Album abgehört „Durch die Wolkendecke“ (Umse)

„Haiwanischer Schnee“ ist ein derart gutes und rundes Album, dass es mir schwer fällt zu glauben, es sei schon wieder zwei oder drei Jahre her? Doch tatsächlich – der Kalender speaks truth! Gut, dass mein Lieblings-MC UMSE schon VOR „Durch die Wolkendecke“ uns schon einmal dieses Jahr positiv verbrannte!

„Im Mai 2006 gab Umse mit seiner „smart&weise“-EP schließlich auch sein Debüt. Durch den Gewinn des „Myspace Most Wanted-Contest 2007“ schaffte er es noch im selben Jahr auf die MTV HipHop Open in Stuttgart, wo er seine Live-Künste unter Beweis stellen konnte – der 34-Jährige ist eben ein echter MC der alten Schule. 2008 folgte mit „Rheinisches Blatt“ schließlich das Debütalbum des Rappers. Fünf Platten und eine EP später, wurde es nach „Hawaiianischer Schnee“, das 2015 erschien, allerdings sehr ruhig um den Künstler – bis jetzt!“ (Quelle) Da kam im Mai nämlich der „Flammenwerfer“ in Form einer EP!

Und nun noch dieses Album! Bescheid z.B. – schon wieder so ein Opener, der Abriss feiert, was im Übrigen auch zu Bruce Banner passt – absolute Bombe. Warum lest Ihr diesen Text eigentlich noch – holt Euch das Album. Vielleicht ganz klassisch? Damit nicht nur 0,68 Euro beim Künstler bei Spotify pro Song übrig bleiben. #JustSaying

Album abgehört „Die Farbe von Wasser“ (Curse)

Seit der Ankündigung habe ich auf dieses Album hingefiebert – bei allen seichten Pop-Ausflügen und Hyperluvsong-Trips bleibt ein gestandener, eigenständiger, kluger Mensch und MC … der nun ein wirklich stimmiges, tolles Album vorlegt. Des Wassers Farbe wäre selbstredend schöner als Albumtitel gewesen. Aber nun ja, solange ich kein Konteralbum vorlege, muss ich es wohl akzeptieren und mich an den herrlich produzierten Tracks erfreuen. Und DAS…kann man. Oh ja.

Album gelauscht „Jazz Liberatorz – Clin D’Oeil“

„The French hip-hop trio Jazz Liberatorz had a small release in 2007, but made their mark with 2008’s Clin d’Oeil. The album reclaims the brief love affair between hip-hop and jazz that took place in the U.S. in the mid-’90s, using deep basslines, sampled horns, and beat poet-styled phrasings from a slew of guest MCs. The sound is ultra-cool, combining European hip-hop’s love of slicker, more urban beats with the simplest jazz instrumentation — atomic chunks of sound and songs that are reworked to soften the edges of a rapped delivery and convert it to a strong flow through sheer musicality.“ (Quelle)

Hm, ein Album, das auch schon wieder fast 10 Jahre auf dem Buckel hat und doch so leicht in den Gehörgang geht wie am ersten Tag. Obgleich weit entfernt von Easy Listening, konnte ich es gerade wunderbar zum Korrigieren einer BA-Arbeit genießen.

Feine Kost.

Album abgehört „Hawaiianischer Schnee“ (Umse)

Mit großer, großer Erwartung starrte ich meinen Downloadbalken an. Bisher hatte mich noch kein Umse-Album enttäuscht. Würde es auch diesmal so sein? Die Vorab-Releases hatten bereits ihren festen Platz als Ohrwürmer eingenommen, und Zusammenarbeiten mit Jokaz UND Aphroe? HALLO? Wie deutlich wollen die mir noch sagen, dass ich die CD holen soll? Ja, CD! Als Download. Okay, die Laserdisc hätte ich auch gekauft.

