Das war 2013

Im Folgenden möchte ich versuchen, das Jahr etwas zu ordnen, zurück zu blicken, vielleicht Dingen eine Struktur (oder eine Perspektive) geben. Ohne lange Vorreden wollen wir starten:

Das Private

Von den vielen, vielen, Ereignissen möchte ich zwei herausgreifen: Zum einen zog ich im Frühjahr um; wenn man so viel (abgesehen von meinem Auslandsjahr in Kopenhagen) war dies erst mein zweiter Umzug seit meinem 14. Lebensjahr, entsprechend galt es, auszusondern; und wenn ICH dies nicht vermochte sorgte Steffi schon dafür, dass die gemeinsame Wohnung keine Inderst’sche Müllhalde würde (DAS hat sie wohl geschafft!). Ich denke, jetzt, ein 3/4 Jahr später kann die Wohnung als 99% fertig bezeichnet werden. Und: Wir fühlen uns wohl. Das andere Ereignis ist unsere Japan-Reise. Sie fand unter erschwerten Bedingungen statt, war aber eine tolle Erfahrung. Japan hatte so unendlich lange auf der Reiseliste gestanden, dass die Erwartungen gehörig waren. Die Eindrücke sind nun in meinem Kopf und in meinem Herzen. Ich mag Dich, Japan. Oh, in drei Stunden richten wir das erste Weihnachtsfest aus! Premieren, Premieren! PS: Wird 2014 das Jahr des Autokaufs? Hmm…

Das Berufliche

2013 war einigermaßen wildes Jahr. Nachdem ich im Hochsommer 2012 arbeitslos geworden war, dauerte es ziemlich genau ein halbes Jahr, bis ich wieder Arbeit fand. Ich begann an Online-Redakteur für Ippen Digital Media und betreute dort hauptsächlich den Kunden Zurich Sports in seinen redaktionellen Social-Media-Belangen einerseits und erstellte andererseits Service-Artikel. Besonders diese Tätigkeit war interessant, da man fast jede Woche zu einem anderen Thema recherchierte und dabei auf Felder gestoßen wurde, auf denen ich mich zuvor kaum bewegt hatte (Haftpflichtversicherung, Dachausbau, sicheres Online-Shopping etc.). Die Tätigkeit dort fand allerdings ein Ende, weil man sich einfach nicht so recht verstehen wollte – menschlich klappte es schlichtweg nicht und daher zog ich weiter; nach einem Monat landete ich bei der Koch Media GmbH. Dort arbeite ich seit Mitte Mai als Social-Media-Manager DACH für das eigene Label Deep Silver, aber auch für die diversen Partner. Man kann also durchaus von einem sehr aufregenden Jahr sprechen.

Das Freiberufliche

Hier begann das Jahr mit Voice-Over-Aufnahmen für den offiziellen Saturn-YouTube-Kanal; ich lieh dem Medienriesen für seine CES-Berichterstattung aus Amerika meine Stimme. Für neun oder zehn Ausgaben schrieb ich für das iTunes-Only-Magazin it*s zum Thema Buch und Film über das Jahr verteilt; drei Diplomarbeiten der Hochschule für Politik in München landeten zur Korrektur auf meinem Schreibtisch. Vereinzelt wollten sogar Publikationen für Spieletexte zahlen, verrückt, ja, ich weiß – dazu zählen SelectGamer, die WASD (Ausgabe #4) oder sueddeutsche.de plus Mutter, die altehrwürdige SZ.

Im Februar erschien unter Peter Justs und meiner Ägide ein weiterer Game-Studies-Sammelband bei Fachverlag Werner Hülsbusch. Derselbe Verlag brachte im Dezember einen weiteren Band heraus, in dem ein Aufsatz von mir zu finden ist.  Es freut mich, dass ich bei Werner Hülsbusch regelmäßiger in Erscheinung trete – dies ist eine Art Bestätigung des guten Gefühls, das ich hatte, als ich 2009 meine Doktorarbeit in seine Hände gab.

Pro-Bono

Das ist eine Kategorie, in die man viel „hineinstopfen“ kann, was ich die letzten Jahre so trieb, eigentlich geht es hier hauptsächlich um die tolle Arbeit, die das Ressort Games bei nahaufnahmen.ch leistet. Christof Zurschmitten und ich haben das Glück, diese Vielzahl an kreativen und talentierten AutorInnen ein wenig anzuleiten. Wöchentlich erscheinen so wunderbare Texte und nicht selten greifen wir selbst mit wilden Texten ein. Als Gastautor durfte ich ebensolches tun – dazu zählen Retro-Artikel für superlevel.de, Podcast-Auftritte bei Insertmoin oder Auswüchse für Krautgaming.

