Lektüre beendet „Sie. Szenen des Unbehagens“ (Kay Dick)

Dass im Nachwort Eva Menasse auf das vermeintliche Gespenst „Cancel Culture“, das in vielen Köpfen und Redaktionsstuben umgehe, abhebt, bereitet MIR Unbehagen. Aber genug davon. Das eben erst auf Deutsch erschienene, in der 1970ern erschienene (aber gefloppte) Bändchen ist das Beste zwischen zwei Buchdeckeln, was mir dieses Jahr bisher unterkam. Punkt.

Es fühlt auf, es macht regelrecht wütend; es schreibt nach Genugtuung. Nach…Rache? Und doch…dann wäre eben nicht der gelungene Wurf, den es nun darstellt. Hoffnung lebt in der Nische, müssen wir uns (leise?) sagen – auch wenn (kollektiv gesprochen) wir gedemütigt, umerzogen, geblendet, verbrannt und erschossen werden. Ein markerschütterndes Werk.