Filmsichtung „Wonder Woman“

Wonder Woman ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2017 über die gleichnamige, fiktive Comicfigur des Verlages DC Comics, die ein Teil des DC Extended Universe werden soll. Es ist nach Batman v Superman: Dawn of Justice die zweite Kinoverfilmung über die Amazonenprinzessin Diana Prince, die hinter der Identität Wonder Womans steckt, und ist die erste Soloadaption über diesen Charakter für das Kino. Während Patty Jenkins die Regie für den Film führt, ist Gal Gadot die Darstellerin von Wonder Woman. Der deutsche Kinostart war am 15. Juni 2017.“ (Quelle)

Es gibt einiges in den Raum zu werfen, fangen wir an:

  • Endlich, der gefühlte Befreiungsschlag für DC – auf Kritikseite. Denn finanziell lief bisher ja alles ganz gut.
  • Hochstilisierung zur feministischen Power-Agenda? Also zwischen Amazonhausen und Sparta sehe ich nicht viel Unterschied – Zack bleibt wohl Zack.
  • Portrait. Portrait. Gadot kann mehr. Dann gebt ihr doch auch den Raum.
  • Origin-Stories gefallen mir zumeist besser als die Querverweisungsorgien der Team-Schlachten

 

Filmsichtung „Suicide Squad“

Oha – wenn Dein Lieblingsfilmkritiker über einen Film folgende Sätze fallen lässt, dann ist der Streifen Pflichtprogramm:

„And you can’t escape. And the music is terrible. And you barely know what’s going on. And you’re stuck there for two hours. And then, it’s a little depressing, too, because ‚Suicide Squad‘ wasn’t worth making, and it wasn’t worth releasing.“ (Mick LaSalle)

Und Mick ist – wenn man sich einmal so umhört und -schaut nicht der einzige Kinogänger, der in selbiges Horn bläst. Schenkt man also diesen Stimmen Glauben und nimmt dann noch die Agitationen bzgl. Superman Vs. Batman mit an Bord, ist das DC Universum also bereits zu diesem Zeitpunkt gescheitert. Wonder Woman, bleib auf der Insel! Aquaman, Du unter Wasser! Ende. Licht aus.

Doch in Reihe 8 des Kinosaals 11 im Münchner Mathäserfilmpalast saß dieser eine @benflavor – und der hofft inständig, dass diesen Kassandrarufen (vorläufig) keine Beachtung geschenkt wird. Im Gegenteil! Man möchte festhalten, dass in einem Comic-Meta-Universum auch Platz für mehrere Universen sein kann. Und so reichen sich Marvel und DC einfach friedlich die Hand und ich kann Doctor Who sehen. Again, Ende, Licht aus!

Was? Das kann es noch nicht gewesen sein? Ihr wollt ernsthaft wissen, warum ich mich recht gut unterhalten fühlte? Okay, okay. Lasst uns zuerst ein paar Sachen aus dem Weg räumen, denn schließlich soll es nicht heißen, dieser Inderst, der nimmt wohl unsere ganze heilige Mahnung nicht ernst.

Ja, die Musikauswahl klingt arg formelhaft verwendet. Zu offensichtlich hat man sich beim großen Vorbild GotG bedient. Der Schnitt der Actioneinlagen. Sehr, sehr schwierig – ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl zu wissen, wer sich wo im Raum mit wem herumprügelt. So konnte sich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl von Kinetik hoch 5 einstellen.

Das Ensemble. Ein zweitklassiker Buschbankräuber gehört zu den „Bösesten der Bösen“ auf diesem Globus? Gut, dies bei Seite gelassen. Was genau kann der Kollege, was Deadshot nicht kann? Okay, er schafft mehr Bier in kürzerer Zeit. Wenn das reicht, will ich nichts gesagt haben. Fassadenmann2000 lässt das Köpfchen hängen. Just to make a point? Also, das ist selbst mir zu wenig. Gegnerscharen. Was. Waren. Das? Die albernen Plastikköpfe auf Speed? Wozu überhaupt in Massen angefertigt? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, von Anfang an auf den schnellen Böso-Maschinenbau zu setzen?

