Lektüre beendet „Stranger Things and Philosophy: Thus Spake the Demogorgon“ (Jeffrey A. Ewing / Andrew M. Winters)

SONSTIGES

Stranger Things and Philosophy is an important book, the first of its kind to examine the fantastical world of this award-winning, widely beloved, phenomenal show with a philosophical lens. This is important precisely because the show rests so heavily on a complex and thought-provoking mythos based around secretive government experiments and a parallel dimension that darkly reflects readers‘ own. The series as a whole has asked more questions than it has delivered answers, and the chapters in this volume will explore these topics. From the deepest recesses of the Upside Down, its tunnels snaking beneath the local bookstores of Hawkins, Indiana and who knows where else, this collection of philosophical musings on the world of Stranger Things promises to enlighten readers. This volume considers many of the philosophically related ideas that that come up in the show such as: What are the moral implications of secret government projects? What is the nature of friendship? Does scientific research need to be concerned with ethics? What might it be like to experience the world from the perspective of the Mind Flayer? Is it possible to understand the metaphysics of the Upside Down?“ (Quelle)

Kann man nichts falsch machen. Ehrlich. Es sind kecke Nachdeckhappen in meinem Universum, das mir sowieso sehr gefällt. Die meiste Nachbereitungszeit verbrachte ich übrigens bei dem Aufsatz „Abnormal is the new normal“.

Let’s-Play-Sichtung „The Shore“

SONSTIGES

„THE SHORE is a first person story driven game with an atmospheric environment and narrations, You will encounter mysterious creatures and unravel the secrets behind them. Strong elements of horror, struggle to survive an unknown world that will make you question your own sanity.“ (Quelle)

Na, wir wissen doch, dass die Ursünde des Erklären und Zeigen Horror und Terror zerstört. Das ist hier auch der Fall. Und: Wenn das Spiel sich vom Entdecken entfernt und sehr ungeschickt versucht, Kampfsequenzen einzubauen, dann klappt das nicht so recht.

Comic-Rundschau Juli 2020

SONSTIGES

Ein von Regenwolken durchzogener Juli spült zwei Bände von Panini Comics auf meinen Schreibtisch – vielen Dank dafür!

Punisher: Soviet 

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Inhalt 

Eine neue, knallharte Geschichte von Punisher-Legende Garth Ennis! Jemand hat es auf die russische Mafia abgesehen und hinterlässt eine Spur aus Leichen – aber es ist nicht Frank Castle. Der Punisher geht der Sache auf den Grund und trifft einen Afghanistanveteranen, der seinerseits eine offene Rechnung hat. Sind er und Frank etwa Schicksalsgenossen?

Meinung

Magenheber. Einige der Panels sind tatsächlich abartige Schlachtplatte. Aber der Punisher und seine Comrade gehen eben nicht zimperlich zur Sache – ihre Feinde aber auch nicht. Harte, geradlinige Kost – sehr empfehlenswert!

 

Batman: Kreatur der Nacht

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Inhalt

Eine ungewöhnliche Batman-Story von Star-Autor Kurt Busiek und Top-Zeichner John Paul Leon: Der junge Bruce Wainwright liebt seine Batman-Comics. Doch als seine Eltern umgebracht werden, ist alles anders als in den Heften. Denn in Bruce’ Welt gibt es keine Superhelden, nur Kummer. Der manifestiert sich allerdings in einer dämonischen Kreatur der Nacht, die dem verbitterten Jungen beizustehen scheint.

Meinung

Ein wirklich toller Band, der sich viel Zeit nimmt, seine Geschichte zu erzählen. Und das zahlt sich aus; der Strudel, in den Bruce W. gezogen wird, entfaltet langsam, aber stetig seine Sog.

Lektüre beendet: „Blade Runner 2049 and Philosophy: This Breaks the World“

SONSTIGES

Blade Runner 2049 and Philosophy is a collection of entertaining articles on both Blade Runner movies (and on the spin-off short films and Blade Runner novels) by twenty philosophers representing diverse backgrounds and philosophical perspectives.“ (Quelle)

In meiner Lieblings-Pop-Philosophie-Buchreihe enttäuscht auch dieser Band nicht. Mein Lieblingsaufsatz beschäftigt sich mit der Frage, ob BR2049 eine marktliberale Utopie sei. Spannend.

Lesenswert Nr. 136 mit einigen der bisher besten Texte des Jahres. Den Anfang macht Benjamin Strobel mit einem famosen Beitrag über den Wert des Wiederspielens. Auf dem Fuß folgt Constantin Becker mit einem Text, dessen erste Hälfte schon spannend genug wäre, um die Aufnahme in diese Auswahl zu rechtfertigen – der dann aber ausholt und in Sachen Originalität noch einen draufsetzt. Durch seine Kürze besticht der Blog-Post von Fabian Fischer, der das Problem zu langer Spiele akkurat auf den Punkt bringt. Immer noch in der Riege der besten Texte des Jahres bewegt sich auch der Aufsatz von Tobias Unterhuber, der mehr als einen interessanten Gedanken enthält, über ein Thema, das auch bei SPIELKRITIK schon umfassend diskutiert wurde.

über Lesenswert: Wiederspielen, Grenzüberschreitungen, Kanon, Last of Us II (Israel, Religion, Lena), Chiptunes / Sehenswert: FromSoftware, Far Cry 2, RenderWare, Kane & Lynch — SPIELKRITIK.com

Lesenswert: Wiederspielen, Grenzüberschreitungen, Kanon, Last of Us II (Israel, Religion, Lena), Chiptunes / Sehenswert: FromSoftware, Far Cry 2, RenderWare, Kane & Lynch — SPIELKRITIK.com

SONSTIGES

Lektüre abgeschlossen „Idiocracy. Denken und Handeln im Zeitalter des Idioten“ (Zoran Terzić)

SONSTIGES

„Jenseits der universellen Geschichte menschlichen Unvermögens gibt es heute eine neue Qualität des Idiotentums. Während der alte Idiot aus der Isolation ein Wissen bezog, verweigert sich der neue Idiot jeglichem Weltverständnis. Er erscheint ­nurmehr als die Figur einer systemischen Inkompetenz, die bis in die letzten Ver­zweigungen des politischen und medialen Lebens ihre Wirkung entfaltet und dabei neue, meist völlig absurde Kompetenzen ausbildet. Die heutigen Debatten über »Fake News« oder »postfaktische Gesellschaft« können in dieser Perspektive auch als Anzeichen einer umfassenden Transformation von Formen der Selbstpolitik gelesen werden, in der das Absurde das Bild der Realität neu definiert. Denn während viel von globalem Bewusstsein und Gemeinschaft die Rede ist, scheint der Solipsismus des idiotischen Subjekts unterschwellig eine umso wirksamere Rolle zu spielen. Als isoliertes Selbst der Vielen bildet es das leere Zentrum eines planetarischen, sich um sich selbst drehenden Idiotismus.“ (Quelle)

Bei diesem Verlagspitch wäre ich gerne dabei gewesen. Wenn Deutschlandfunk Kultur warnt: „Terzic überwältigt den Leser mit einer Kaskade von Ideen, die immer wieder abrupt die Richtung und die Persepktive wechseln…“, dann dürfte dies die Untertreibung des Jahrhunderts sein. Meines Erachtens wäre hier ein strengerer Lektor nötig gewesen, um dem Konvolut aus Gedanken, das in alle Richtungen gleichzeitig explodieren möchte, ordnende Einhalt zu gebieten. So hingegen fühlt sich am Ende der Leser wie der Idiot.