Hörspiel beendet „Andromeda im Brombeerstrauch“

„Im Garten der Dorfschullehrerin Ulla landet ein Flugkörper von der Gestalt eines überdimensionierten Tee-Eies zwischen den Brombeersträuchern. Der Insasse, ein intelligentes Wesen aus dem Spiralnebel der Andromeda, besitzt die Fähigkeit, jede beliebige Gestalt seiner Umgebung annehmen zu können. Eigentlich hatten es die Lehrerin Ulla und ihr Freund Albert zuerst an ihrem Kater Mimo bemerkt, den es auf einmal doppelt gab, einen nassen und einen trockenen, obwohl es an jenem Abend in Strömen regnete. Dann das merkwürdige Verhalten von Pastor Mielau, der sie mit ungewohnt liberalen Ansichten überrascht. Und plötzlich sitzt da auch noch eine zweite Ulla und erklärt, sie komme nicht von der Erde, ja, nicht einmal aus diesem Sonnensystem. Sie habe die Gestalt Mimos, des Pastors und schließlich Ullasangenommen, weil ihnen ihr wahres Aussehen nur als Gewirr von Farben ersch ienen wäre. Albert hat gegen die Anwesenheit Andromedas nichts einzuwenden – im Gegenteil. Aber der Pastor und die Bürger des kleinen Dorfes Großainach-Üpplingen begegnen der seltsamen Dreierfreundschaft mit Mißtrauen. Ist es Zufall oder steckt mehr dahinter: Eines Tages kommt Ulla bei einem Unfall im Steinbruch ums Leben. Aber welche von beiden?“ (Quelle)

Autor: Richard Hey
Produktion: SFB/HR- 1975; 43 Min.; Stereo

Schwäbische Mundart. Nice.

Was wir wissen. Nicht, was wir NICHT wissen.

So vermeintlich übersichtlich diese aktuellen Online-„Was-wir-wissen-und-was-wir-nicht-wissen“-Formate der Nachrichtenportale – so albern sind sie. Die Nomenklatur ist erzieherisch. Sie behandelt uns wie Kinder. Sie gemahnt zur Ruhe, zur Disziplin. Zur unaufgeregten Zurückhaltung. Sie solle das Spekulative, das All-zu-Fantasievolle zurückdrängen, das eine Nachrichtenlage unübersichtlich und reißerisch gestaltet. Aber was zeigt das? Was zeichnet das für ein Bild vom angenommenen Mediennutzer (und womöglich die Konkurrenz)? Ich jedenfalls stamme aus einer Mediennutzungsgeneration, die von ihren LEITMEDIEN erwartet, dass eben NICHT spekuliert wird, dass eben NICHT darüber phantasiert wird, WAS WIR NICHT WISSEN. Warum muss das überhaupt auftauchen? Warum muss das betont werden? Wieso wird die Nichtmeldung genauso ins Licht gezerrt? Hat sie das Anrecht? Steht sie gleichberechtigt? Nein, für mich nicht.