Comiclektüre beendet „Stephen Kings Der Dunkle Turm: Bd. 15: Drei – Bittere Medizin“

„Roland, der letzte Revolvermann in Mittwelt, ist unbeirrbar auf der Suche nach dem Dunklen Turm, um ihn vor dem Einsturz zu retten, damit nicht das gesamte Weltengefüge zugrunde geht. Viele Weggefährten sind dabei schon durch sein Verschulden auf der Strecke geblieben. Und sein Erzfeind, der Mann in Schwarz, hat ihm einst orakelt, dass Roland weitere Gefährten in seine Welt ziehen wird – und mit ins Verderben. Den Junkie Eddie Dean hat er schon aus dem New York des Jahres 1987 rekrutiert. Nun rekrutieren Eddie und Roland eine weitere Begleiterin: die Herrin der Schatten, eine Frau, die im Rollstuhl sitzt, seit sie von einem Zug überrollt wurde. Als kleines Mädchen wurde die spätere Herrin der Schatten zudem von einem Backstein am Kopf getroffen und leidet seitdem unter einer gespaltenen Persönlichkeit: Odetta Holmes und Detta Walker. Odetta ist eine höfliche, gebildete Bürgerrechtlerin. Detta ist eine wütende, gewalttätige Furie. Während die eine die beiden Gefährten bei ihrer Suche unterstützen will, ist die andere ein gefährliches Pulverfass.“ (Quelle)

ANGRYANGERMÄN187 schreibt auf Amazon: „Bei manchen diese Aquarellbildern hatte ich wirklich Schwierigkeiten, überhaupt zu erkennen, was darauf abgebildet war.“ Ja, Du Vollhorst. Nur, weil hier nicht alles für Dich ausbuchstabiert ist, muss es keinen Deut schlechter sein. Alter. Der Band ist gut. Sage ich. Genauso profund. Hihi.

Filmsichtung „Logan“

Logan – The Wolverine ist ein US-amerikanischer Actionfilm über die Comicfigur Wolverine aus der Reihe X-Men des Marvel-Verlages. Es ist nach X-Men Origins: Wolverine (2009) und Wolverine: Weg des Kriegers (2013) die dritte Einzelverfilmung der Titelfigur und der insgesamt zehnte Teil der X-Men-Filmreihe. Der Film ist von der Comicreihe Old Man Logan von Mark Millar inspiriert.[…] Mit einer Laufzeit von über 137 Minuten ist Logan – The Wolverine bislang der längste Wolverine-Solofilm.“ (Quelle)

An medialen und Social-Timeline-Vorschussloberren hatte es bereits nicht gemangelt, als ich gestern Logan in der Münchner „Kleinbühne“ Museum Lichtspiele sah. Und tatsächlich…es menschelt. Endlich! Möchte man da ausrufen. Endlich verabschiedet man sich von jenem supercleanen Look, der mich – besonders an den ersten drei X-Men-Filmen – so störte. Übrigens: Die beiden Wolverine-SpinOffs wussten mich nicht sondelich zu fesseln…wobei mich besonders der 2013er als „Weißel-Mann-elkläle uns bitte unsele Asia-Welt“-Streifen verärgerte.

Jetzt haben wir also eine Mischung aus Familiendrama, Road Movie, sozialem Kommentar (das freie und sichere Amerika ist jetzt Kanada – Idee & Inspiration: zahllose Zombiefilme; niemand hat die Absicht, eine Mauer an der mexikanische Grenze zu bauen, hihi, oh, doch) und Western auf den Tisch bekommen, die mir wesentlich besser mundet. Dass ist jedoch noch kein Grund für mich ist, auf die 8,7 auf imdb anzustoßen, hat unterschiedliche Gründe: Dieser fürchterlich unsympathische Kindsbratzn zum Beispiel. Oder dieser schlimme Jungwolverine als Endgegner – an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten, oder dieser „Schurke“ der wie ein rumänischer Boyband-Bösewicht wirkt und dabei so viel Charisma wie eine Raufasertapete ausstrahlt. Die ewig füchterliche CGI-Arbeit, die auch nach 20 Jahren einfach immer noch erbärmlich aussieht – goldenes Handwerk bleibt bei gore fest eben goldenes Handwerk (siehe The Thing).