Nun. Aber auf der anderen Seite. Das Ensemble. Hallo, Joker, wo warst Du die ganze Zeit? Endlich. Die schlimmen Nolan-Erinnerungen sind endlich weggewischt. Der überschätzteste Joker aller Zeiten hält sich zwar hartknäckig in den Köpfen der Popkultur, aber geben wir diesem Clubbänger ruhig mal noch ein wenig Zeit. Will Smith, den ich seit dem ersten Trailer nicht abkonnte, dreht hier alles. Er ist zurecht der Mittelpunkt des Films, aber der heimliche Liebling des Films ist ein wifebeatertragende junger Mann. Lass mal ein wenig Dampf ab, mein Freund. Recht so.

Ach, die Hosen von Margot Robbie hätten Joel Kinnaman auch sehr gut gestanden. Zuckerschnecke, der. #hihi Ausstattung, Effektarbeiten und Kostüme erfüllen die Ansprüche an eine AAA-Produktion dieser Größe absolut; der Schauplatz Midway City erinnert an eine frühe Folge der Avengers, nein, nicht der, sondern Mit Schirm, Charme und Melone. Da waren aus Kostengründen auch niemals Komparsen auf den Straßen unterwegs.

Und der Gastauftritt der Fledermaus? Machte Spaß.

Filmsichtung „Batman v Superman: Dawn of Justice“

Wenn ich mich schon einmal in die Hauptstadt verirre, gehe ich doch gleich mal wieder ins Sony Center, um dort DC-Ware zu sehen. Und – wie ich es mir schon dachte – die Trivia-Seite auf imdb ist länger als Dirk Digglers Wunderstab.

Der Film wirkt visuell äußerst imposant und strotzt nur so vor Informationsdichte, versteckten (mal mehr, mal weniger) Anspielungen und Versprechunfen die filmische Zukunft betreffend.

Dennoch wirkt er seltsam stückwerkartig. So richtig organisch will er einfach nicht wirken. Und was Hans Zimmer hier geritten hat, ist mir auch nicht klar. Ich vermag keine klare Linie zu erkennen.

Comic-Rundschau Oktober

Vier Bände von Panini Comic schafften es im späten September bzw. frühen Oktober auf meinen Schreibtisch, um ausführlich begutachtet zu werden. Los geht’s:

Conan – Der Barbar 4

CONAN - DER BARBAR 4

Inhalt

Im großen Finale seiner gefeierten Conan- Neuinterpretation hetzt Star-Autor Brian Wood dem Barbaren und seiner Piratenkönigin erst ein paar religiöse Fanatiker auf den Hals. Anschließend lockt ein Schatz, der über das Schicksal der Liebe von Robert E. Howards unsterblichem Fantasy- Helden entscheiden wird. (Quelle)

Meinung

Ja, es tut gut, diesen Conan zu sehen, diesen jungen wilden und ungestümen Kerl, der doch nicht anders kann, als dem Ruf seines Herzens zu folgen. Dass dabei einiges an Knochen kaputt gehen, dürfte auf der Hand liegen. Dabei gefallen mir die entworfenen Welten oftmals besser als die zeichnerische Umsetzung dieser – diese ist mir zu einfach, zu skizziert gehalten.

Erscheint am: 14.10.2014
Seiten: 164
Format: Softcover
Original-Storys: Conan the Barbarian 19-25
Autor: Brian Wood | Zeichner: Paul Azaceta, Riccardo Burchielli, Leandro Fernandez
Preis: 19,99 €

 

George A. Romero: Empire of the Dead 1

GEORGE A. ROMERO: EMPIRE OF THE DEAD 1

Inhalt

Manhattan im Ausnahmezustand: Immer wieder durchbrechen Zombies die Barrieren. Um die bei Laune zu halten, veranstaltet der Bürgermeister Gladiatorenspiele mit den lebenden Toten. Doch Zombies sind nicht die einzige Gefahr: Nachts lauern noch andere Räuber den Menschen auf. (Quelle)

