Filmsichtung „Ready Player One“

Ready Player One ist ein Science-Fiction-Thriller von Steven Spielberg, der am 29. März 2018 in die US-amerikanischen und am 5. April 2018 in die deutschen Kinos kam. Der Film basiert auf dem Science-Fiction-Roman Ready Player One von Ernest Cline und ist in der Gamer-Welt der nahen Zukunft angesiedelt.“ (Quelle)

So, so, was ist denn nun die Take-Home-Message – achso, ja, nur die Realität ist real. Nun, dann wird man sich eben entscheiden müssen, ob im Slam den Rattenburger isst oder einen Akku auflädt. Aber der Film ist ein Wohlgefaller. Was in Ohio so passiert, nun ja. Das weiß man nicht. Mittelschicht verkleidet sich ein wenig als Slum.

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Filmsichtung „Black Panther“

Black Panther is a 2018 American superhero film based on the Marvel Comics character of the same name. Produced by Marvel Studios and distributed by Walt Disney Studios Motion Pictures, it is the eighteenth film in the Marvel Cinematic Universe (MCU). It is directed by Ryan Coogler, written by Coogler and Joe Robert Cole, and stars Chadwick Boseman as T’Challa / Black Panther, alongside Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Danai Gurira, Martin Freeman, Daniel Kaluuya, Letitia Wright, Winston Duke, Angela Bassett, Forest Whitaker, and Andy Serkis. In Black Panther, T’Challa returns home as king of Wakanda but finds his sovereignty challenged by a long-time adversary, in a conflict with global consequences. (Quelle)

Wer ernsthaft den Anspruch einer halbwegs authentischen Darstellung afrikanischer Lebens- und Kulturrealität vertritt, wenn sie oder er im Kinosaal Platz nimmt, um BLACK PANTHER zu sehen, erwartete dies – so nehme ich an – auch von THE LAST SAMURAI. Ja, wo sind denn jetzt die Genozide, Bürgerkriege, Fluchtbewegungen, Genitalverstümmlungen, Metallschürfungen, Kindersoldaten? Ja, wo denn? Nicht in diesem Marvel-Film, das ist zweifelsohne wahr. Genauso wie die tausenden zerquetschten Körper unter Großstadt-Trümmern in Filmen wie SUPERMAN oder TRANSFORMERS.

Das Magnum opus der Afrikanistik ist es also schon einmal nicht geworden – und auch sicherlich nicht der Marvelfilm mit dem meisten Punch. Dazu sind die Actionszenen meist zu hektisch, zu digital-gerendert und zu dunkel geraten. Und was entdecken wir noch? Ein Vater, der aus realpolitischen Gründen handelt und seinem Sohn die Konsequent aufbürdet? Das dürfte Rächer-Kollege THOR seit Teil 3 kennen!

Doch! Und doch! Was für ein wunderbarer Schauspieler ist Chadwick Boseman. Es gelingt ihm vollkommen mühelos zwischen unnahbarer Autorität und verständnisvollem Humor zu wechseln. Das hinlänglich Gelobte ist bekannt – die eindrucksvollen Frauenfiguren, die ungewöhnliche  kaukasoide Sidekick-Rolle, die zart angedeutenen Fragen von Staatslenkertum und Verantwortung.

Filmsichtung „Murder on the Orient Express“

Murder on the Orient Express is a 2017 American mystery drama film directed by Kenneth Branagh with a screenplay by Michael Green, based on the 1934 novel of the same name by Agatha Christie.“ (Quelle)

Ein Finale ohne Dampf. Dass gerade die ermittelnde Hauptfigur derart blass bleibt, ist tragisch, das Allstar-Ensemble hätte einen runderen Gegenspieler verdient. So bleibt ein Mann mit Bart-Gimmik und Monk-Syndrom, der zwar am Ende zu entdecken scheint, dass Justitia nicht immer blind ist (oder sein darf?), der aber – trotz allen so überlegen zur Schau gestellten Intellekts – dies nicht mit der Tatsache zu verbinden scheint, dass er die ganze Zeit schon sein eigentliche und eigentümliche Kraft aus einer wenig rationalen, liebevoll, höchst-emotionalen Beziehung zu einem Schwarzweiß-Foto zieht. Hut ab.