Der Sport

Sport spielt in meinem Leben eine wichtige Rolle. Während ich in Sachen Couch-Sport immer mehr UFC ansehe, tat sich auch auf der nicht-übertragenen Matte etwas. Basketball habe ich 2013 so gut wie komplett eingestellt – zu oft kam mir mein Knie in die Quere (zu viele Schwellungen, Entzündungen, Bewegungseinschränkungen, Verbände etc.). Kurioserweise hat das mein Krav-Maga-Training noch nicht geschafft (ich klopfe auf Holz). Nachdem ich nun unter John Freeman bereits drei Jahre trainiere, wagte ich mich im Dezember an meine erste Prüfung, die ich dank meines Trainingspartners auch souverän bestand. Zusätzlich hatte ich nach dem Arbeitsbeginn bei Koch Media wieder mit Ju-Jutsu (nach DJJV) begonnen; im SV-Planegg bin ich einmal die Woche aktiv. Auch dort wagte ich mich im Dezember an die Gelbgurtprüfung und bestand. Zusätzlich begann ich im November mit einer Online-Zertifizierung in einem SV-System namens Kodiak Life Protection System. Meine Videos liegen in den Staaten momentan zur Begutachtung vor, ich hoffe natürlich, dass ich auch hier die erste Stufe werde erklimmen können.

BarCamps und andere Tagungen

Das Reisen zu Konferenzen / Tagungen / BarCamps macht mir seit jeher Spaß. Auch 2013 besuchte ich wieder einige Vertreter – z.B. das SaarCamp, das stARTCamp, die Next Level Konferenz oder das BarCamp in Düsseldorf. Weiterhin: die Medientage München und das GameCamp München – mit großer Freude bot ich auf den meisten Veranstaltungen auch Talks und Sessions an, die mal mehr mal weniger gut ankamen.

Fort- und Weiterbildung

Ich bin ehrlich – so ganz kann ich einfach nicht von der akademischen Welt nicht lassen. Wie weiter oben beschrieben, erschien unser neuer Sammelband, was freilich nur eine weitere Ausprägung meiner Leidenschaft ist. Entsprechend werfe ich einen Blick in alle Richtungen, wenn es um Weiter- oder Fortbildung geht. So sah ich mir 2013 z.B. den Master „Philosophie im europäischen Kontext“ und den Game-Studies-Master der Donau-Universität Krems genau an, verwarf die Idee aber aus unterschiedlichen Gründen wieder. Bei dem MOOC-Anbieter Coursera belegte ich einen Kurs zur Narrativität in digitalen Spielen, einen weiteren Kurs schloss ich bei einem anderen Anbieter zum Thema „Was können wir für den Bereich ‚Public Health‘ aus Serien wie ‚The Walking Dead‘ lernen“.

Im November entschied sich dann, dass ich einen berufsbegleitenden Master (PR & Communications) nicht weiter verfolgen werde, ich war zwar durch die drei Bewerbungsrunden gekommen, aber das Stipendium hätte nur ein Drittel der Kosten gedeckt. Sorry. Nicht möglich. Immer noch im Rennen ist meine Bewerbung für das Ph.Dr.-Programm – hier möchte ich gerne mein ursprüngliches PostDoc-Forschungsthema unterbringen. Die Unterlagen liegen jetzt dem Zulassungsamt vor, ich warte auf eine Entscheidung. Und wenn Zeit bleibt…dann schaue ich mit großem Vergnügen in der iTunes University nach, was es so Neues gibt. Wenn nicht gerade ein YouTube-Channel winkt! Die VHS-Kurse, die 2013 aufgrund von zu wenigen TeilnehmerInnen abgesagt werden mussten, sind für 2014 wieder aufgelistet, dementsprechend habe auch ich mich wieder angemeldet. Es geht um die Steuerung und Entwicklung von kleinen Teams.

Bei all den Zeilen ist das Wichtigste natürlich: Freunde und Familie. Ohne Euch würde ich kein Jahr durchstehen. Ihr wisst schon, wen ich meine.

PS: Und für alle, die auf meinen Spiele-Rückblick 2013 warten…der kommt auf nahaufnahmen.ch im Januar. Bis dahin.

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