Lektüre beendet „Identität“ (Francis Fukuyama)

„In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl der demokratischen Staaten weltweit erschreckend schnell zurückgegangen. Erleben wir gerade das Ende der liberalen Demokratie? Der US-amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama, Autor des Weltbestsellers Das Ende der Geschichte, sucht in seinem neuen Buch nach den Gründen, warum sich immer mehr Menschen antidemokratischen Strömungen zuwenden und den Liberalismus ablehnen. Er zeigt, warum die Politik der Stunde geprägt ist von Nationalismus und Wut, welche Rolle linke und rechte Parteien bei dieser Entwicklung spielen, und was wir tun können, um unsere gesellschaftliche Identität und damit die liberale Demokratie wieder zu beleben.“ (Quelle)

Fukuyama traut dem Nationalstaat einiges zu. Geht es nach ihm, so ist es dieser, welcher mittelfristig als einer Akteur in der Lage sein wird, universelle Tugenden aufzusetzen (und vorzuleben), die die zunehmende Anzahl an sich immer weiter fragmentierenden Identitäten einfangen (ein Konzept, das sich die neue Rechte einfach von links abholte und daraus Klientelpolitik bzw. Wahlerfolge schusterte) und zu einem funktionierenden, liberalen, demokratischen Staatswesen zusammenführt.