Filmsichtung „Star Wars: The Last Jedi“

Star Wars: The Last Jedi (also known as Star Wars: Episode VIII – The Last Jedi) is a 2017 American epic space opera film written and directed by Rian Johnson. It is the second installment of the Star Wars sequel trilogy and the eighth main installment of the Star Wars franchise, following Star Wars: The Force Awakens (2015).“ (Quelle)

The Last Jedi. Es ist erstaunlich, wie dieser vielminütige Spielfilm es gerade so schafft, mit dem kulturellen Erbe zu jonglieren und dabei fortwährend neue Elemente mit in sein Spiel aufzunehmen. Gerade, wenn man meint, jetzt sei es es aber genug, kommt noch ein kleines Tierchen oder ein Android ums Eck, der die Herzen erfreut oder zumindest die Regale des Merchandising-Standes belagern wird.

The Last Jedi. Er liefert. Er liefert das ab, worauf ich ein Jahr (immer wieder ein wenig) wartete. Die ersten Klänge. Die ersten Gestalten. Die ersten Referenzen. Ich mag The Last Jedi.

Übrigens, mein Lieblingstext bisher zu diesem Film ist dieser.

Filmsichtung „Thor: Tag der Entscheidung“

Thor: Tag der Entscheidung (Originaltitel: Thor: Ragnarok) ist ein US-amerikanischer Superheldenfilm, der am 31. Oktober 2017 in den deutschsprachigen Kinos erschien. Der Film ist Teil des Marvel Cinematic Universe und nach Thor – The Dark Kingdom die zweite Fortsetzung zu Thor aus dem Jahr 2011. Wie seine Vorgängerfilme, basiert Thor: Tag der Entscheidung auf den Thor-Comics, in denen unter anderem mit Figuren und Handlungsorten Elemente der Nordischen Mythologie aufgenommen wurden.“ (Quelle)

Ab zwei hat man doch einen Lauf oder? Das sagt man man doch so? Also gut, dann habe ich einen – Blade Runner 2049 war die #1 und jetzt also Thor: Tag der Entscheidung. Passt, was kann jetzt die Serie wieder stoppen? Justice League? Star Wars 8? Vielleicht. Doch im Moment schwebe ich auf der Kino-Wolke der Zufriedenheit.

Ich verstehe nicht, warum nicht ALLE Besprechungen mit dem Hinweis damit beginnen, die LeserInnen zu zwingen, endlich Taika Waititis „Wo die wilden Kerle jagen“ anzusehen, nachdem man den deutschen Michel schon zu deren Glück mit „5 Zimmer Küche Sarg“ zwingen musste. Aber vielleicht ist das einfach so in einem Land, in dem Fack ju Göhte punkten kann. Oh ja, lowbrow, ich weiß, ich weiß.

Also, was sehen wir eigentlich wirklich in Thor: Tag der Entscheidung? Es geht um Oswald Din (ich mag die subtile Anspielung auf die Deutsche Industrie Norm!). Oswald Din ist ein gesuchter Kriegsverbrecher, der zu Beginn der Handlung untergetaucht ist. Bezeichnenderweise für seine zerstörten deutschen Großmannsträume versteckt er sich in schrecklich durchschnittlicher Kleidung in Norwegen – denn mal ehrlich: Welcher reichstoitscher Feldherr mit Stil würde sich denn ernsthaft in Süd- oder Mittelamerika verstecken? #nordland

Jetzt holt Oswald allerdings die Vergangenheit ein. Sein Sohn, der alte Social-Justice-Warrior Tobias Hor, ist ziemlich erstaunt und perplex als im alten Speicher des geräumigen Familienanwesens alte Unterlagen findet, aus denen hervorgeht, dass der eigene Vater den völkischen Eroberungskrieg nicht nur aktiv vorantrieb, sondern an seiner Seite auch noch Leder-SS-ÜberFemNazi mit Gehörn (again: Motivlage WALD, was könnte uriger und mächtiger sein?) die Reichsvision blutig vorantrieb?

