Filmsichtung „Ready Player One“

Ready Player One ist ein Science-Fiction-Thriller von Steven Spielberg, der am 29. März 2018 in die US-amerikanischen und am 5. April 2018 in die deutschen Kinos kam. Der Film basiert auf dem Science-Fiction-Roman Ready Player One von Ernest Cline und ist in der Gamer-Welt der nahen Zukunft angesiedelt.“ (Quelle)

So, so, was ist denn nun die Take-Home-Message – achso, ja, nur die Realität ist real. Nun, dann wird man sich eben entscheiden müssen, ob im Slam den Rattenburger isst oder einen Akku auflädt. Aber der Film ist ein Wohlgefaller. Was in Ohio so passiert, nun ja. Das weiß man nicht. Mittelschicht verkleidet sich ein wenig als Slum.

Advertisements

Streaming-Sichtung „Don’t knock twice“

Don’t Knock Twice is a 2016 British supernatural horror film directed by Caradog W. James.“ (Quelle)

Okay, in gewisser Weise hat dieser Film eine surreale Qualität. Dieses Digihäuschen an der Achtspurigen. Der fürchterliche Einsatz von Greenscreen – was weiß manchmal garnicht, ob das nicht doch eine Art Würdigung alter Sega-CD-Horrorfilmspiele sein soll.

 

Streaming-Sichtung „FullMetal Alchemist“

„Alchemist Edward Elric will den Körper seines Bruder AI heilen, wird dabei jedoch von der Militärregierung und geheimnisvollen Monstern streng beobachtet.“ (Quelle)

Also, ich kannte mich nur sehr marginal mit dem Ursprungsstoff aus und hatte bisher nur Teile der Serie gesehen; hier wurde offensichtlich ein Drittel der gesamten Storyline in einen Film gepackt, der etwas überambioniert daherkommt. Die CGI-Effekte wirken heillos veraltet, das Spiel der Charaktere theatralischst. Dennoch hat man das Gefühl, dass die Produktion ihren Urstoff ernst nahm. Und der Hybridmoment „Vater-Tochter-Hund“ ist wirklich unbezahlbar.

 

Filmsichtung „Black Panther“

Black Panther is a 2018 American superhero film based on the Marvel Comics character of the same name. Produced by Marvel Studios and distributed by Walt Disney Studios Motion Pictures, it is the eighteenth film in the Marvel Cinematic Universe (MCU). It is directed by Ryan Coogler, written by Coogler and Joe Robert Cole, and stars Chadwick Boseman as T’Challa / Black Panther, alongside Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Danai Gurira, Martin Freeman, Daniel Kaluuya, Letitia Wright, Winston Duke, Angela Bassett, Forest Whitaker, and Andy Serkis. In Black Panther, T’Challa returns home as king of Wakanda but finds his sovereignty challenged by a long-time adversary, in a conflict with global consequences. (Quelle)

Wer ernsthaft den Anspruch einer halbwegs authentischen Darstellung afrikanischer Lebens- und Kulturrealität vertritt, wenn sie oder er im Kinosaal Platz nimmt, um BLACK PANTHER zu sehen, erwartete dies – so nehme ich an – auch von THE LAST SAMURAI. Ja, wo sind denn jetzt die Genozide, Bürgerkriege, Fluchtbewegungen, Genitalverstümmlungen, Metallschürfungen, Kindersoldaten? Ja, wo denn? Nicht in diesem Marvel-Film, das ist zweifelsohne wahr. Genauso wie die tausenden zerquetschten Körper unter Großstadt-Trümmern in Filmen wie SUPERMAN oder TRANSFORMERS.

Das Magnum opus der Afrikanistik ist es also schon einmal nicht geworden – und auch sicherlich nicht der Marvelfilm mit dem meisten Punch. Dazu sind die Actionszenen meist zu hektisch, zu digital-gerendert und zu dunkel geraten. Und was entdecken wir noch? Ein Vater, der aus realpolitischen Gründen handelt und seinem Sohn die Konsequent aufbürdet? Das dürfte Rächer-Kollege THOR seit Teil 3 kennen!

Doch! Und doch! Was für ein wunderbarer Schauspieler ist Chadwick Boseman. Es gelingt ihm vollkommen mühelos zwischen unnahbarer Autorität und verständnisvollem Humor zu wechseln. Das hinlänglich Gelobte ist bekannt – die eindrucksvollen Frauenfiguren, die ungewöhnliche  kaukasoide Sidekick-Rolle, die zart angedeutenen Fragen von Staatslenkertum und Verantwortung.

Streaming-Sichtung „Annabelle“

Annabelle is a 2014 American supernatural horror film directed by John R. Leonetti, written by Gary Dauberman and produced by Peter Safran and James Wan. It is a sequel to 2013’s The Conjuring and the second installment in The Conjuring series. The film was inspired by a story of a doll named Annabelle told by Ed and Lorraine Warren.[3] The film stars Annabelle Wallis, Ward Horton, and Alfre Woodard.“ (Quelle)

Ein wenig mutig ist das schon, aber, wer wagt, gewinnt (offensichtlich). Die Hauptmarke nahm nicht nur keinen Schaden durch diesen Billigableger, sondern wuchs vermutlich eher noch. Conjuring 2 ist da. Annabelle 2 auch. Und The Nun ebenso. Etwas „Großes“ in the making also. Annabelle ist ein etwas verfahrener Genre-Ausflug, der sich zwar vieler Schockmomente bedient, aber keine eigene Geschichte zu erzählen weiß. Das, was an Plotfragmenten aneinandergereiht wird, unterliegt einem ungünstigen Pacing.

 

Filmsichtung „Murder on the Orient Express“

Murder on the Orient Express is a 2017 American mystery drama film directed by Kenneth Branagh with a screenplay by Michael Green, based on the 1934 novel of the same name by Agatha Christie.“ (Quelle)

Ein Finale ohne Dampf. Dass gerade die ermittelnde Hauptfigur derart blass bleibt, ist tragisch, das Allstar-Ensemble hätte einen runderen Gegenspieler verdient. So bleibt ein Mann mit Bart-Gimmik und Monk-Syndrom, der zwar am Ende zu entdecken scheint, dass Justitia nicht immer blind ist (oder sein darf?), der aber – trotz allen so überlegen zur Schau gestellten Intellekts – dies nicht mit der Tatsache zu verbinden scheint, dass er die ganze Zeit schon sein eigentliche und eigentümliche Kraft aus einer wenig rationalen, liebevoll, höchst-emotionalen Beziehung zu einem Schwarzweiß-Foto zieht. Hut ab.