Streaming-Sichtung „Blame!“

„In the distant future, one man searches for genetic markers to stop the city’s endless construction and save humanity. Cyberpunk legend Tsutomu Nihei oversaw this adaptation of his acclaimed manga as the creative consultant.“ (Quelle)

Die Manga-Bände las ich in etwa vor zehn Jahren und hatte sie in bester Erinnerung, konnte mir aber nicht so recht vorstellen, wie eine Adaption in Bewegtbild aussehen sollte. Das Ergebnis ist nun ein schwieriges: Einerseits bietet die Umsetzung eine tolle Optik inkl. einer soliden Inszenierung, die allerdings das, was ich so großartig an Blame! finde, mehr oder minder aus dem Fenster wirft.

Das Verwinkelte, das Kafkaeske, das Einsame, das Brutale – all das, was Stadtsoziologen feiern, wenn sie von der Bewusstseinswerdung einer Stadt als solcher theorisieren – findet nicht statt. Es wird viel gesprochen, viel geschossen. Vor allem: Viel gehofft. So habe ich Blame! nie verstanden. Ich las den Manga als sinnloses Navigieren in urban-entgrenzten Topographien, an dessen Ende der Tod steht.

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