Spiel beendet: Call of Duty: Black Ops III

Call of Duty: Black Ops III ist ein thematisch technoesoterischer, visuell bildgewaltig-rauschhafter und mechanisch altbewährt-traditioneller First Person Shooter geworden (wenn man sich auf die – für COD-Verhältnisse – erstaunlich umfangreiche, etwa 12 Stunden dauernde Kampagne konzentriert).

Ich lege dazu nun die üblichen 50 Stunden Multiplayer oben auf – und kann mich daher über das Gesamtpaket nicht beschweren, im Gegenteil. Es dürfte das Interessanteste COD seit langer Zeit sein.

Wolfenstein: The New Order – Anmerkungen 01

B.J. auf dem Mond.

„Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass sich der ehemalige G.I. auf seiner verdeckten Mission zunächst als hochrangiger Nazi-Wissenschaftler ausgibt und damit auf Betrachter unfreiwillig wie eine fleischgewordene Karikatur der Bildhauerei-Arbeiten Arno Brekers wirkt. In dieser Kombination scheint er das Ideal der NS-‚Wunschphänomenlogie’ zu verkörpern: ein glühender Nationalsozialist, der Geist und Körper auf das Maximale trainiert und es in den Dienst der völkischen Sache gestellt hat.“

(aus: gelöschte eigene Sätze)

Angespielt „Evolve“ (Xbox One)

Bildschirmfoto 2015-03-01 um 17.59.00Tagline

4 gegen 1 ist nicht immer unfair!

Bildschirmfoto 2015-03-01 um 17.59.23Inhalt

Die Macher von Left 4 Dead melden sich mit einer Action-Schlachtplatte zurück: Vier menschliche Spieler nehmen es bei Evolve als Team in unterschiedlichen Rollen mit einem mörderischen, ebenfalls von Menschenhand kontrollierten Riesenvieh auf, während die Pflanzen- und Fauna-Umwelt des Planeten Shear sich für beide Parteien sowohl als Chance als auch Risiko entpuppen kann – für reine Multiplayerpartien steht theoretisch also alles bereit.

Bildschirmfoto 2015-03-01 um 17.59.38Meinung

Eines vorweg: Die gesamte Diskussion um Vorbestellerboni und DLC habe ich weder verfolgt noch wird sie in den folgenden Zeilen auftauchen. Das haben andere an anderen Stellen schon reichlich durchgekaut. Zwei Dinge fallen bei der Betrachtung von Evolve relativ schnell ins Auge: Teamplay bedeutet hier tatsächlich Teamplay. Wer Teamdeathmatchrunden von Call of Duty gewöhnt ist, wird sich mächtig wundern. Hier bedeutet Zusammenspiel mehr als nur, NICHT aufeinander zu schießen.Wie heißt es so schön beim Telegraph: „Evolve is exactly as satisfying as the people you’re playing with.“ Oder einfacher ausgedrückt: Die Hölle – das sind die anderen.

Bildschirmfoto 2015-03-01 um 18.24.24Und zweitens: Das Spieltempo ist hoch und wirkt auf Neulinge bisweilen recht chaotisch. Mein erster Eindruck war, dass hier Left 4 Dead auf Quake 3 Arena trifft. Das Gegenteil von hektisch gibt es in Evolve übrigens auch – in der Lobby. Dort kann man schon einmal eine eigene Monstergeneration großziehen, bis es schließlich auf den grafisch recht hübsch gestalteten Maps losgeht (nicht immer mit dem Charakter, den man sich wünscht!). Dass diese sich allzu sehr ähneln, konnte ich aufgrund der verbrachten Spielzeit nicht feststellen, allerdings machte mir als Anfänger das recht beladen wirkende Interface noch reichlich Schwierigkeiten. Apropos Schwierigkeiten: Könnten Evolutionisten und Kreationisten nicht wunderbar auf den Maps ausmachen, wer der Wissenschafts-Boss ist?

Bildschirmfoto 2015-03-01 um 18.28.10Der Releasezeitpunkt ist sehr geschickt gewählt in meinen Augen, momentan herrscht (etwas) Shooterflaute, Ghosts, Titanen und Destiny segeln unter Minimalwind so dahin, da kommt so ein Radikalansatz gerade recht. Überzeugend ist er übrigens deshalb auch, weil sowohl die Sprecher gut gewählt wurden als auch der Sound richtig fett abgemischt wurde. Es knallt im Dschungel. Ich bin gespannt, wie wir am Jahresende von 2015 auf diesen Titel zurückblicken werden.