Lektüre abgeschlossen „Algorytmica“ (Marion Herzog)

„Wir schreiben das 24. Jahrhundert: Nach einer globalen Katastrophe haben sich die Überlebenden in riesige unterirdische Bunkeranlagen, sogenannte Archen, zurückgezogen. Dank hochmoderner Technologie und fähiger Programmierer sind die Arche-Bewohner vierundzwanzig Stunden am Tag in virtuelle Welten eingeloggt und können so vergessen, dass sie tief unter der Erdoberfläche in winzigen Zellen an lebenserhaltende Systeme angeschlossen sind. Dann kommt es eines Tages zu einem Black-out, die Systeme fallen aus und es wird klar, wie verletzlich die unterirdische Gesellschaft eigentlich ist. Die Informatikstudentin Kaja wittert eine Verschwörung“. (Quelle)

Wenn Dir beim Lesen die Referenzen so überdeutlich ins Gesicht gedonnert werden, dass die Stirn vom Bezugspunkt-Klappspaten schmerzt, kann man von einer anstrengenden Lektüre sprechen. Der Umschlag spricht von „Metro meets Matrix“ und lässt dabei Dschungelcamp, Big Brother sowie Die Spiele von Panem oder Divergent unter den Tisch fallen. Oder ist es ein wenig Fallout? Die Figuren bleiben handeln, sprechen und erscheinen skizzenhaft. Der fiktionale Unibetrieb wirkt wie ein VHS-Seminar, die schauerhaften Pläne der IT-Overlords lassen sich beim zweiten Mal darüber nachdenken als reichlich albern abtun und die „Rebellen“. Nun. Wie Du und ich. Not.