FFF2018-Sichtung „Terrified“

„Als es in einer Nachbarschaft in Buenos Aires unerklärliche Dinge geschehen, ermitteln ein Doktorin, der sich auf das Paranormale spezialisiert hat, und ihr Kollege, ein Ex-Polizist, in der Sache weiter…“ (Quelle)

Der lateinamerikanische Schmalspur-Insidious kommt zwar reichlich spät zur Genreparty, aber dafür mit ordentlich „WUMMS!“. Zahlreiche humorvolle Momente sorgen dafür, dass sich die bitterböse Schlinge gegen Ende umso enger und effektiver um die Zuschauerhälse zieht.

Wenig Schauplatz, wenig Budget, viel Wirkung. Überraschung!

 

Streaming-Sichtung „Hungerford“

„Cowen (Drew Casson) filmt seinen Alltag in einer kleinen Stadt in England. Währenddessen wird jedoch immer klarer, dass finstere Kräfte am Werk sein müssen… “ (Quelle)

Am HUNGERTUCH nagt man geistig nach dem Film. Aber, jetzt kommt mal runter – der Kerl war 19. Und die hatten vermutlich eine Fetzengaudi beim Schießen dieses Machwerks. Bavaria-Jungendfilmfest-Flavor!

Mini-Serien-Sichtung abgeschlossen „Ghul“

„Das Verhalten des neuen Gefangenen im Militärgefängnis ist mehr als unheimlich und für eine junge Vernehmungsbeamtin wird die Wahrheitssuche zum Überlebenskampf.“ (Quelle)

Was hier in drei Teilen serviert wird, ist…mäßig. Der erste der drei Teile ist im Grunde abschreibbar – das Pacing stimmt einfach überhaupt nicht; zäh wie Kaugummi. Getragen wird das Ganze von Schauspielern, die auf mich nicht überzeugend wirken. Die Hauptdarstellerin soll das komplette Spektrum abdecken: liebende, verratende, trauerende Tochter, Lehrling, Schüler, Actionheldin, ängstliche Heldin…nichts davon passt so richtig, überalle scheinen die Defizite durch. Aber, lasst uns ihr doch einen Trunkenbold, einen Dämon, eine pseudolesbische Folterknechtin gegenüberstellen und sie in einem engen Hemdchen herumturnen lassen – wird schon ausreichen.

Let’s-Play-Sichtung „Rise of Insanity“

„Wie in einem guten (oder auch schlechten) Horrorfilm wacht ihr zu Beginn ohne Anhaltspunkt in einem Anwesen auf. Ihr durchsucht die karg gestalteten Räume nach Hinweisen darauf, was geschehen ist und wer ihr seid. Die Räume sind düster, ständig scheint eine Bedrohung in der Luft zu schweben. Ihr seht schemenhafte Gestalten, Schatten streifen umher, Stimmen rufen nach euch. Ein Echo der Vergangenheit hallt durch das Haus. Dies ist der Grundton von Rise of Insanity.“ (Quelle)

Das Spiel scheint sich selbst nicht zu trauen, die Schauplätze wechseln sehr oft, die Jump Scares richten nur bedingt Wirkung an. Die Auflösung der Geschichte ist Krimistandard – also nicht sonderlich bemerkenswert.

Let’s-Play-Sichtung „Anatomy“

Anatomy is a Psychological Horror game created by Kitty Horrorshow. The game starts with the player inside of an empty and abandoned home, with the only company in it are cassette tape recordings from someone who had been in there prior, which the player finds throughout the house. The person on the tapes describes that a house is very resemblent of the human mind and body, and goes into detail why it therefore can’t be trusted.“ (Quelle)

Erst neulich las ich etwas über den „spekulativen Realismus“  – eine Denkrichtung, die unbelebten Objekten Autonomie zubilligt (aka Subjekt – Mensch – Mittelpunkt no more). Und das Haus in Anatomie…well. Es erschien mir sofort einleuchtend.

Streaming-Sichtung „Die Leichenfabrik des Dr. Frankenstein“

„Geheimnisvolles Unheil liegt über dem Dorf um Schloss Frankenstein. Noch scheint die Sonne, als Dr. Frankensteins Tochter Maria mit ihrem Verlobten und ihrer Freundin, der hübschen Wissenschaftlerin Christa, den Grafen auf dem Schloss besuchen. Doch hinter den Mauern lauert eine unheimliche Gefahr. Verunstaltete Kreaturen dienen dem Grafen. Gräber werden geplündert in finsterer Nacht, geraubte Frauen erleiden ein grässliches Schicksal. Im Dorf herrscht Schrecken und Panik. Langsam erkennt Christa Frankensteins Geheimnis: Goliath, ein aus Toten geborener Riese. Doch der Wahn des Bösen trägt seine Früchte. Durch den Zwerg Gens wird Goliath befreit. Wie ein Berserker tötet er jeden, der sich ihm in den Weg stellt. Im Dorf herrscht Aufruhr. Das Volk versammelt sich. Das Monster soll brennen…“ (Quelle)

Hehe, hehe, „Giftzwerg“, hehe, hehe. Get it? Na, das ist doch der Stoff, aus dem Nebenherfilme auf 1,5x-Geschwindigkeit gemacht wird. Beste Geräuschkulisse.

 

Streaming-Sichtung „Die Rückkehr der reitenden Leichen“

Die Rückkehr der reitenden Leichen (Original: El ataque de los muertos sin ojos) ist ein spanischer Horrorfilm und der zweite Teil einer Filmreihe, die 1971 mit Die Nacht der reitenden Leichen begann. Regie führte Amando de Ossorio, der auch das Drehbuch schrieb. Der Film handelt von einem verbannten Orden der Tempelritter, der sich blutgierig einem satanischen Kult verschrieb und dafür von aufgebrachten Bürgern massakriert und geblendet wurde.“ (Quelle)

Da schläft die letzte Leiche auf dem Pferd ein. Nach einem – nun ja – temporeicheren Auftakt entwickeln sich die Filmminuten wie sich herunter schälende Tapeten.