Streaming-Sichtung „Ant-Man“

Da freut sich der schwäbische Sparfuchs in mir, endlich Mai, endlich Ant-Man auf Netflix. Zeit also, das verpasste Marvel-Puzzlestück nachzuholen.

Die 7,3 von 10 bei imdb.com und die größtenteils positiven Eindrücke meiner Social Timelines sollten recht behalten – actionreiche Familienunterhaltung mit reichlich Zoten-Power. Innovative FX-Shots trugen ihren Rest zur hohen Unterhaltsamkeit bei. Und dieser tolle Haarschnitt von Evangeline Lilly? Ganz wunderbar.

Erspart diesen fünf Animes eine Realverfilmung

Nachdem ich – anders als andere zornige Geister – die Realverfilmung von Ghost in the Shell durchaus mochte, ging ich etwas in mich, um zu darüber nachzudenken, welchen Anime-Stoff ich explizit NICHT als Realverfilmung erleben möchte. Weil Listen natürlich immer gehen, habe ich mich für folgende fünf Titel entschieden:

  • Jin-Roh
  • Perfect Blue
  • Paprika
  • Summer Wars
  • Vampire Hunter D: Bloodlust

JIN-ROH

The film follows Kazuki Fuse, a member of a special police unit during the alternate history 1950s Japanese riots. Failing to follow an order to execute a frightened young girl only to see her commit suicide by detonating an improvised explosive device before his very eyes, Kazuki is put on trial and sent back to the training camp for re-evaluation. Visiting the grave of the suicide, he meets Kei, the girl’s sister, who doesn’t hold Kazuki responsible for her demise. The film proceeds as the two develop a peculiar relationship.

Befürchtung: Lächerliche Kostümchen machen die Wolfsbrigade zur Lachnummer.

PERFECT BLUE

Perfect Blue (パーフェクトブルー Pāfekuto Burū) is a 1997 Japanese psychological thriller animated film directed by Satoshi Kon and written by Sadayuki Murai. It is based on the novel Perfect Blue: Complete Metamorphosis (パーフェクト・ブルー 完全変態 Pāfekuto Burū: Kanzen Hentai?) written by Yoshikazu Takeuchi. The film follows Mima Kirigoe, the member of a Japanese pop idol group who decides to retire from music to pursue an acting career. As she becomes a victim of stalking and goes deeper and deeper into her first role, she starts to lose her perception of what is real and what is fiction.

Befürchtung: Film endet als durchschnittlicher Videotheken-Thriller der Klasse B.

PAPRIKA

Paprika (Japanese: パプリカ Hepburn: Papurika) is a 2006 Japanese science-fiction anime film co-written and directed by Satoshi Kon, based on Yasutaka Tsutsui’s 1993 novel of the same name, about a research psychologist who uses a device that permits therapists to help patients by entering their dreams. It is Kon’s fourth and final feature film before his death in 2010.

Befürchtung: Schlimme CGI-Effekte lassen das Blut zornig kochen.

SUMMER WARS

Summer Wars (Japanese: サマーウォーズ Hepburn: Samā Wōzu) is a 2009 Japanese animated science fiction film directed by Mamoru Hosoda, animated by Madhouse and distributed by Warner Bros. Pictures. The film’s voice cast includes Ryunosuke Kamiki, Nanami Sakuraba, Mitsuki Tanimura, Sumiko Fuji and Ayumu Saitō. The film tells the story of Kenji Koiso, a timid eleventh-grade math genius who is taken to Ueda by twelfth-grade student Natsuki Shinohara to celebrate her great-grandmother’s 90th birthday. However, he is falsely implicated in the hacking of a virtual world by a sadistic artificial intelligence named Love Machine. Kenji must repair the damage done to it and find a way to stop the rogue computer program from causing any further damage.

Befürchtung: Siehe Paprika oben. Plus: Soundtrack wird nicht übernommen, sondern durch Generik-101 ersetzt.

