Filmsichtung „Jurassic World: Das gefallene Königreich“

Jurassic World: Das gefallene Königreich (Originaltitel: Jurassic World: Fallen Kingdom) ist ein Film von J. A. Bayona, der am 6. Juni 2018 in die deutschen Kinos kam. Bei dem Film handelt es sich um eine Fortsetzung von Jurassic World aus dem Jahr 2015 und damit den fünften Teil der Jurassic-Park-Filmreihe. Eine Fortsetzung ist bereits für 2021 geplant.“ (Quelle)

Ein unterhaltsamer Effektritt.

Aber jetzt mal ganz meta: Bereits im letzten JP-Film sahen die Zuschauer einen Park, in dem es den Besuchern UND der Parkleitung nicht mehr reichte, „echte“ Klonsaurier zu erleben. Neue Kreuzungen mussten an den Start gehen, um die Besucherzahlen hoch zu treiben, schließlich braucht das Land neue Sensationen! Ob den Filmbesuchern wohl klar ist, dass letztlich sie selbst gemeint sind? Der T-Rex im Film reicht uns nicht mehr – wir wollen noch gefährlichere, noch schlauere Kreaturen sehen! Mehr Crossbreed, mehr Horror. Wir sind die Parkbesucher.

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Filmsichtung „Solo: A Star Wars Story“

Solo: A Star Wars Story (oder kurz Solo) ist ein US-amerikanischer Space-Western-Film im Star-Wars-Universum aus dem Jahr 2018. Der Film ist nach Rogue One: A Star Wars Story der zweite Ableger der Star-Wars-Anthology-Filmreihe. Die Regie führte Ron Howard, das Drehbuch schrieben Lawrence Kasdan und sein Sohn Jonathan Kasdan. Kathleen Kennedy, Allison Shearmur und Simon Emanuel sind Produzenten des Films. Der Film handelt von der von George Lucas erdachten Figur Han Solo aus der Star-Wars-Filmreihe. Die Handlung des Films beginnt knapp 14 Jahre vor den Ereignissen von Krieg der Sterne (1977), in der die Figur (dargestellt von Harrison Ford) erstmals auftrat. Alden Ehrenreich übernahm die Rolle als junger Han Solo.“ (Quelle)

Endlich! Der vermeintlich erste Star-Wars-Flop – weiße Bubis der Reaktion schlagen sich auf die Brust! „Teufelszeug!“ und „Das ist kein Krieg der Sterne, sondern SJW-Quatsch!“ Was für armseelige Würstchen das sein müssen. Nein, sind. Euer Geist ist genauso beschränkt wie der des Farmbengels Skywalker, bevor er endlich loslegen darf. Was der Bauer nicht als Star Wars erkennt, das hasst er. Solo. Dieser Film ist beängstigend linear. Der Hauptdarsteller. Sein Spiel ist beängstigend eindimensional. Ein weiblicher Roboter, der dem galaktischen Klassenkampf anschiebt und sexuell selbstbewusst daherkommt? Gewollt, sehr gewollt.

Aber das soll ein Grund sein, den Verantwortlichen Misserfolg zu wünschen? Ihr habt nicht alle Fan-Tassen im Schrank.

Filmsichtung „Isle of Dogs“

„ISLE OF DOGS – ATARIS REISE erzählt die Geschichte von Atari Kobayashi, dem 12-jährigen Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Kobayashi. Als durch einen Regierungserlass alle Hunde der Stadt Megasaki City auf eine riesige Mülldeponie verbannt werden, macht sich Atari allein in einem Miniatur-Junior-Turboprop auf den Weg und fliegt nach Trash Island auf der Suche nach seinem Bodyguard-Hund Spots. Dort freundet er sich mit einem Rudel Mischlingshunde an und bricht mit ihrer Hilfe zu einer epischen Reise auf, die das Schicksal und die Zukunft der ganzen Präfektur entscheiden wird.“ (Quelle)

Vielleicht ist es bezeichnend für die heutige Medienzeit (vulgo: meiner Filterblase), dass ich – noch vor Medieninhalten – vom Protest über sie erfahre. So war es auch diesmal – igendwas scheint Wes Anderson angestellt zu haben…nur was…ah, ja…einen Absatz weiter…kulturelle Aneignung…immernoch DAS Zauberwort des spätimperalistisches Diskurses. Zusammen mit dem Schlagwort des White Washing (siehe Ghost in the Shell oder Doctor Strange) bilden sie aktuell die Speerspitze der kritisch-essayistischen Front gegen Mainstream-Produkte.

Warum der Film dann dennoch das Prädikat BESONDERS WERTVOLL bekommen hat – na, das wird übrigens hier erklärt.

Es ist diese seltsame Mischung (oder vielmehr das an der Oberfläche Unvereinbare), von dem was wir an Ausstattung und Machart sehen (zum Verlieben schön!) und dem, was erzählt wird: Autokratentum, politische Attentate, Genozid, welches schon in Ansätzen Mr. Fox so großartig machte.

Letztlich berichtet der Film aber von einer Weisheit, die das Internet endlich endgültig begreifen muss: Katzen sind niederträchtige Wesen und der Hund der beste Freund des Menschen.

PS: Der Soundtrack. Like, uhm, kinda, sorta…OHMYGAWD!

