Streaming-Sichtung „Castlevania“ (2. Staffel)

Alles richtig gemacht! Die Vampirsaga um eine tragische Vater-Sohn-Beziehung, aber auch diejenige zwischen Mensch und Vampir ist temporeich, spannend und mitunter ziemlich blutig. Wie eine gute Achterbahnfahrt gibt es ausreichend ruhige Passagen, die allerdings niemals wie Lückenbüsser für Action und Terror wirken, sondern gut unterhalten. Dieses Studio könnte sich also ruhig noch andere Klassiker vornehmen und adaptieren.

Streaming-Sichtung beendet „Bleach“

„Der Highschool-Schüler Ichigo verfügt plötzlich über die Kräfte eines Seelenfängers. Um sich dieser Kraft wieder zu entledigen, muss er zunächst einige Seelen fangen.“ (Quelle)

Also, um es vorweg zu nehmen, von der Vorlage habe ich nach wie vor nur wenig Ahnung. Ich hatte auf Messsen Ichigo-Cosplayer gesehen – that’s all. Die Abneigung gegenüber CGI-Effekten wird in meinem Filmleben immer größer und daher bin ich sehr froh, dass BLEACH ein paar schöne Momente abseits der FSK-12-Schlachtplatte bietet – etwa wie die Unterhaltungen zwischen Vater und Sohn oder der einfache Satz „Es wäre schön, Deine Freundin zu sein“ in einem Wandschrank ausgesprochen.

Streaming-Sichtung „Granblue Fantasy: The Animation“

„In einer Welt, in der Inseln am Himmel schweben, stößt Gran auf ein mysteriöses Mädchen, das vom Ersten Empire gesucht wird, weil sie uralte Kreaturen herbeirufen kann.“ (Quelle)

Also ehrlich! EHRLICH! Ich schwöre – normalerweise bin ich ja bei diesen Süßi-süßo-Animedingern nicht so einfach zu überzeugen, aber hier blieb ich irgendwie hängen, ich weiß auch nicht, wieso. Vielleicht brauchte ich einfach mal wieder eine Portion „herzliche Kameradschaft“.

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Mini-Comic-Rundschau Juli 2018

Diesmal fanden lediglich zwei Veröffentlichungen den Weg von Panini Comics auf unseren Schreibtisch:

DOCTOR WHO – DER ZWÖLFTE DOCTOR 5: ROCK’N’DOC

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INHALT

Nach Claras Verschwinden reist der Zwölfte Doctor allein durch Zeit und Raum. Das hält ihn aber nicht davon ab, sich in Gefahr zu begeben und neue Abenteuer und Weltraumpunks lassen nicht lange auf sich warten. Da hilft nur noch, wenn der Doctor die E-Gitarre selbst in die Hand nimmt. (Quelle)

MEINUNG

Da tue ich mir jetzt echt schwer. Ich fand diese ganze Doctor-Who-greift-zur-Gitarre-Nummer immer schon sehr albern und überflüssig. Und jetzt nimmt dieses Motiv irgendwie so prominent diesen Platz im Comic ein? Okay, ich versuche es einfach mal zu ignorieren und schaue, was dann von der Geschichte übrigbleibt. Und siehe da – eine originelle Geschichte mit reichlich Tempo und Spaß.

STAR TREK/GREEN LANTERN: FREMDE WELTEN – SOFTCOVER

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INHALT

Hal Jordan und das Green Lantern Corps unterstützen inzwischen die Sternenflotte – und die kann jede Hilfe brauchen. Denn Sinestro herrscht über das Klingonen-Imperium, und Khan, der Erzfeind von Captain Kirk und Mr. Spock, kehrt zurück. Und diesmal trägt er einen roten Energiering! Wird der Zorn des Khan Kirks und Jordans Untergang sein? (Quelle)

MEINUNG

Es war ein Versuch. Ehrlich. Ich habe das machen wollen und … vielleicht auch mögen wollen. Aber es gelingt immer nicht im Geringsten, die beiden Sphären zusammen zu führen. Ich sehe die Bilder und die Dialoge vor mir, aber es klappt einfach nicht. Offensichtlich habe ich mich da überschätzt. Kognitive Null-Linie.

Theaterstück gesichtet „Brave New World“

„In der Schönen Neuen Welt gibt es keinen Krieg, keine Eifersucht, keine Trauer, keine Krankheit, keine Armut, keinen Gott, keine Kunst. In Stabilität genießen die Menschen ihr Leben. Sie pflanzen sich künstlich fort, werden schon vor der Geburt in Kasten eingeteilt und so konditioniert, dass sie mit dem, was sie sind und haben, zufrieden sind.