Meinung

Geschichten, in denen gleich zwei übernatürliche Spezies ihr Unwesen treiben, sind eine heikle Sache. Wir erinnern uns an die Werwölfe gegen Vampir-Chose in Underworld! Und Zombies, die ihre eigene Denkfähigkeit behalten oder weiter entwickeln? Da bin ich auch kein großer Freund von. Allerdings schafft es Romero, hier doch einigermaßen alles unter einen archaisch-wilden Hut zu bringen und der Auftakt überzeugt, wenn mir auch der Zeichenstil nicht sonderlich zusagt.

Erscheint am: 14.10.2014
Seiten: 132
Format: Softcover
Original-Storys: George A. Romeros Empire Of The Dead 1-5
Autor: George A. Romero | Zeichner: Alex Maleev
Preis: 16,99 €

 

Batman Special: Gothtopia 1 von 2

BATMAN SPECIAL: GOTHTOPIA 1 (VON 2)
 

Inhalt

Das große Batman-Crossover Gothtopia – bei PANINI in zwei umfangreichen Sonderheften – geschrieben von den Superstars John Layman, Gail Simone und Ann Nocenti: Willkommen in Gotham, der sichersten Stadt der USA. Alles hier ist hell und freundlich – bis zuerst Barbara Gordon alias Bluebird von düsteren Erinnerungen heimgesucht wird und dann auch Batman erkennt, dass an dieser schönen Welt einiges nicht stimmt. (Quelle)

Meinung

Egal, ob Dystopie oder Utopie – wo -opie draufsteht, ist der Inderst nicht fern – und eine Gotham-Variante Marke „Schöne Neue Welt“ gefällt mir thematisch außerordentlich gut. Besonders der Zeichenstil von „Kaltes Glück“ spricht mich darüberhinaus auch noch sehr an. Lohnt sich auf jeden Fall (auch für Batman-Skeptiker).

Erscheint am: 21.10.2014
Seiten: 100
Format: Heft
Original-Storys: BATGIRL 27, DETECTIVE COMICS 27, BIRDS OF PREY 27, CATWOMAN 27
Autor: Autoren: John Layman, Gail Simone, Ann Nocenti u.a. | Zeichner: Jason Fabok, Robert Gill, Patrick Olliffe, Cliff Richards u.a.
Preis: 5,99 €

 

Mass Effect 6: Foundation 2

MASS EFFECT 6: FOUNDATION 2

Inhalt

Mac Walters, der als Chef-Autor Mass Effect 2 und Mass Effect 3 entwickelte, kehrt in die Science-Fiction-Welt des Videogame-Krachers zurück: Mit Comic-Geschichten, die zwischen der Game-Trilogie angesiedelt sind und bekannte Figuren aus den Spielen in neuen, gewohnt actionreichen Abenteuern zeigen! (Quelle)

Meinung

Da ich momentan wieder Mass Effect 3 spiele (nein, äh, spielen lasse, müsste man fairerweise sagen, nein, eigentlich: da ich zusehen darf, wie jemand ME3 angeht), freue ich mich besonders auf jeden Fetzen Hintergrund. Wobei man natürlich im Falle des vorliegenden Comics nicht von Fetzen sprechen kann, nein, dazu ist es zu gut, wie ich finde. Besonders Humanisten weinen bittere Tränen der Leidenschaft, wenn Jacob Tyler zum Menschenfreund wird. Cool, sage ich (wie in den 90ern!).

Erscheint am: 16.09.2014
Seiten: 100
Format: Softcover
Original-Storys: Mass Effect: Foundation 2 TPB
Autor: Mac Walters
Zeichner: Matthew Clark
Preis: 12,99 €

Lektüre beendet „SUPERHEROES: THE BEST OF PHILOSOPHY AND POP CULTURE“

Als Schnupperangebot für die „Pop culture and philosophy“-Reihe des Verlages gibt es für meinen Kindle oben genanntes Werk gratis. Der Band liest sich sehr flott und angenehm, ohne zu trivial zu wirken. Sehr gut gefiel mir das Kapitel, das sich mit den diversen Bestrafungsaktionen des Rorschach beschäftigt.