VAMPIRE HUNTER D: BLOODLUST

Vampire Hunter D: Bloodlust (吸血鬼(バンパイア)ハンターD ブラッドラスト Banpaia Hantā Dī: Buraddorasuto) is a 2000 anime film written and directed by Yoshiaki Kawajiri. The film is based on the third novel of Hideyuki Kikuchi’s Vampire Hunter D series, Demon Deathchase.

Befürchtung: Erschaffung eines heterosexuellen Über-Musicals. Schlimm.

Streaming-Sichtung „The Expanse“ (1. Staffel)

The Expanse ist eine US-amerikanische Science-FictionFernsehserie. Die erste Staffel basiert auf dem von der Kritik gelobten Roman Leviathan Wakes von Daniel Abraham und Ty Franck (die als Pseudonym den Namen James S. A. Corey benutzten) aus dem Jahr 2011. Die Expanse-Buchreihe umfasst dabei zur Zeit insgesamt sechs Bände. Die TV-Serie wurde vom 14. Dezember 2015 bis zum 2. Februar 2016 auf Syfy ausgestrahlt, die erste Folge wurde vorab am 23. November 2015 als Stream veröffentlicht. Die zweite Staffel wird seit dem 1. Februar 2017 in den USA ausgestrahlt.“ (Quelle)

Ich hatte zuvor von „The Expanse“ überhaupt nichts gehört – nada. Und fast hätte mich die Frisur von Thomas Jane auch dazu gebracht, nicht länger als zehn Minuten dabei zu bleiben – aber jetzt habe ich die zehn Folgen von Staffel 1 durch. Die Folge: Ich möchte gerne wissen, wie es weitergeht.

Filmsichtung „Logan“

Logan – The Wolverine ist ein US-amerikanischer Actionfilm über die Comicfigur Wolverine aus der Reihe X-Men des Marvel-Verlages. Es ist nach X-Men Origins: Wolverine (2009) und Wolverine: Weg des Kriegers (2013) die dritte Einzelverfilmung der Titelfigur und der insgesamt zehnte Teil der X-Men-Filmreihe. Der Film ist von der Comicreihe Old Man Logan von Mark Millar inspiriert.[…] Mit einer Laufzeit von über 137 Minuten ist Logan – The Wolverine bislang der längste Wolverine-Solofilm.“ (Quelle)

An medialen und Social-Timeline-Vorschussloberren hatte es bereits nicht gemangelt, als ich gestern Logan in der Münchner „Kleinbühne“ Museum Lichtspiele sah. Und tatsächlich…es menschelt. Endlich! Möchte man da ausrufen. Endlich verabschiedet man sich von jenem supercleanen Look, der mich – besonders an den ersten drei X-Men-Filmen – so störte. Übrigens: Die beiden Wolverine-SpinOffs wussten mich nicht sondelich zu fesseln…wobei mich besonders der 2013er als „Weißel-Mann-elkläle uns bitte unsele Asia-Welt“-Streifen verärgerte.

Jetzt haben wir also eine Mischung aus Familiendrama, Road Movie, sozialem Kommentar (das freie und sichere Amerika ist jetzt Kanada – Idee & Inspiration: zahllose Zombiefilme; niemand hat die Absicht, eine Mauer an der mexikanische Grenze zu bauen, hihi, oh, doch) und Western auf den Tisch bekommen, die mir wesentlich besser mundet. Dass ist jedoch noch kein Grund für mich ist, auf die 8,7 auf imdb anzustoßen, hat unterschiedliche Gründe: Dieser fürchterlich unsympathische Kindsbratzn zum Beispiel. Oder dieser schlimme Jungwolverine als Endgegner – an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten, oder dieser „Schurke“ der wie ein rumänischer Boyband-Bösewicht wirkt und dabei so viel Charisma wie eine Raufasertapete ausstrahlt. Die ewig füchterliche CGI-Arbeit, die auch nach 20 Jahren einfach immer noch erbärmlich aussieht – goldenes Handwerk bleibt bei gore fest eben goldenes Handwerk (siehe The Thing).

