknechte unter Anleitung von WeißoMann2000 eine weitere Kausarierin aus dem Tank holen. Total. Wir wissen jedoch alle, dass Kitano #BossDerBosse bleibt, egal, was passiert.

Der heimliche Star des Films dürfte Kaori Momoi sein. Und das wiederum fasst „mein Mick“ in bezaubernde Worte: „One of the best scenes in the entire film is a quiet interlude between a fairly blank Major and a motherly Japanese woman who spontaneously invites her in for tea. Something about the performance of the actress, Kaori Momoi, is extraordinary. Though performing in a language she can barely speak, she brings to the scene a complicated dynamic in which several things seem to be happening at once, all of it beneath the surface.“

MC Jochbeinbruch und DJ Darmextraktor wünsche ich übrigens denjenigen Gesellen, die die Optik des Films mit Perlen wie Ultraviolet vergleichen. Eure Müttaz werde ich mal schön noch alle anrufen, auf dass diese Euch ordentlich und satt verprügeln. Es. Liegen. Welten. Dazwischen.

Philosophisch eingedampfte Massenware ohne Herz. Ach, Ihr klingt so schrecklich zynisch. Gut, es ist nicht leicht, Huntsman zu verzeihen. Ich werde mich nicht dafür rechtfertigen, dass mich dieser Film unterhielt, aber nicht herausforderte.

Filmsichtung „Logan“

Logan – The Wolverine ist ein US-amerikanischer Actionfilm über die Comicfigur Wolverine aus der Reihe X-Men des Marvel-Verlages. Es ist nach X-Men Origins: Wolverine (2009) und Wolverine: Weg des Kriegers (2013) die dritte Einzelverfilmung der Titelfigur und der insgesamt zehnte Teil der X-Men-Filmreihe. Der Film ist von der Comicreihe Old Man Logan von Mark Millar inspiriert.[…] Mit einer Laufzeit von über 137 Minuten ist Logan – The Wolverine bislang der längste Wolverine-Solofilm.“ (Quelle)

An medialen und Social-Timeline-Vorschussloberren hatte es bereits nicht gemangelt, als ich gestern Logan in der Münchner „Kleinbühne“ Museum Lichtspiele sah. Und tatsächlich…es menschelt. Endlich! Möchte man da ausrufen. Endlich verabschiedet man sich von jenem supercleanen Look, der mich – besonders an den ersten drei X-Men-Filmen – so störte. Übrigens: Die beiden Wolverine-SpinOffs wussten mich nicht sondelich zu fesseln…wobei mich besonders der 2013er als „Weißel-Mann-elkläle uns bitte unsele Asia-Welt“-Streifen verärgerte.

Jetzt haben wir also eine Mischung aus Familiendrama, Road Movie, sozialem Kommentar (das freie und sichere Amerika ist jetzt Kanada – Idee & Inspiration: zahllose Zombiefilme; niemand hat die Absicht, eine Mauer an der mexikanische Grenze zu bauen, hihi, oh, doch) und Western auf den Tisch bekommen, die mir wesentlich besser mundet. Dass ist jedoch noch kein Grund für mich ist, auf die 8,7 auf imdb anzustoßen, hat unterschiedliche Gründe: Dieser fürchterlich unsympathische Kindsbratzn zum Beispiel. Oder dieser schlimme Jungwolverine als Endgegner – an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten, oder dieser „Schurke“ der wie ein rumänischer Boyband-Bösewicht wirkt und dabei so viel Charisma wie eine Raufasertapete ausstrahlt. Die ewig füchterliche CGI-Arbeit, die auch nach 20 Jahren einfach immer noch erbärmlich aussieht – goldenes Handwerk bleibt bei gore fest eben goldenes Handwerk (siehe The Thing).

Wie es nun weitergeht? Christliche Symbolik wird zum X der X-Men am Ende umgelegt? Invasieren Kinder-Muslim-Terroristen jetzt Kanada? Gut, schaue ich mir an.

Filmsichtung „Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows“

Flugreise zurück aus Japan. Hängenbleiben bei Ninja-Schildkröten. An den Trailer erinnert im Kino. Also gut, warum (nicht):

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2016, der auf der gleichnamigen Comicserie basiert. Der Film ist das Sequel zu Teenage Mutant Ninja Turtles, welcher 2014 erschien. Der Film feierte am 22. Mai 2016 Premiere in New York City. In Deutschland startete der Film am 11. August 2016.“

Geoff Berkshire vom Branchenblatt Variety, urteilte, dass Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows genauso laut, hirnbetäubend und anspruchslos wie der Vorgänger sei und nie von der üblichen Blockbuster-Formel abweiche. Wie gemein. Wie richtig. Genug gesagt.

Filmsichtung „Doctor Strange“

Doctor Strange ist ein US-amerikanischer Superheldenfilm, der im Marvel Cinematic Universe angesiedelt ist. Protagonist ist die titelgebende Figur Dr. Stephen Strange, die auf der gleichnamigen Figur der Marvel Comics basiert. Scott Derrickson übernahm die Regie. Der Protagonist wird von Benedict Cumberbatch dargestellt. Der Film feierte am 20. Oktober 2016 seine Premiere.“ (Quelle)

Ich bin begeistert. Ehrlich.

