Filmsichtung „James Bond 007 – Spectre“

Drei Jahre nach dem hochgelobten Skyfall erscheint nun mit Spectre das nächste Bond-Abenteuer. Und was für eines! Angeblich verschlang die komplette Produktion an die 350 Millionen USD. Und wie üblich überzeugen die Schauwerte (okay, Bond als Eiswellensurfer einmal außen vor gelassen!) des Spionagethrillers auf ganzer Linie – egal, ob Kostüme, Drehorte oder Stunts: Bond Nr. 24 ist ein Film der beeindruckenden Superlative. Da verwundert es doch reichlich, dass es einem Regisseur wie Sam Mendes (u.a. American Beauty und Road to Perdition) einfach nicht gelingen will, diese Agentengeschichte so richtig rund zu klopfen. Zwischen Craig und Bond-Girl Seydoux können nicht einmal die vermeintlich schwül-heißen Nächte in Tanga (und trocken-infernal-heißen Tage in der Wüste) dafür sorgen, dass die Leidenschaft kocht. Ebenso lässt das Spiel zwischen Agent und Bruder-wider-Willen seltsam kalt. Der Showdown NACH dem Showdown wirkt aufgesetzt und kann mitnichten die Spannung entfalten, die der furiose Auftakt in Mexiko bietet. Und dann ist da noch dieses Ungeheuer von Bond-Song; es wird ein Geheimnis bleiben (müssen), warum Sam Smith die Zeilen derart geknödelt und gequält verwursten darf. Insgesamt kann Spectre nicht das einlösen, was ich mir erhofft hatte.

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