Lektüre beendet „Jeder braucht seinen Süden“ (Iso Camartin)

„Jeder kennt sie, die Sehnsucht nach dem Süden, nach dem irdischen Paradies. Und dieser Süden, sagt Iso Camartin, „hat wenig mit Längen- und Breitengraden zu tun. Er ist nur mit Licht- und Wärmegraden der Seele zu messen. Seine Dimensionen haben einen einzigen Maßstab: den der Begierde nach dem Hellen und Weiten.“ Und jeder hat seinen Süden, das „Herzland“, worin man sich geborgen wähnt, aufgehoben, beschützt, in dem man nicht friert und vom Alltäglichen verschont bleibt – ein Land, ein Ort, ein Raum. Süden kann demnach sein: ein bestimmter Flecken Erde, Sizilien zum Beispiel, ein Kloster in Spanien, die Welt eines Dichters, die Farben eines Malers, die Kompositionen eines Musikers, Gerüche und Geräusche, das Große oder Kleine, in dem man sich zu Hause fühlt, angekommen, angenommen.“ (Klappentext)

Lehne ich mich zu weit aus dem Fenster? Ach, iwo. Ich versuche es einmal. Ein wenig philologischer Altherrentraum schwingt hier mit. Verzeiht oder ignoriert man es, lässt man sich keck davon tragen. In den Süden. Der, wie so oft betont, viel eher im Geist oder im Herzen liegt als auf einer Landkarte. Es könnte also auch sein, dass dieser Süden mein eigener kleiner imaginierter Norden ist.

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