„Explore the philosophical depths of Batman, Superman, Captain America, and your other favorite superheroesFOR FREE! Behind the cool costumes, special powers, and unflagging determination to fight evil you’ll find fascinating philosophical questions and concerns deep in the hearts and minds of your favorite comic book heroes. Why doesn’t Batman just kill the Joker and end everyone’s misery? Does Peter Parker have a good life? What can Iron Man teach us about the role of technology in society? Bringing together key chapters from books in the Blackwell Philosophy and Pop Culture series, this free superhero sampler engages the intellectual might of big thinkers like Aristotle and Kant to answer these questions and many others, giving you new insights on everything from whether Superman is truly an American icon to whether Wolverine is the same person when he loses his memory. Features exclusive bonus content: all-new chapters on Captain America and Thor Gives you a sneak peek at upcoming books: Avengers and Philosophy, Spider-Man and Philosophy, and Superman and Philosophy Includes superheroes from both the DC and Marvel universes: the Avengers, Batman, Captain America, Green Lantern, Iron Man, Spider-Man, Superman, Thor, Watchmen, and the X-Men Gives you a perfect introduction to the Blackwell Philosophy and Pop Culture series (learn more at http://www.andphilosophy.com) FOR FREE! Whether you’re looking for answers or looking for fun, this classic compilation will save the day by helping you gain a deeper appreciation of your favorite comics with an introduction to basic philosophical principles.“ (Quelle)

Comic-Rundschau März

Ende Februar erreichten mich von Panini Comics zwei Batman-Bände, die ich mir natürlich gerne einmal aus der Nähe ansah:

DC Premium 83: Batman Bauwerke des Todes

Inhalt

Als Gotham im Zuge einer großangelegten Neubauwelle modernisiert werden soll, zieht dies die renommiertesten Architekten der Welt in die Stadt. Auch Bruce Wayne spielt dabei als Vorsitzender der Baukommission eine wichtige Schlüsselrolle. Doch eine plötzliche Serie bizarrer Unfälle im Zusammenhang mit den Neubauten erfordert auch Batmans Eingreifen. (Quelle)

Meinung

Ein Wort: Fantastisch! Auch, wenn der englische Titel „Batman: Death by Design“ wesentlich cooler daherkommt, ist der Band ein Genuss. Ich glaube, es ist ein sehr gutes Zeichen, wenn Comics Leser inspirieren, selbst einmal zum Stift zu greifen und zu, ja, ganz richtig, zeichnen. Das Comic von Chip Kidd und Dave Taylor schafft genau das. Vor allem die „Stadt-Bilder“ überzeugen in ihrer Zeichenbrett-Reinheit.

Batman Sonderband 40: Die Nacht der Eulen 

Inhalt

Auch für den Rest von Gotham Citys Helden bricht die „Nacht der Eulen“ an! Robin, Batwing,Batgirl, Red Hood, die Birds of Prey, Jonah Hex, Nighthawk und Cinnamon müssen alles geben, um gegen die kampfstarken Killer des Rats der Eulen zu bestehen! Wird es den Verbündeten vonBatman rechtzeitig gelingen, Alfreds verzweifeltem Notruf Folge zu leisten? (Quelle)

Meinung

Die Auftragsmörder des Eulenrates sind gewiefte und harte Hunde. Aber irgendwie wirken sie albern. Wenig bedrohlich. Und die „Nagasaki-Wendung“ der ersten Geschichte ist geschmacklos, nicht mehr oder weniger, einfach geschmacklos. Zudem wirkt die letzte Episode rund um Jonah Hex sehr schludrig gezeichnet. Insgesamt eher enttäuschend.