Hörspiel beendet „Thomas K. Brown – Antwort von den Sternen“

„Ein Besucher aus dem All gesteht, trotz seiner unfassbaren Überlegenheit zur dominierenden Species seiner Heimatwelt in keinem anderen Verhältnis zu stehen als irdische Versuchsaffen zu den Menschen.Als im Tower des New Yorker Flughafens ein Funkspruch empfangen wird, der die Landung eines nicht näher definierten Flugkörpers avisiert, hält man das für einen schlechten Scherz, bis am nächsten Morgen tatsächlich eine silberne Kugel am Himmel sichtbar wird, die trotz hoher Geschwindigkeit fast verzögerungsfrei und ohne sichtbaren Antrieb am Rand des Flugfelds niedergeht.

Die unauffällige Gestalt, die ihr entsteigt, erklärt in fließendem Englisch, vom dritten Planeten des Systems Tau Ceti zu kommen. Seine Rasse hat damit auf Funksignale reagiert, mit denen sich die Erde in den 60er Jahren auf die Suche nach extraterrestrischem Leben begeben hat. Für die Entfernung von zehneinhalb Lichtjahren hat er nicht mehr als dreizehn Jahre benötigt. Er ist telepathisch begabt und hat seine Kenntnisse der menschlicher Sprache und Kultur aus irdischen Rundfunksendungen. Der technische Stand seiner Zivilisation ist der irdischen so sehr überlegen, dass schon die wenigen Informationen, die man ihm zu entlocken vermag, ausreichen, um die Menschheit um Jahrzehnte weiterzubringen.

Wenige Tage später ist der Besucher ebenso plötzlich verschwunden, wie er gekommen ist. Niemand ahnt von dem Interview, das ein Journalist kurz vor dem Abflug auf Tonband aufgenommen hat und das er nicht zu veröffentlichen wagt. Der Besucher bekundet darin ein auffälliges Interesse an einem NASA-Projekt, bei dem zwei genmanipulierte Schimpansen die Lebensbedingungen auf dem Mars erkunden sollen: für ihn der Beweis, dass intelligente Lebewesen überall im Universum den gleichen Weg gehen und zuerst mit niederen Lebensformen experimentieren, um sich selbst nicht zu gefährden.

Da er aber selbst der erste war, der eine interstellaren Flug unternommen hat, bedeutet das für die Menschen nicht weniger als die deprimierende Einsicht, dass es auf seiner Heimatwelt Wesen geben muss, deren Intelligenz sogar sein Begriffsvermögen noch um ein Vielfaches übersteigt.“

Großartiger Twist am Ende. Offene Münder. Wirkt wie eine alte The-Twilight-Zone-Folge.

 

Autor: Thomas K. Brown
Produktion: SDR 1967 49 Min. (Mono) – Bearbeitung Literatur
Genre: Science Fiction
Regisseur: Walter Knaus

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