„Das (kurze) Warten hat ein Ende. Nach nur etwas mehr als einem Jahr kehrt Umse mit einem neuen Release im Gepäck zurück. Am Ende muss eine Platte „bloß gut sein, keinen Schwanz hier interessiert konkret wie lange man an ihr saß, es zählt wie lange sie rotiert“, äußert er sich dahingehend. Es ist das dritte Album auf seinem Label, Jakarta Records, „Hawaiianischer Schnee” heißt es. Geschrieben und konzeptioniert wurde die Platte in einem kleinen Landhaus in der niederländischen Provinz Gelderland. Für die gesamte Produktion zeichnet sich wie immer Deckah höchst selbst verantwortlich, der im RZwoDrehZwo Studio der Platte den letzten Schliff verlieh. Die Beiden sind „Chef in Sachen Sound, ein Traumduo, ein Ein-Raum-Studio, kein großes Equipment und das ist auch gut so“.  Seit 1997 ist Umse aka. Christoph Umbeck schon dabei und ist sich stets treu geblieben, ohne den bitteren Unterton, der viele MCs seiner Generation in 2015 auszeichnet. Nach wie vor „keine Zeit für vier Gänge, nur ne Bockwurst auf die Hand“, nach wie vor dutzende Shows jedes Jahr zwischen Konstanz und Kiel, nach wie vor „Sternstunden zur Rush Hour“. Anerkennung findet der Ratinger mittlerweile auch bei den Helden des Ruhrpott-Sounds –Aphroe (RAG) und Dike beehren ihn mit einem Feature auf „Hawaiianischer Schnee“. Trotzdem ist das neue Album kein „hawaiianischer Schnee von gestern“. Umse gelingt es wie auf seinen Vorgängeralben den schmalen Grad zwischen Trademarksound und ausprobieren zu meistern. Von vielschichtigen Betrachtungen über „Menschen“, zu klassischen Rap Tracks wie „Hawaiianischer Schnee“ bis hin zu Sozialisationsbetrachtungen auf „Wer bist du“. In den letzten Jahren findet sein Treiben nun vor immer größerem Publikum statt, harte Arbeit zahlt sich eben aus.“ (Quelle)

Kurzum: Ich würde mich wundern, wenn das Ding nicht mein Album des Jahres würde. Es ist entspannt, aber treibend, man schmunzelt, aber nickt Kopf hart. Und obwohl Kiffen nicht so mein Ding ist, kann ich das dem „kleinen Schlitzohr“ schon nachsehen, da er just als solider Techniker am Stizzlometer Beats der alten Schule von Deckah zum Brennen bringt.

Album abgehört „Open your eyes“ (Yves the chief)

„Hier ist es, das von Yves the chief produzierte Debut- Album “OPEN YOUR EYES“. 16 Songs mit vielfältigen Musikeinflüssen und dezent eingesetzten Texten, die thematisch an den positiven Blick für das eigene Leben appellieren. Entgegen aller Erwartungen tendiert das Album in Richtung “Popmusik“ mit Elementen aus Elektro, Drum & Bass, Hip Hop, Reggae und weiteren Musikrichtungen.“ (Quelle)

Das Album ist wirklich schwierig zu fassen. Am ehesten Singer-Songwriter-Mucke mit Elektro-Schlagseite. Die Schwierigkeit liegt im Künstler selbst, bzw. seiner Stimme. Die ist, auch nach dreimaligem Albumhören, alles andere als eingängig. Dennoch zeugt von der Eigenständigkeit des Künstlers und des Labels, sich wenig um Konventionen zu kümmern und die Alben zu releasen, die sich releasen wollen. So soll es sein.

Album abgehört „Good Kid, M.A.A.D City“ (Kendrick Lamar)

Mit sehr großer Spannung hörte ich letzte Woche zum ersten Mal das von vielen Bekannten als Album des Jahres gepriesene „Good Kid, M.A.A.D City“ von Kendrick Lamar an. Eigentlich hörten wir es im Auto eher so um die 4 bis 5 Mal an. Packte mich auch nach dem xten Mal allerdings auch nicht. Weder Stimme noch Produktion gefielen mir. Die Inhalte kann ich aufgrund der Sprachbarriere selbstredend nur zu einem gewissen Teil beurteilen, jedoch fällt es mir grundsätzlich sehr schwer, mich in Lamars Biografie einzufühlen.