Spielejahresrückblick 2014 (Teil 6)

Was ist gefährlicher als 300 Spartaner? 500 Millionen US-Dollar! Denn egal, wo und was man auch über den Shooter Destiny las, diese Zahl geisterte stets mit: „Activision Blizzard Inc intends to spend $500 million developing and promoting Destiny. CEO Bobby Kotick revealed the number (…).“ Dass eine solche Ziffer nicht eben dazu beiträgt, Erwartungen auf ein realistisches Level herabzuschrauben, kann man sich vorstellen. Nimmt man nun doch die Tatsache hinzu, dass nicht John Sausage und Hans Wurst hinter der Entwicklung des Titels stecken, sondern HALO-Begründer Bungie, erscheint es völlig klar, dass Destiny von Sekunde eins an unter einer Bringschuld zu leiden hatte, unter der andere Projekte, Teams und Spiele zu ludischem Staub zerbröselt wären. Hat das Spiel also enttäuscht? Für mich ist Destiny untrennbar mit dem Kauf der Sony Playstation 4 verbunden. Ich musste einem langjährigen Freund versprechen, dass wir einen Titel zusammen auf der PS4 angehen, nachdem er sich, ausdrücklich gegen meinen Rat, die Sony-Kiste geholt hatte (und wahrscheinlich jetzt auf ein Halo, Gears of War, Forza und Sundset Overdrive wartet). Um eine lange Geschichte kurz zu schneiden: Von Enttäuschung kann bei mir keine Rede sein. Ich verbrachte mit großer Freude meine zahlreichen Stunden in der Spielwelt von Destiny. Nicht unbedingt schießend und fluchend, sondern durchaus umherstreifend, Flora und Fauna begutachtend. Das Gefühl, in den großen, zusammenhängenden Karten (nicht Welten, das gestehe ich gerne ein) auf einem hohen Punkt zu stehen und auf die zurückgelegte Strecke hinabblicken zu können, ist einzigartig. Das heißt nicht, dass die Koop-Action zu kurz käme – die richtige Party vorausgesetzt, vergehen die Stunden wie im Lichtsprung. Und tatsächlich ja, ich bin gespannt, wie es in diesem Universum weitergeht.

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