Comic-Lektüre beendet: Button Man 3

COVER – PANINI COMICS

BUTTON MAN 3

INHALT

Harry Exton war ein „Button Man“ – ein Spieler im tödlichen Killerspiel, bei dem Mann gegen Mann gegeneinander antreten. Die Einsätze waren hoch – man wurde entweder sehr reich oder war anschließend sehr schnell sehr tot. Dann wandte sich Exton gegen die Stimmen – die geheimnisvollen, unsichtbaren Geldgeber, die die Spiele arrangierten – und kündigte. Aber niemand verlässt das Spiel und überlebt. Jetzt ist es an der Zeit, dass der Jäger zum Gejagten wird! (Quelle)

MEINUNG

Nicht nur Kinogänger*innen ahnen oder wissen es bereits schon: Man kann – und ich sage bewusst „kann“ – eine Figur durchaus eine gewisse Zeit melken. So eine wohlgeformte Power-Kuh macht das schon eine gewisse Zeit mit und wenn man nicht ganz genau hinsieht, bekommt man (vielleicht) die Ermüdungserscheinungen auch nicht mit. In Band 3 der Reihe BUTTON MAN, die so grob und ungeschminkt durchstartete (wie ein roter MVG-Notfallhammer gegen die Schläfe), ist dies allerdings nun deutlich zu beobachten.

Die Formal ist leicht zu benennen: „Er möchte aussteigen – er schafft es – kurzzeitig – niemand steigt aus – pewpewpew – er steigt aus – wir sehen uns im nächsten Band“. Wie schon beschrieben, geht das eine Weile gut, aber bereits im zweiten Band zeigte sich, dass man auf diese Art und Weise im Grund die Kraft des Vorgängers nicht nur anzapft, sondern sie schwächt. BUTTON MAN 1 war eine brutale Hommage, eine Backenzahn ausschlagende Schönheit. Und in seinen besten Momenten hat auch diese, hier vorliegende, Iteration noch die Schlagkraft, aber alles wirkt bemühter und unnötig potenziert (die Szene, die es auf das Cover schaffte, z.B., ist genau eine solche).

Mein abschließender Tipp: Lasst ihn in Rente gehen.

…und ja: Natürlich bin ich auch auf die Serie gespannt, welche für Netflix in Vorbereitung ist.