Wie es nun weitergeht? Christliche Symbolik wird zum X der X-Men am Ende umgelegt? Invasieren Kinder-Muslim-Terroristen jetzt Kanada? Gut, schaue ich mir an.

Comiclektüre beendet „Batman Europa“

„„Batman Europa“ war schon seit Jahren geplant, aber immer wieder ohne erkennbaren Grund verschoben worden. DC wird damit auf die von Dan Browns Romanen bewiesene Liebe des amerikanischen Publikums zu steinalten europäischen Hauptstädten hoffen. Aber natürlich nicht zuletzt auch auf die Leser in Europa.“ (Quelle)

Und die Auflösung? Nein, DAS glaubt Ihr nicht – da bleibt nicht nur dem Joker NICHT das Lachen im Halse stecken! Feine Lektüre – nicht nur für 1980er-SpielerInnen von „Europareise„.

Comiclektüre beendet „Der Bildhauer“

The Sculptor is a graphic novel by American cartoonist Scott McCloud published in 2015. It tells of a David Smith whom Death gives 200 days to live in exchange for the power to sculpt anything he can imagine. Complications set in when David falls in love.“ (Quelle)

David. David, David, David. Ich gebe zu, der Kollege macht es einem nicht leicht. Oder sollte ich lieber sagen: Er macht es mir nicht leicht. Selbstmitleid und Unverstandensein. Das sind über weite Strecken die Trademarks dieses „Künstlers“.  Das mir die Geschichte dann dennoch gefiel, liegt in erster Linie an seiner Gefährtin.

Der Zeichenstil ist nicht meines. Aber das Erzähltempo und die Geschwindigkeitsdramaturgie – die hat der Kollege richtig sauber im Griff.

Comiclektüre abgeschlossen „The Wake“

„Die Tiefsee ist kein menschenfreundlicher Ort, genau wie die Zukunft: zu viel Druck, zu viel Wasser. Um das Jahr 2200 herum ist Land unter auf dem Planeten Erde. Die Pole sind geschmolzen, die Meere haben die Städte geschluckt. Gebrochen erheben sich die Ruinen von Amerika aus den Wassern.“ (Quelle)

The Wake hat mich wirklich positiv überrascht. Zu Beginn kannte ich nicht mehr als die Zeilen der Beschreibung – keinen gezeichneten Strich gesehen und frei von der Leber weg erworben. Nicht bereut.

Streaming-Sichtung „Snowpiercer“

Snowpiercer ist ein Science-FictionActionfilm aus dem Jahre 2013, der auf den französischen Comics Schneekreuzer (Le Transperceneige) von Jacques Lob, Benjamin Legrand und Jean-Marc Rochette basiert. Es ist der erste englischsprachige Film des südkoreanischen Regisseurs und Drehbuchautors Bong Joon-ho, der durch den 2006 erschienenen Monsterfilm The Host weltbekannt wurde. Die Produktionskosten betrugen 40 Mio. US-Dollar.[3] In Südkorea hatte der Film seine Premiere am 31. Juli 2013 und lief am 1. August 2013 in den Kinos an. Der deutsche Kinostart war am 3. April 2014.“ (Quelle)

Endlich habe ich diesen durchaus überraschenden SciFi-Film nachgeholt: Überraschend deshalb, weil ich ihn mir in seiner Figurenzeichnung weitaus weniger skurril vorgestellt hatte. Da gibt es die gemeine alte Hexe, zwei Anzugträger, die wie Zwischengegner in einem Videospiel wirken, eine Handbeil-Gang, wie man sie aus koreanischen Mafiathrillern kennt, einen Helden, der ein wohlschmeckendes Geheimnis am Ende preisgibt und einen Gegenspieler, der Kinder als Maschinenteile benutzt (wobei das im Grunde nicht skurril, sondern Alltag in der Textilindustrie sein dürfte).

Eines vorweg (#Schpeular)

„So, for me, it’s a very hopeful ending … But those two kids will spread the human race … I don’t really feel everyone must die. I hope there were other survivors who lived through the avalanche, […] outside the train, life is actually returning. It’s nature that’s eternal, and not the train or the engine, as you see with the polar bear at the end.“   (Director Bong Joon-ho)

So, ist das erstmal aus dem Weg, kann man gleich viel entspannter über den Film sprechen. Aber eigentlich habe ich schon alles gesagt. Untergangsszenarien sind mein Shit. Dieses hier finde ich super: Klassenkampf auf engstem Raum inkl. Menschheitsaufdemspielstehung. Die Exposition ist ebenfalls super: Chemtrails – ich habe es ja gewusst!!!

