Filmsichtung „Rogue One: A Star Wars Story“

Rogue One: A Star Wars Story ist ein Film über das Sterben. Die Menschen in diesem Film bereiten sich darauf vor zu sterben, sprechen über das Sterben, es wird beschlossen, dass andere sterben und schlussendlich wird allen Ortes gestorben – zu Land, zu Wasser, in der Luft und im All. Es trifft jeden und alles. Lästiger Humanballast, der nicht klettern kann, Städte, Unterschlüpfe, Selbstmordattentäter, Menschen, gegen die sich ihre eigene Waffe richten, Menschen, die gegen diese Waffe antreten, die Mutigen, die Feigen, die, die man vergisst und die, derer man sich erinnert und über die später Heldengeschichten geschrieben werden. Strandurlauber. Verglühte. Liebende. Ausgelöschte.

Rogue One: A Star Wars Story ist ein Film über Gesichter. Künstlich geschaffene, wieder auferstandene, neue, junge und frische; offene, staunende Münder, schmerzerfüllte Schreie ausstoßende Mäuler und Zornesfalten. Traurige, letzte Blicke. Ungläubiges Glotzen, Fratzen, die sich zum Schrecken bekennen, unter Helmen verborgene kalte Sehorgane und wachsame Autoritäten. Protestierende Laute und zugespitzte Jauler. Wunderschöne Mundpartien, sinnliche Lippen und herrlich-halunkenhafte schiefe Nasen.

Rogue One: A Star Wars Story ist ein Film, den ich mir als Kind wünschte: Wie sähe es aus, wen diese gigantischen Kriegsmaschinen nicht nur auf Eis liefen? Warum gibt es so wenige Laser-Maschinengewehre? Und warum keinen Jedi-Shaolin?

Rogue One: A Star Wars Story ist zugleich Star Wars, atmet jedoch nicht den Weltgeist Star Warsens – und ist damit für mich einer wertvolle Seherfahrung.

 

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