Später – so viel sei verraten – erklärt eben jenes weißeste PowerGirl, das auch gerne auf heimischen Boden das Blut der eigenen Multikulti-Bevölkerung vergießt (man denke an einen asiatischen und einen schwarzen Zwischengegner!), dass die hemische Villa zu 90 Prozent aus geraubter Beutekunst besteht! Da hat wohl die Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit nicht sonderlich gut funktioniert. Na, das geht ja auch anderen Ländern so – siehe Japan oder Spanien. Tobias, mach Dir keine Sorgen!

 

Filmsichtung „Blade Runner 2049“

Blade Runner 2049 ist die Fortsetzung des Films Blade Runner (1982). Regie führte Denis Villeneuve. Die Kamera übernahm Roger Deakins. In der Hauptrolle ist Ryan Gosling zu sehen, während Harrison Ford erneut die Rolle des Rick Deckard spielt. Ridley Scott, der beim Originalfilm Regie führte, fungiert als Executive Producer und wirkte mit an der Story. Der Film startete am 5. Oktober 2017 in den deutschen und am darauffolgenden Tag in den US-Kinos.“ (Quelle)

Kurz: The Hype is real.

Lang: Es gibt da diese eine Einstellung. Es handelt sich um eine perfekt ausgeleuchtete Ansicht des Hinterkopfes und der Schulterpartie Goslings. Er verweilt im Dunkeln. Eine Sekunde, zwei, fünf…vielleicht zehn? Je länger er dort verweilt, desto stärker beginnen sich die Grenzen zwischen Zuschauerraum und Leinwand aufzulösen. Blade Runner zwingt den Zuschauer zur Ruhe. Er muss sich diese erarbeiten. Und es tobt vielleicht ein Kampf in ihm, weil er das nicht will. Er hält vielleicht diesen ganz speziellen Gosling-Blick nicht aus. Dieser Blick, der Melancholie, Schwermut und Sehnsucht zu vereinen weiß und der höchstens ganz kurz sich einen Wechsel in das Schmunzelnde, noch seltener Verzweifelte zugesteht, welches dann umso heftiger auf den Schauenden (nicht Sehenden) einprasselt. Und dann immer wieder dieser Soundtrack, der wie der Ozean gegen die Stadtmauern des finsteren LA donnert. Die Basswelle trägt uns schwerelos wie die langen Kamerafahrten Deakins. Das Spiel mit dem Licht ist schmerzhaft gut gelungen, man kann nur ehrfürchtig staunen, wie durchkomponiert die Bilder wirken und wunderbar sich alles zusammenfügt. Das Integrieren von alten Versatzstücken gelingt Blade Runner 2049 ebenfalls mühelos. Um Loriot sinngemäß zu zitieren: Man weiß, wie peinlich das wirkt, wenn es Dilentanten versuchen. Hätte ich mir etwas anders gewünscht? Ja. Die Figur des „Engels Luv“ – sie geriet mir entschieden zu sehr wie eine Mischung aus T-X-und Soziopathin geraten.

Filmsichtung „Es“

Es ist ein Coming-of-Age-Film mit Horrorelementen von Andrés Muschietti, der am 8. September 2017 in die US-amerikanischen und am 28. September 2017 in die deutschen Kinos kam. Es handelt sich dabei um den ersten Teil einer Neuverfilmung, die auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King basiert und nach dem Fernsehfilm Stephen Kings Es aus dem Jahr 1990 die zweite Verfilmung dieses Buches ist.“ (Quelle)

Sehr zufriedenstellende Iteration des Clowns – gerade nach dem fast schon clownhaft durchschnittlichen Dark-Tower-Versuch. Schöne Location, schöne Ausstattung, schöner Cast und eine satte CGI-Arbeit. Ich bin gespannt, wie es 2019 weitergeht.