FFF2016-Sichtung „Train to Busan“

Der Abschlussfilm eines FFF sollte natürlich eine runde und publikumswirksame Sache sein. Der letzte FFF-Endstreifen, an den ich mich so richtig gut erinnern kann war Jason X; da gingen die Leute in München ziemlich laut steil.

Der Schnellzug nach Busan ist ein rasanter Ritt, der dennoch hin und wieder Zeit zum Durchatmen lässt: „While a zombie-virus breaks out in South Korea, a couple of passengers struggle to survive on the train from Seoul to Busan.“ (Quelle: imdb)

Oh, hier rockt der Sinmstifter: Schauen wir uns mal den Protagonisten an. Hypergestresster Fondsmanager. Saugt Geschäftsdeals richtig aus. Jetzt steht ER auf der Speisekarte. Will sich Blut von den Haden waschen, versteht, dass nur Suizid ihn von seinen Sünden reinwäscht. Heilung seines Standesdünkels durch Konfrontation mit Schwachen, Tatkräftigen und Bösewichtern.

Wer überlebt den Shizzle eigentlich? Das kleine Mädchen und die schwangere Frau. Sind das die Überlebenden der koreanischen Leistungsgesellschaft? Die es schaffen, weil sie gerade nicht ausgeschlossen werden. Also buchstäblich aus dem Abteil ausgeschlossen werden. Viel Salz-und-Erde-Message: United we stand, divided we fall.

Mit großem Erstaunen stellte ich fest, dass der Film für angeblich nur knapp 190.000 US-Dollar gestemmt wurde. Ich korrigiere: Frustriert stelle ich fest, dass… Wie zur Hölle kann das sein, dass das hierzulande nicht geschafft wird? Seit Jahren höre ich diesen Käse. Kein Geld. Kein Genrefilm. 190.000. Genug getextet, keine Ausreden meh

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