Filmsichtung „Suicide Squad“

Oha – wenn Dein Lieblingsfilmkritiker über einen Film folgende Sätze fallen lässt, dann ist der Streifen Pflichtprogramm:

„And you can’t escape. And the music is terrible. And you barely know what’s going on. And you’re stuck there for two hours. And then, it’s a little depressing, too, because ‚Suicide Squad‘ wasn’t worth making, and it wasn’t worth releasing.“ (Mick LaSalle)

Und Mick ist – wenn man sich einmal so umhört und -schaut nicht der einzige Kinogänger, der in selbiges Horn bläst. Schenkt man also diesen Stimmen Glauben und nimmt dann noch die Agitationen bzgl. Superman Vs. Batman mit an Bord, ist das DC Universum also bereits zu diesem Zeitpunkt gescheitert. Wonder Woman, bleib auf der Insel! Aquaman, Du unter Wasser! Ende. Licht aus.

Doch in Reihe 8 des Kinosaals 11 im Münchner Mathäserfilmpalast saß dieser eine @benflavor – und der hofft inständig, dass diesen Kassandrarufen (vorläufig) keine Beachtung geschenkt wird. Im Gegenteil! Man möchte festhalten, dass in einem Comic-Meta-Universum auch Platz für mehrere Universen sein kann. Und so reichen sich Marvel und DC einfach friedlich die Hand und ich kann Doctor Who sehen. Again, Ende, Licht aus!

Was? Das kann es noch nicht gewesen sein? Ihr wollt ernsthaft wissen, warum ich mich recht gut unterhalten fühlte? Okay, okay. Lasst uns zuerst ein paar Sachen aus dem Weg räumen, denn schließlich soll es nicht heißen, dieser Inderst, der nimmt wohl unsere ganze heilige Mahnung nicht ernst.

Ja, die Musikauswahl klingt arg formelhaft verwendet. Zu offensichtlich hat man sich beim großen Vorbild GotG bedient. Der Schnitt der Actioneinlagen. Sehr, sehr schwierig – ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl zu wissen, wer sich wo im Raum mit wem herumprügelt. So konnte sich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl von Kinetik hoch 5 einstellen.

Das Ensemble. Ein zweitklassiker Buschbankräuber gehört zu den „Bösesten der Bösen“ auf diesem Globus? Gut, dies bei Seite gelassen. Was genau kann der Kollege, was Deadshot nicht kann? Okay, er schafft mehr Bier in kürzerer Zeit. Wenn das reicht, will ich nichts gesagt haben. Fassadenmann2000 lässt das Köpfchen hängen. Just to make a point? Also, das ist selbst mir zu wenig. Gegnerscharen. Was. Waren. Das? Die albernen Plastikköpfe auf Speed? Wozu überhaupt in Massen angefertigt? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, von Anfang an auf den schnellen Böso-Maschinenbau zu setzen?

Nun. Aber auf der anderen Seite. Das Ensemble. Hallo, Joker, wo warst Du die ganze Zeit? Endlich. Die schlimmen Nolan-Erinnerungen sind endlich weggewischt. Der überschätzteste Joker aller Zeiten hält sich zwar hartknäckig in den Köpfen der Popkultur, aber geben wir diesem Clubbänger ruhig mal noch ein wenig Zeit. Will Smith, den ich seit dem ersten Trailer nicht abkonnte, dreht hier alles. Er ist zurecht der Mittelpunkt des Films, aber der heimliche Liebling des Films ist ein wifebeatertragende junger Mann. Lass mal ein wenig Dampf ab, mein Freund. Recht so.

Ach, die Hosen von Margot Robbie hätten Joel Kinnaman auch sehr gut gestanden. Zuckerschnecke, der. #hihi Ausstattung, Effektarbeiten und Kostüme erfüllen die Ansprüche an eine AAA-Produktion dieser Größe absolut; der Schauplatz Midway City erinnert an eine frühe Folge der Avengers, nein, nicht der, sondern Mit Schirm, Charme und Melone. Da waren aus Kostengründen auch niemals Komparsen auf den Straßen unterwegs.

Und der Gastauftritt der Fledermaus? Machte Spaß.