Doctor Strange schafft es aus dem Stegreif, zusammen mit Winter Soldier, meinen Top-Platzierung im MCU einzunehmen. Woran das liegt? Zum einen kann mit diesen Film sehr entspannt als stand-alone-Produktion genießen. Großes MCU-Wissen wird nicht vorausgesetzt. Zum zweiten spielen hier ein paar Gewichte mit, die ich unheimlich gerne auf der Leinwand sehe: Neben dem Pro- und Antagonist, ist es vor allem Ejiofor, der für mich den in meinen Augen unheimlich trägen SciFi-Schinken Serenity im Alleingang rettete.

Und schließlich die Mischung aus Kamera-Arbeit und Effekten: Das sind überaus spektakuläre Bilder, die uns Strange da ins Auge spült.

Filmsichtung „Findet Dorie“

Findet Dorie (Originaltitel: Finding Dory) ist ein US-amerikanischer 3DComputeranimationsfilm.  Er ist eine Fortsetzung von Findet Nemo (2003). Andrew Stanton, der bereits beim Vorgängerfilm Regie führte, fungierte als Drehbuchautor und neben Angus MacLane als zweiter Regisseur. Findet Dorie stellt den unter Amnesie leidenden Paletten-Doktorfisch Dorie in den Mittelpunkt, der versucht, seine Familie wiederzufinden. Der Film spielt ein Jahr nach den Ereignissen von Findet Nemo und ist an der Küste Kaliforniens angesiedelt. Bereits 2013 war bestätigt worden, dass einige Figuren aus Findet Nemo wieder zu sehen sein werden, darunter Nemo, Marlin und die Bewohner des Aquariums.“ (Quelle)

Ja, das ist ja alles ganz nett. Irgendwie. Aber dann war es das auch wieder. Irgendwie wie Mundspülwasser. Falsch macht man da nichts. Aber nachhaltig? Hm. Nein, ich glaube nicht.

FFF2016-Sichtung: „Mojin: The Lost Legend“

„At the beginning of the 1990s, famous tomb explorer Hu Bayi decided to retire with his fiancée Shirley. But before his wedding, Bayi discovers his first love Ding Shitian, who had supposedly died 20 years ago, is actually still alive. “ (Quelle)

Zu viel. Zu lang. Und zu Mannigfaches von beiden.

130 Minuten CGI-Regen und jede Menge Klamauk. Da muss man durch. Immerhin: Der Trailer lügt nicht.

Kinofilme, die mich zwischen 2000 und 2015 bewegten.

Die Tage machte eine Liste (ICH LIEBE LISTEN!) auf meiner Facebook-Timeline die Runde, auf der BBC-Seite: „For our poll to determine the 100 greatest American films, we surveyed 62 film critics from around the world.“ Es geht dabei um eine Liste der besten Filme des 21. Jahrhunderts. Ich ging also die Aufzählung durch, stellte erstens fest, dass eine reine US-Liste öde ist, und ich sowieso lediglich 31 der 100 gesehen hatte. Selbst ist der Mann – schauen wir uns also mal die Kino-Jahre 2000 bis 2015 an: 100 Filme, die mich lachen, weinen, fiebern, verzweifeln und hoffen haben lassen.

2000

Ghost Dog – The Way of the Samurai

Requiem for a Dream

Battle Royale

Shadow of the Vampire

2001

Crouching Tiger, Hidden Dragon

Ghost World

Millennium Actress

The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring

Kairo

2002

The Royal Tennenbaums

Irreversible

Infernal Affairs

Voices of a Distant Star

2003

Spring, Summer, Fall, Winter…and Spring

28 Days Later

Kill Bill: Volume 1

A Tale of Two Sisters

Dark Water

Memories of a Murder

Zatoichi

Metropolis

2004

Garden State

The Machinist

Shaun of the Dead

Ghost in the Shell II – Innocence

High Tension

Steamboy

The Place Promised In Our Early Days

2005

Charlie and the Chocolate Factory

Ong-Bak

Sin City

Old Boy

Munich

Adams Äpfel

Bittersweet Life

2006

Casino Royale

Children of Men

Paprika

Brick

300

The Girl Who Leapt Through Time

Renaissance

The Host

Pan’s Labyrinth

2007

Eastern Promises

Gone Baby Gone

Sunhsine

The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford

Afro Samurai

Flash Point

The King of Kong: A Fistful of Quarters

rec

2008

Let the right one in

OSS 117: Le Caire Nid d’Espions

Ashes of Time Redux

Chocolate

Pontypool

2009

Fantastic Mr. Fox

District 9

Moon

Red Cliff

The Road

Sky Crawlers

Coraline

Mary & Max

2010

Inception

Summer Wars

Scott Pilgrimm VS. The World

Human Centipede

True Grit

Shutter Island

The Descent

2011

The Artist

Attack the Block

Stake Land

Warrior

Melancholia

Inside

The Guard

2012

Jiro Dreams of Sushi

Drive

ParaNorman

Silver Linings Playbook

Lincoln

The Raid: Redemption

Cabin in the Woods

2013

The Conjuring

Her

2014

Guardians of the Galaxy

The Grand Budapest Hotel

Wie der Wind sich hebt

Perfect Sense

The Babadook

Captain America: The Winter Soldier

Whiplash

2015

Turbo Kid

Ex Machina

Suffragette

Straight Outta Compton

Star Wars: The Force Awakens