Jeder gehört jedem, der leidbringende Individualismus ist abgeschafft – es regiert das Kollektiv. Jeder ist und fühlt sich nützlich – auch für beste Unterhaltung wird gesorgt. Und das Glück ist mit der Droge Soma jedem und jederzeit zugänglich. Lohnt es sich hier, für eine Freiheit zu kämpfen, nach der niemand mehr verlangt?

Aldous Huxley schrieb Brave New World als überspitzte Dystopie dessen, was im Erscheinungsjahr 1932 für die Zukunft möglich schien. Am Volkstheater wird der Klassiker der Weltliteratur nun auf seine Aktualität befragt: Wie sehr haben wir uns heute mit unserer Welt Huxleys Kosmos schon angenähert? Und: Ist die Schöne Neue Welt eigentlich wirklich so dystopisch?“ (Quelle)

Wer einen Dystopie-Klassiker medial verarbeitet, dem schaue ich ganz genau auf die Finger – und was ich auf der Bühne des Volkstheaters sah, sprach mich nicht an. Das ist diese schreckliche Kostümierung, welche mich an schreckliche 1990er-Ravepartys erinnerte und nur in den fadesten Köpfen noch Futurismus ausstrahlt. Eine weitere schlimme Sünde in meinen Augen ist der Einsatz von comic relief – es ist schlichtweg unpassend und vollkommen unnötig. Ja, und FRIENDS ist … ja so schrecklich Facebook-kritisch, Ihr seid solche Füchse!

Aber die größte Schwäche lauert in der Aufbereitung – warum hier der Münchner Merkur „eine wunderbare Liebeserklärung ans Theater selbst“ entdecken will, erschließt sich mir nicht. Keiner der Darsteller hat eine einnehmende Bühnenpräsenz – vor allem Silas Breiding als John brüllt sich durch das Stück, wirft die Arme auf und ab und nimmt der Figur dergestalt die Eindringlichkeit, die er ihr so zu geben glaubt.

Die weitaus interessantere Zugang wäre es gewesen, dem nüchternen Weltkontroller eine ebenso rationale Figur entgegen zu stellen, die pro Emotionalität argumentiert. Hier würden sich Figuren auf Augenhöhe begegnen.

Insgesamt eine in meinen Augen verschenkte Chance.

Seriensichtung „Altered Carbon“

Altered Carbon – Das Unsterblichkeitsprogramm (Originaltitel: Altered Carbon) ist eine US-amerikanische Cyberpunk– und Science-FictionFernsehserie, die von Laeta Kalogridis konzipiert wurde. Die Serie basiert auf dem Buch Das Unsterblichkeitsprogramm von Richard Morgan, das 2002 erschienen ist. Die erste Staffel umfasst 10 Folgen und wurde am 2. Februar 2018 auf Netflix per Streaming veröffentlicht.“ (Quelle)

Mit Joel Kinnaman tat ich mir über den gesamten Zeitraum hinweg verdammt schwer. Ich sage das vermutlich ganz, ga-aaa-nz, selten, aber ich finde, ihm fehlt die schauspielerische Gravitas, um diesem Charakter die nötige (angeblich gebrochene) Tiefe zu verleihen. Ich sehe da immer einen kleinen blonden Kopf auf dem Körper eines austrainierten Besamungsbullen, der mit seinen Augen rollt, wenn er Schmerz darstellen möchte. Möchte!

Ganz anders hingegen: Chris Conner als Edgar Poe! Der wuchs mir gleich ans Herz!

Der Rest: Hier und da ein Wendung zuviel. Mit Gewalt wird wahrlich nicht gespart – vor allem gegenüber Frauenkörpern. Die Tür für eine Fortsetzung freilich steht weit offen.

Filmsichtung „Ready Player One“

Ready Player One ist ein Science-Fiction-Thriller von Steven Spielberg, der am 29. März 2018 in die US-amerikanischen und am 5. April 2018 in die deutschen Kinos kam. Der Film basiert auf dem Science-Fiction-Roman Ready Player One von Ernest Cline und ist in der Gamer-Welt der nahen Zukunft angesiedelt.“ (Quelle)

So, so, was ist denn nun die Take-Home-Message – achso, ja, nur die Realität ist real. Nun, dann wird man sich eben entscheiden müssen, ob im Slam den Rattenburger isst oder einen Akku auflädt. Aber der Film ist ein Wohlgefaller. Was in Ohio so passiert, nun ja. Das weiß man nicht. Mittelschicht verkleidet sich ein wenig als Slum.