Meine Erzählung „Hundstage“ – ab sofort erhältlich

Ich freue mich sehr, dass ich meine Erzählung „Hundstage“ nun endlich fertig stellen konnte. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Gegen- und KorrekturleserInnen. Nun möchte ich Euch das Werk nicht länger vorenthalten und hoffe natürlich, dass es so manches Schmunzeln hervorrufen wird.

Worum geht es – eine Kurzbeschreibung:

In einem gemeinsamen Urlaub erzählt Theo seiner Ehefrau von erfundenen Abenteuern, die er mit seinem besten Freund, Alfred, einem ausgewachsenen Basset Hound, der wie ein Mensch spricht und handelt, erlebt. Am Ende jedoch stellt Theo fest, dass die ganze Chose komplizierter als gedacht ist…

Eine Leseprobe:

Entschlossen stieg ich unter die Dusche, warf mich anschließend in bequem sitzende Kleidung und machte mich auf den Weg in den kleinen, lokalen Supermarkt. Dort angekommen, warf ich einen Blick auf meinen vollgekritzelten Einkaufszettel, um auch ja nichts zu vergessen. Nur schemenhaft nahm ich die anderen Kunden wahr, die wohl aufgrund meines auffällig schnellen Betretens des Marktes ein kleinwenig beunruhigt drein blickten. Schließlich, nach einer gefühlten Rallye durch die engen Regale hatte ich alle Zutaten für das Mahl  zusammen, zahlte an der Kasse bei der lethargisch wirkenden, älteren Dame, ertappte mich bei einem gedanklichen Lob der europäischen Einheitswährung und machte mich auf den Rückweg. Zum Kochen hörte ich überlaut die erste CD meines mitgebrachten Hörbuches – passend zum Aufenthaltsort handelte es sich um einen Reiseroman, den ich schon lange vor mich hergeschoben hatte: Unterwegs von Jack Kerouac. Das Kochen, normalerweise nur bedingt eine meiner Stärken, ging angenehm leicht von der Hand. Ich fühlte mich ein wenig wie einer dieser jungen erfolgreichen Köche aus den momentan so beliebten Kochshows. Nicht übermütig werden, dachte ich mir, nicht übermütig werden – noch steht der eigentliche Test ja aus. Ihr musste es schmecken. Meine allmächtigen Kochphantasien konnten da nur bedingt helfen. Zufrieden war ich am Ende dennoch. Jetzt konnte sie kommen. Da erreichte mich der Anruf meiner Frau. Der Bus vom Strand hoch in die Hotelsiedlung ist mit Motorschaden auf halber Strecke liegengeblieben. Ich fragte sie in Sorge, ob ich denn mit einem Taxi entgegenkommen solle, aber das lehnte sie dankend ab. Allerdings, so meinte sie, könne ich ihr, um die Wartezeit zu überbrücken noch etwas Aufregendes erzählen. Hm, dachte ich, etwas Aufregendes. Der Supermarktbesuch vielleicht? Nein. Das Kochen? Auch nicht, schließlich sollte das ja eine Überraschung sein. Ich blickte mich um, das Essen war im Prinzip fertig. Wenn es jetzt erkaltete, konnte es problemlos aufgewärmt werden. Da kam mir die Idee. „Du, habe ich Dir schon erzählt, wie Alfred und ich auf Tigerjagd waren?“

(…)

Kurz vor der Jahrhundertwende war in Indien die Tigerjagd ein großes Thema. Verschiedene Gentlemen begaben sich in Jagdgesellschaften tief ins grüne Unbekannte des exotisch wirkenden Subkontinents und hielten Ausschau nach einem der – so zumindest die allgemeine Wahrnehmung – majestätischsten Tiere, die geschaffen worden waren. Zu dieser Zeit unterhielt mein Großonkel beste Beziehungen zu einem einflussreichen Maharadscha. Nur auf diese Weise ist zu erklären, dass eines Tages – ich hatte mir gerade vorgenommen, eine Abhandlung über Anbau und Pflege von Pinienwäldern zu schreiben – ein reichhaltig verzierter, recht schwerer Briefumschlag auf meinem Schreibtisch landete. Neugierig wie ich war, zögerte ich nicht lange und öffnete ihn. Ich staunte nicht schlecht – es handelte sich um nicht weniger als eine offizielle Einladung nach Indien, unterzeichnet vom Maharadscha Rajarshi persönlich. Persönlich! Man stelle sich das vor! Noch größer war meine Freude darüber, dass auch Alfred auf das Herzlichste eingeladen war.

