Interview mit YAIBA-Kreativen Yasuke Hayashi und Keiji Inafune

Auf der diesjährigen gamescom in Köln hatte ich die Gelegenheit, mit den japanischen kreativen Köpfen hinter YAIBA, dem Ninja-VS-Zombie-Actionspiel, zu sprechen. Und so wurde es eine illustre Runde mit Yasuke Hayashi, Keiji Inafune sowie dem Overseas Producer Peter Garza, der auch als Übersetzer vom Japanischen ins Englische fungierte. Für das kurze Interview hatte ich mir vorgenommen, mehr über das Deutschlandbild der beiden Japaner zu erfahren.  

Keine Zeit! Keine Zeit! Keine Zeit!

Auf die Frage, ob dies denn die erste Deutschlandreise für Hayashi und Inafune sei, verneinten dies die Herrn – beide weilte schon sehr oft hier. Allerdings, und dies zeigte die Antwort auf die zweite Frage, handelte es sich dabei bisher stets um reine Arbeitsbesuche. Für Sightseeing, so beide einhellig, sei noch keine Zeit gewesen. Beide bedauern dies zutiefst – so möchte in etwa Inafune gerne eine Schlösser- und Burgentour quer durch Deutschland machen: das volle Touristenprogramm also!

Zum ersten Mal so richtig deutsch?

Ich fragte anschließend, ob sich die beiden noch an den Zeitpunkt in ihrem Leben erinnern, an dem sie das allererste Mal von Deutschland hörten. Die Antworten sorgten für große Lacher: Wie sich herausstellte, tauchten die ersten „Deutschlandbilder“ der Japaner in Mangas auf! Hayashi erklärte, dass er in einem Manga über einen deutschen Stürmer in einer Fußball-Elf gelesen hatte, der „Schneider“ hieß. Daraufhin ergänzte Inafune, er sei über einen Rennfahrer in einem Manga gestolpert, der den deutschen Traumwagen schlechthin, DEN Porsche fuhr.

Der typische Tourist

Im weiteren Verlauf wollte ich in Erfahrung bringen, ob es möglich sei, den „typisch deutschen Touristen“ in Japan auszumachen. Nach reichlicher Überlegung antwortete Inafune stellvertretend für beide Kreative: Dies sei durchaus möglich. Deutsche seien zwar ähnlich gekleidet wie Amerikaner, aber größer und breiter. Sofort blickte ich an mir selbst herab und stellte fest: ERWISCHT!

Spielen Sie schon den Deutschländer-Simulator?

Auf die Frage, wie denn ein japanisches Spiel aussähe, das komplett in Deutschland spielen würde, antworteten Hayashi und Inafune unisono: „Autos!“ Erneut brach Schmunzeln aus , da Peter Garza sich zu ein paar imitierten Fahrgeräuschen hinreißen ließ.

Liebe Fans…

Abschließend konnte ich meinen Interviewpartner noch entlocken, was sie sich speziell für ihr Spiel YAIBA in Deutschland wünschen: „Wir hoffen, dass die deutschen YAIBA-Fans das Spiel so sehr genießen, dass wir irgendwann auch ein Spiel mit einem deutschen Ninja in der Hauptrolle machen können!“

 

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