Von 1992 bis 2015 – wenn der TOPF zu seinem (Sarg-)deckel geht.

Ich höre Rap. Aber ich bin es nicht. Dazu bin ich zu vielfältig. Dazu ist Rap zu vielfältig. Daher fällt es mir schwer, über Lieblingsgenre, Lieblingsband und Lieblingsrapper zu sprechen. Ich weiß, dass ich zwischen 1997 und 2003 richtig viel Blumentopf, eine (nicht „die“, aber „eine verdammt großartige“) Münchner HipHop-Band hörte.

Ich bin kein Konzertfan. Konzerte sind immer Gedränge, Sound der nicht so abgemischt wird, wie man will und eine Songauswahl, die man so nicht selbst gepickt hätte (ja, Konsument, so ist das, der Künstler will am Ende auch noch ein wenig Restfreiheit haben); entsprechend wenige Live-Auftritte sah ich vom Topf. In der BMW-Welt, am Königsplatz, am (von mir sonst so gehassten) Tollwood und in der Muffathalle – ich glaube, das war es schon.

Welche Acts kommen denn aus München – und mir fiel in meiner Ignoranz immer nur Main Concept ein. Und eben…der Blumentopf. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen? Vielleicht lag es an der Klasse der Band, das sich neben ihr so wenige Local Acts in meinem Kopf festsetzen konnten? Wer weiß.

Ich erinnere mich, zwischen 2005 und 2009 mit irgendwem aus der Band bei einem Freund HALO 2 im Multiplayer gespielt zu haben – ich erinnere mich, dass derjenige ziemlich gut war. Vielleicht ist das meine wertvollste Erinnerung? Für den Rest habe ich das hier gebastelt.:

Kein Zufall: Zu „Reden ist Schweigen“ aus dem Fenster gesehen und nachgedacht. Warum war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Rap aus Deutschland so clever?

Grosses Kino: Heimlich und manchmal nicht so heimlich autobiografisch geweint zu „Was‘ der Handel?“ und wild genickt zu „Seelen in Silben“

Eins a: Grün vor Neid geworden bei „R’N’B“ wegen der vielen tollen Einfälle.

Gern geschehen: Über die vielen sperrigen Beats stolpern, aber dann doch von „Da läuft was schief“ abgeholt werden.

Ausstieg bei Musikmaschine: Danke dennoch für „Profis“.

Viel Glück. Danke, dass Ihr auf Tape, Vinyl, CD und als MP3-File dabei seid. Die Band geht, aber sie bleibt bei doch mir.

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