Wie es nun weitergeht? Christliche Symbolik wird zum X der X-Men am Ende umgelegt? Invasieren Kinder-Muslim-Terroristen jetzt Kanada? Gut, schaue ich mir an.

Streamingsichtung „Gantz: O“

Gantz: O (styled GANTZ:O) is a 2016 Japanese CGI anime science fiction action film directed by Yasushi Kawamura, produced by Digital Frontier, written by Tsutomu Kuroiwa and based on the manga series Gantz written and illustrated by Hiroya Oku.[2][3] It was released in Japan by Toho on October 14, 2016.“ (Quelle)

Was für eine positive Überraschung – so etwas hätte ich gerne mal im Kino als Sneak gesehen. Tränen-, darm, und blutreicher CGI-SciFi-Actioner, den man den ewigen Dreamworks-Kinderproduktionen unter die Nase halten möchte – so kann das auch mal aussehen.

Manga-Lektüre abgeschlossen „Dragon’s Crown“

„Im Königreich Hydeland existiert ein legendäres Artefakt: eine Krone, die die Macht verleiht, Drachen zu kontrollieren. Doch wenn sie in die falschen Hände gelangt, bedeutet dies den Untergang des Landes. Um das zu verhindern, schließen sich eine wilde Amazone, eine flinke Elfe, eine Hexenmeisterin, ein Magier, ein alter Zwerg und ein starker Krieger zusammen, um den Frieden des Landes zu wahren und stellen sich allen Gefahren. Wird es ihnen gelingen, das Königreich vor dem Untergang zu retten?“ (Quelle)

Immerhin: Ein schöner Reminder, warum ich das Spiel so gern spielte (inkl. eingesträuten Meta-Kommentaren der Figuren). Fein für schnell.

Streaming-Sichtung „Snowpiercer“

Snowpiercer ist ein Science-FictionActionfilm aus dem Jahre 2013, der auf den französischen Comics Schneekreuzer (Le Transperceneige) von Jacques Lob, Benjamin Legrand und Jean-Marc Rochette basiert. Es ist der erste englischsprachige Film des südkoreanischen Regisseurs und Drehbuchautors Bong Joon-ho, der durch den 2006 erschienenen Monsterfilm The Host weltbekannt wurde. Die Produktionskosten betrugen 40 Mio. US-Dollar.[3] In Südkorea hatte der Film seine Premiere am 31. Juli 2013 und lief am 1. August 2013 in den Kinos an. Der deutsche Kinostart war am 3. April 2014.“ (Quelle)

Endlich habe ich diesen durchaus überraschenden SciFi-Film nachgeholt: Überraschend deshalb, weil ich ihn mir in seiner Figurenzeichnung weitaus weniger skurril vorgestellt hatte. Da gibt es die gemeine alte Hexe, zwei Anzugträger, die wie Zwischengegner in einem Videospiel wirken, eine Handbeil-Gang, wie man sie aus koreanischen Mafiathrillern kennt, einen Helden, der ein wohlschmeckendes Geheimnis am Ende preisgibt und einen Gegenspieler, der Kinder als Maschinenteile benutzt (wobei das im Grunde nicht skurril, sondern Alltag in der Textilindustrie sein dürfte).

Eines vorweg (#Schpeular)

„So, for me, it’s a very hopeful ending … But those two kids will spread the human race … I don’t really feel everyone must die. I hope there were other survivors who lived through the avalanche, […] outside the train, life is actually returning. It’s nature that’s eternal, and not the train or the engine, as you see with the polar bear at the end.“   (Director Bong Joon-ho)

So, ist das erstmal aus dem Weg, kann man gleich viel entspannter über den Film sprechen. Aber eigentlich habe ich schon alles gesagt. Untergangsszenarien sind mein Shit. Dieses hier finde ich super: Klassenkampf auf engstem Raum inkl. Menschheitsaufdemspielstehung. Die Exposition ist ebenfalls super: Chemtrails – ich habe es ja gewusst!!!