DVD-Sichtung „Sweet Bean“

Und die IndieWire so: „…films with no stakes that resemble other, better films, many of which don’t make the cut…“ Man ist also unzufrieden. Und beim Guardian noch mehr – da ist die Rede von der Heiligen Behinderten von Orlean, die dem kleinen Kneipenschläger zur Erleuchtung führt: „One day an elderly woman Tokue (Kirin Kiki) shows up at the shop and asks for a job. Initially brushed off, she returns with some homemade bean paste.“ (Cinevue). Mich hat das alles ein wenig ratlos zurückgelassen.

 

Hörspiel beendet „Schatten im Feuer“

„Im Januar 1986 explodierte die Challenger. Sieben Astronauten mit ihr. Ein schwarzer Tag für die NASA. Ein schwarzer Tag für die bemannte Raumfahrt.“ (Quelle)

Das Hörspiel nimmt die Katastrophe auf und verwebt sie in einen neuen Kontext. Die Hörer erleben die Tage vor einem fiktiven Raketenstart durch die Ohren eines Washingto-Post-Reporters, der verschiedene Menschen hinter der Orga und der Durchführung des Starts befragt. Seine Notizen sind Zeuge von Schlamperei, Kostendruck und Korruption.

Autor: Fritz Mikesch
Produktion: SFB/BR/SR 1988, 69 Min. (Stereo) – Originalhörspiel dt.
Regie: Hans Gerd Krogmann

Manga-Lesung abgeschlossen „Shamo 1&2“

„Der sechzehnjährige Ryo Narushima geht auf eine angesehene Privatschule und hat gute Noten. Eines Tages ersticht er seine Eltern brutal, da sie seinen Geist ruinieren würden. Der Fall erregt Aufmerksamkeit in ganz Japan und löst eine Debatte über das Erziehungssystem des Landes los. Ryo kommt in eine Besserungsanstalt für jugendliche Straftäter, aus der er bei guter Führung nach zwei Jahren entlassen werden könnte. In der Anstalt wird Ryo zunächst von anderen Insassen vergewaltigt, rächt sich aber, indem er während des Oralverkehrs zubeißt. Die Insassen erhalten Karate-Unterricht von einem zu „lebenslänglich“ verurteilten Gefangenen eines anderen Gefängnisses. Obwohl Ryo zunächst schlecht in dem Kampfsport zu sein scheint, sieht der Karate-Lehrer in ihm Kampfgeist und gibt ihm Tipps. Ryo wird von den Aufsehern und den anderen Insassen weiterhin verachtet und schlägt einen, der ihn besonders tyrannisiert, mit seinen neu gewonnen Karate-Kenntnissen zusammen. Ryo steigert sich weiter in sein Karate-Training und übt in seiner Einzelzelle so oft es geht. Dadurch wird er stark und kann sich gegen die anderen Gefangenen durchsetzen, die sich an ihm rächen wollen. Seine Schwester Natsumi, die den Mord mit angesehen hat, kommt ihn besuchen, um ihm mitzuteilen, dass sie verstehen kann, warum er die Eltern ermordet hat, ihn aber trotzdem dafür hasst. Sie hat wegen dieses traumatischen Erlebnisses die Schule abgebrochen und wird, da die Verwandten das vererbte Vermögen genommen haben, fortan als Prostituierte arbeiten.“ (Quelle)

Kollege Ziegler drückte mir ohne zu zögern die beiden Bände in die Hände, nachdem er erfahren hatte, dass mir die Zeichnungen bei Attack on Titan gut gefielen, die einen Round House Kick so anschaulich darstellen. Der Knastkaratekurs namens Shamo gefiel mir allerdings auf Anhieb. Da bleibe ich dran.

Hörspiel abgehört „Mission: Argo“

„Die Astronautin Colonel Portia Eisenhof ist seit 111 Tagen unterwegs zur Venus. Sie ist die erste Frau auf einem interplanetarischen Flug, der bisher reibungslos verlief. Es fehlen nur noch wenige Tage und die Mission wäre erfolgreich durchgeführt – und erfüllt wäre auch der Kindheitstraum von Portia: der lang erkämpfte Flug zur Venus. Doch der Einschlag eines kleinen Meteoriten bringt das Unternehmen in Kalamitäten. Die Energietanks fallen aus, Portia muss Energien sparen, das Licht dimmen und die Innentemperatur des Raumschiffs senken. Zuspruch erhält sie von der Bodenstation, deren Funkstimme den Tonfall ihres Vaters nachahmt, während der Bordcomputer der Stimme ihrer Mutter entspricht. Die väterliche Stimme beruhigt und führt sie in den Schlaf, wo sie von Albträumen aus der Kindheit geplagt wird. Die mütterliche Stimme schreckt sie jedes Mal mit einer weiteren, schlechten Nachricht hoch. So neigt sich der Sauerstofftank dem Ende, und der defekte Reservetank lässt sich nicht reparieren, weil das nötige Ventil ‚im geschlossenen System‘ verwahrt wird. Lediglich der Bordcomputer ist verlässlich; unbeirrbar und programmgesichert setzt er nach und nach die lebensnotwendigen Systeme außer Kraft.“ (Quelle)

Dieser gemeine Rechner! Diese gemeine Industrie! Diese labile Protagonistin! Dieser seltsame Drama! Da wurde ich nicht sonderlich warm mit – die ewige Gekreische während der Alpträume und die Undurchschaubarkeit der Motive finsterer Hintermänner ergeben eine seltsame Melange.