Doch sollte es hier nicht nur um reines Vergnügen gehen! Es galt, etwas Großes in Angriff zu nehmen: „Meine Herren, mit großer Freude möchte ich Sie einladen, an einer gefährlichen, aber auch Ehre bringenden Tigerjagd teilzunehmen. Der listigen Bestie fielen nun schon einiger meiner schönsten und fleißigsten Untertanen zum Opfer! Ein unerträglicher Zustand fürwahr. Von ihrem Onkel, Gott habe ihn selig (so sagt man doch bei Ihnen?), weiß ich um Ihre enormen Fähigkeiten, was die Jagd betrifft. Auch Ihr Kumpan genießt hier in Indien einen exzellenten Ruf als Kenner der Materie! Ich möchte Sie bitten, so schnell wie möglich zu uns zu stoßen; diese Angelegenheit ist von äußerster Dringlichkeit. Kein Aufschub kann mehr geduldet werden, sonst, so befürchte ich, wird das Biest erneut zuschlagen und noch mehr Menschen werden ihr Leben verlieren. Ihnen verbunden, Rajarshi.“

Es war mir ein Rätsel, woher man in Indien Alfred so gut kannte. In unserer gemeinsamen Zeit hatte er das Land nie erwähnt. Aber eines hatte ich in der Zwischenzeit über meinen neuen Freund gelernt. Er war bereits weit herumgekommen und hatte seine Pfoten erkenntnis- und durchaus gewinnbringend bei allen möglichen Angelegenheiten im Spiel gehabt. Apropos Alfred, hatte der nicht schon längst zurück sein wollen? Seine letzte Postkarte vom Fuße des Vesuv hatte das auf jeden Fall angedeutet. Ich war mir irgendwie jedoch sicher, dass der Basset sich so eine Reise nicht entgehen lassen würde und schon längst – wer weiß schon, wie – von der Sache Wind bekommen hatte. Auch würde ich sofort glauben, dass er mehr von der Jagd, pardon, Tigerjagd verstand als ich. Was hatte da mein Onkel dem indischen Edelmann nur aufgetischt? Gut, ich hatte passable Erfahrung, was die Mäusejagd betraf, aber einen Tiger durch den Dschungel zu hetzen war doch eine ganz andere Unternehmung. Dennoch wusste ich, dass mein Onkel nur das Beste im Sinne gehabt haben muss, als er mich ins Gespräch brachte. Alfred, Alfred, dachte ich mir, hoffentlich kannst Du mir einen Schnellkurs geben, wie man eine Begegnung mit so einem Pranken schwingenden Ungetüm überlebt!

Bestellmöglichkeit:

„Hundstage“ könnt Ihr ab sofort bei mir per Mail / schriftlicher Nachricht in den diversen sozialen Netzwerken / SMS bestellen. Am besten, Ihr fügt einen aussagekräftigen Betreff hinzu (z.B. Bestellung „Hundtage“). Auf Wunsch erhaltet Ihr die Novelle im PDF- oder ePUB-Format. Der Preis beträgt für das Werk beträgt 5 Euro (inkl. Steuer).  Ihr bekommt Erzählung sowie Rechnung samt meiner Kontodaten dann per Mail.

E-Mail: splattertainment@gmail.com

Facebook: Rudolf Inderst

Twitter: @benflavor

Für die Rechnung brauche ich Eure Rechnungsanschrift. Nach dem Versand werden diese persönlichen Daten umgehend gelöscht.

Auf ein Wort: 

Natürlich ist so ein Dokument einfach zu vervielfältigen und durch die Welt zu senden. Und man sagt gemeinhin, dass AutorInnen sowieso gerne gelesen werden möchten. Ich bitte Euch dennoch, dies nicht zu tun und appelliere an Euch als soziale Wesen: Der Begriff der Fairness sollte Euch also vertraut sein. Wenn Ihr nach reichlich Nachdenken tatsächlich zu dem Schluss gelangen solltet, dass Ihr Euch die 5 (als Wort: FÜNF) Euro (inkl. Steuer) ernsthaft nicht leisten könnt, dann tut, was Ihr nicht lassen könnt.

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