Blog | Love For Games – Einige Ausgaben der GEE kostenlos zum Download — SPIELKRITIK.com

Im Laufe meines Lebens gab es genau drei Videospielmagazine, die nicht nur meinen Blick auf Spiele nachhaltig prägten. All die vielen anderen, die in zwei Jahrzehnten durch meine Hände wanderten, blieben Gelegenheitsbekanntschaften, One-Issue-Stands, unregelmäßig wiederkehrende Zweckgemeinschaften. Doch drei Publikationen begleiteten mich über Jahre hinweg. Keine davon seit ihrer ersten Ausgabe, doch jede bis zu ihrer letzten. Das Club Nintendo Magazin, die big.N und nicht zuletzt die GEE. Einige Ausgaben der Letzteren wurden von ihrem Herausgeber nun kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt.

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Abwägen.

Es ist Sonntag.

Sonntag ist Abwaagetag. Jede/r weiß, dass man – innerhalb des strengen Gewichtskontrollregimes – sich einen festen Tag (und eine feste Waage) zur Abwaage suchen möge. Wechseln des Rhythmus oder ein Tauschen des Geräts kann schnell zu Schwankungen führen. Schwankungen.

Schwankungen. Das ist ein interessantes Wort. Man benutzt es gerne, um den Abnehmprozess zu unterstützen für die hoffnungsvollen ReduktionistInnen. Man möchte ihnen damit zurufen…, nein, man möchte ihnen versichern, dass „Rückschläge“ (man beachte die Wortwahl!), dass also Rückschläge normal seien, und folglich das Gewicht nicht immer weniger werden könne. Es könne, so die Zurufenden, durchaus stagnieren oder sogar – man höre und staune – wieder leicht steigen.

SPOILER: Nach 35kg Reduktion rufe ich Euch fröhlich zurück: Ihr hässlich-enstellten LügnerInnen. Kein einziges Mal „schwankte“ etwas nach unten. Schweigt. So schweigt doch endlich. Doch nur der Badezimmerspiegel hört mir geduldig zu. 

Es ist Sonntag. Und ich weiß, dass ich mich gleich auf meine Waage stellen werde. Wie ich seit vielen Jahren mache. Seit ich 14 bin, kämpfe ich mit meinem Übergewicht, ringe ich mit meinem Körper, trete ich gegen mein Spiegelbild und meine Selbstwahrnehmung an. Denn: Dein Körper gehört mitnichten Dir. Er ist eher wie ein Parkplatz der Meinungen. Der MitschülerInnen, der Erziehenden, der Fremden. Sie alle nehmen den Körper (TM) in den Blick, erfassen mögliche Schwachstellen, bewerten sie und äußern sich dazu – manche lauter, manche leiser. Nur selten enthalten sie sich jedoch gänzlich. Warum auch? Körper sind Freiwild. Jagdsaison ist immer.

So lernte ich bereits sehr früh die fünf besten Freunde der Fetten (FdF) kennen – oder wie der Volksmund sagt, die „Folgen“ – Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Schlaganfall, Krebs und…Rückenschmerzen. Alle persönlich? Nein. Nein. Nein, keine Sorge. Dem Dicken geht es gut (denkt Euch an dieser Stelle ein herzlich Kneifen in die Bäckchen oder einen der Speckringe – süß & niedlich).

Es ist Sonntag. Und ich zögere. Nicht, dass das etwas bringen würde. Der Rausch der Quantifizierung und Kontrolle lässt Zögern zu. Kurzzeitig. Wie jeden Sonntag steigt der Puls. Wurden alle Tricks herangezogen? Ausgedehnte WC-Gänge? Kann man noch irgendwas machen? So müssen sich vermutlich auch BoxerInnen fühlen, wenn sie wissen, dass gleich – vor Augen der Konkurrenz und der Medienöffentlichkeit – etwas Blödes passieren wird. Das Gewicht. Es ist zu hoch.

War es das Stück Pizza zuviel? Die Chips? Das Eis? Das weiße Mehl? Hätte die Banane mittags nicht gereicht? Oh, sicher, aufgrund einer Entzündung entfielen die drei Sporttermine letzte Woche. Ja, klarer Fall. So erklärt sich das, was gleich passieren wird. Doch…

Noch schlimmer als der stete Selbsthass auf den Körper, ist der Selbsthass, sich bei den eigenen Ausflüchten und Lügen, die den Körper, nein, die das FETT, das am Körper hängt und Dich aussehen lässt, wie ein altersschwaches, lustloses Schwein, das nicht einmal der hinterletzte Dorfmetzger zerstückeln oder besoffen besteigen will, betreffen, zu ertappen.

Das war vulgär? Ich bitte Sie. Es ist Sonntag.

Was das Christkind und Native Americans gemeinsam haben (oder warum wir Sprachgeschichte brauchen) — Sprachpunkt

An dieser und anderer Stelle habe ich vor kurzem das Projekt #DigitalHerrnhut aufgerissen – das ist auf den ersten Blick ein Thema für Religionslinguistik und Sprachgeschichte und ohne besonderen Gegenwartsbezug. Wenn wir einen öffentlichen Diskurs ohne Rassismen führten. Tun wir aber nicht. Deshalb ist auch hier der Hinweis nötig, dass rassistische Begriffe zur kritischen Distanzierung […]

über Was das Christkind und Native Americans gemeinsam haben (oder warum wir Sprachgeschichte brauchen) — Sprachpunkt