 

 

Filmsichtung „Avengers: Infinity War“

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Avengers: Infinity War ist ein US-amerikanischer Science-FictionActionfilm, der von den Marvel Studios produziert wird. Es handelt sich nach Marvel’s The Avengers und Avengers: Age of Ultron um den dritten Teil der Avengers-Reihe, und setzt ebenso die Handlungen mehrerer Filme im Marvel Cinematic Universe (MCU) fort (…) Regie, Drehbuch und Kamera werden von demselben Team übernommen, welches bereits The First Avenger: Civil War gedreht hat. (…) Es handelt sich um den 19. Spielfilm innerhalb des MCU, dessen zehnjähriges Bestehen mit dem Film 2018 gefeiert werden wird.“ (Quelle)

Wow. Schon zehn Jahre auf dem Helden-Buckel. Fast 15 Milliarden US-Dollar Einnahmen vor Kinostart von AIW. Und…mindestens genauso viele VFX-Shots in den 19 Filmen (und Serien!) verbraten! Heroen, Schurken, beizeiten einen Tupfer Graufläche in moralischer Ambiguität. Aber in erster Linie eine wirtschaftliche und logistische Meisterleistung. Es wird mit Charakteren, Trademarks, Rechnerkapazitäten kontrolliert jongliert. Und das alles ist auch der neue Ableger. Nach 150 Minuten bleibt eine Türe offen. Muss offen bleiben, denn der Marvel-Drache beißt sich zwar in den Schwanz, bewegt sich aber dennoch mächtig und schwer weiter über die Kino-Lande. Wir atmen durch und verlassen um kurz vor drei Uhr nachts das Kino. Aliens. Ein sehr alter Film.

 

Filmsichtung „Ready Player One“

Ready Player One ist ein Science-Fiction-Thriller von Steven Spielberg, der am 29. März 2018 in die US-amerikanischen und am 5. April 2018 in die deutschen Kinos kam. Der Film basiert auf dem Science-Fiction-Roman Ready Player One von Ernest Cline und ist in der Gamer-Welt der nahen Zukunft angesiedelt.“ (Quelle)

So, so, was ist denn nun die Take-Home-Message – achso, ja, nur die Realität ist real. Nun, dann wird man sich eben entscheiden müssen, ob im Slam den Rattenburger isst oder einen Akku auflädt. Aber der Film ist ein Wohlgefaller. Was in Ohio so passiert, nun ja. Das weiß man nicht. Mittelschicht verkleidet sich ein wenig als Slum.

Filmsichtung „Black Panther“

Black Panther is a 2018 American superhero film based on the Marvel Comics character of the same name. Produced by Marvel Studios and distributed by Walt Disney Studios Motion Pictures, it is the eighteenth film in the Marvel Cinematic Universe (MCU). It is directed by Ryan Coogler, written by Coogler and Joe Robert Cole, and stars Chadwick Boseman as T’Challa / Black Panther, alongside Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Danai Gurira, Martin Freeman, Daniel Kaluuya, Letitia Wright, Winston Duke, Angela Bassett, Forest Whitaker, and Andy Serkis. In Black Panther, T’Challa returns home as king of Wakanda but finds his sovereignty challenged by a long-time adversary, in a conflict with global consequences. (Quelle)

Wer ernsthaft den Anspruch einer halbwegs authentischen Darstellung afrikanischer Lebens- und Kulturrealität vertritt, wenn sie oder er im Kinosaal Platz nimmt, um BLACK PANTHER zu sehen, erwartete dies – so nehme ich an – auch von THE LAST SAMURAI. Ja, wo sind denn jetzt die Genozide, Bürgerkriege, Fluchtbewegungen, Genitalverstümmlungen, Metallschürfungen, Kindersoldaten? Ja, wo denn? Nicht in diesem Marvel-Film, das ist zweifelsohne wahr. Genauso wie die tausenden zerquetschten Körper unter Großstadt-Trümmern in Filmen wie SUPERMAN oder TRANSFORMERS.

Das Magnum opus der Afrikanistik ist es also schon einmal nicht geworden – und auch sicherlich nicht der Marvelfilm mit dem meisten Punch. Dazu sind die Actionszenen meist zu hektisch, zu digital-gerendert und zu dunkel geraten. Und was entdecken wir noch? Ein Vater, der aus realpolitischen Gründen handelt und seinem Sohn die Konsequent aufbürdet? Das dürfte Rächer-Kollege THOR seit Teil 3 kennen!

Doch! Und doch! Was für ein wunderbarer Schauspieler ist Chadwick Boseman. Es gelingt ihm vollkommen mühelos zwischen unnahbarer Autorität und verständnisvollem Humor zu wechseln. Das hinlänglich Gelobte ist bekannt – die eindrucksvollen Frauenfiguren, die ungewöhnliche  kaukasoide Sidekick-Rolle, die zart angedeutenen Fragen von Staatslenkertum und Verantwortung.

Filmsichtung „Murder on the Orient Express“

Murder on the Orient Express is a 2017 American mystery drama film directed by Kenneth Branagh with a screenplay by Michael Green, based on the 1934 novel of the same name by Agatha Christie.“ (Quelle)

Ein Finale ohne Dampf. Dass gerade die ermittelnde Hauptfigur derart blass bleibt, ist tragisch, das Allstar-Ensemble hätte einen runderen Gegenspieler verdient. So bleibt ein Mann mit Bart-Gimmik und Monk-Syndrom, der zwar am Ende zu entdecken scheint, dass Justitia nicht immer blind ist (oder sein darf?), der aber – trotz allen so überlegen zur Schau gestellten Intellekts – dies nicht mit der Tatsache zu verbinden scheint, dass er die ganze Zeit schon sein eigentliche und eigentümliche Kraft aus einer wenig rationalen, liebevoll, höchst-emotionalen Beziehung zu einem Schwarzweiß-Foto zieht. Hut ab.