Medientage München 2012 – Gaming-Special

„Die Veranstaltung Munich Gaming – bestehend aus Kongress und begleitender Ausstellung – findet seit 2008 jährlich in verschiedenen Locations in München statt. Nur im Jahr 2012 pausiert die Munich Gaming. Die Munich Gaming versteht sich als Kommunikationsplattform zwischen Entscheidern und Nachwuchskräften der Gaming- und Medienindustrie auf der einen und Vertretern aus Politik, von Bildungs- und Fortbildungs-institutionen, Journalisten und Multiplikatoren auf der anderen Seite“, beschreibt der MedienCampus Bayern e. V. die Veranstaltung. (Quelle)

Allerdings, so liest man anderer Stelle:  „Im Jahr 2012 pausiert die Munich Gaming. Zum heutigen Zeitpunkt ist noch nicht geklärt, ob der Kongress im Rahmen der Munich Gaming weiterhin finanzielle Förderung durch den Freistaat Bayern erhalten wird. Im Jahr 2012 wird die Munich Gaming daher ausgesetzt.“ (Quelle)

Entsprechend besuchte ich die Medientage München, wo dem Thema digitalem Spiel die beeindruckende Zahl von 2 Panels am letzten Tag eingeräumt worden war. Diese waren:

Social – Mobile – Online: Wohin sich die Gamingbranche entwickelt

Social Games weisen bereits seit einiger Zeit beachtliche Wachstumsraten aus. Mit kostenlosen Online-Spielen beschäftigen sich Millionen Mitglieder beispielsweise in sozialen Netzwerken wie Facebook. Vorgemacht hat es US-Vorbild Zynga, die Softwareschmiede, die es binnen weniger Wochen mit Spielen wie „Farmville“ oder dem Nachfolger „Cityville“ schaffte, mehr als 300 Millionen Facebook-Nutzer zu begeistern. Social Media hat Online-Spielen einen neuen Stellenwert verpasst: Man spielt nicht mehr alleine, sondern mit oder gegen Freunde. Hinzu kommt die Allgegenwärtigkeit von mobilen Devices wie den Smartphones. Fast vier von zehn Befragten aus der Altersgruppe der unter 30-Jährigen spielt auf dem Mobiltelefon, so eine BITKOM-Studie. Die meisten der sogenannten Casual Games werden kostenlos oder für Kleinstbeträge angeboten. Geld kommt erst in die Kassen, wenn sich Spieler mit virtuellen Gütern ausrüsten. Wohin steuert die Gamingindustrie; welche Strategien werden verfolgt und wo liegen die größten Zukunftsperspektiven?

Gäste:

  • Markus Büchtmann, Managing Director, ProSiebenSat.1 Games, Unterföhring
  • Dr. Olaf Coenen, Geschäftsführer Deutschland / Österreich Electronic Arts, Köln
  • Erik Winterberg, Managing Director elements of art, Mönchengladbach

Moderation:  Prof. Dr. B. v. Rymon Lipinski, Fachbereich Gamedesign, Mediadesign Hochschule, München (Quelle)

Gamification: Welche Spiel-Elemente Vorbildcharakter haben

Gamification ist seit längerem ein oft gehörtes Buzzword der Branche. Als das Schlagwort aufkam, fand das Prinzip der Anwendung spieltypischer Elemente in spielfremden Kontexten noch eher wenige Nutzer. Mittlerweile ist es weiter verbreitet und findet Anwendung in Bereichen wie Fitness und Gesundheit, Ökologie und Nachhaltigkeit, Weiterbildung, Online-Shopping oder auch im Schul- und Ausbildungssystem. Häufig wird es auch als Mittel zur Kundenbindung oder zur Gewinnung von Daten eingesetzt. Wie wird sich das Prinzip Gamification weiter entwickeln? Welche interessanten Anwendungsbeispiele gibt es?

Gäste:

  • Markus Breuer, CEO The Otherland Group, Paderborn
  • Ibrahim Mazari, Soziologe, Psychologe und PR-Berater, Leiter der Kompetenzgruppe Games beim Internetverband eco, Köln

Moderation:  Matthias J. Lange, redaktion 42, Maisach b. München (Quelle)

Zunächst einmal ist es schade, dass die beiden Panels nur mäßig besucht waren. Auch Zwischen- und Diskussionsfragen fielen dem engen Zeitplan zum Opfer, wobei man nur bedingt widersprechen könnte, wenn es hieße, na, das diskussionsfreudigste Publikum war aber auch in einem anderen Saal untergebracht. Allgemein ist die Interaktiv-Grad auf den Medientagen München als äußerst zurückhaltend zu bezeichnen, nur bei diesem Panel ging es recht twitterwuschig zu. Bei dem ersten Panel frug ich mich, wie die Zusammensetzung thematisch so passieren konnte. Während Referent 1 und 2 praktisch denselben Vortrag in anderen Farben (erst rot, dann blau) hielten, fiel Referent 3 mit seinem Thema total aus dem Rahmen. Eine Moderation fand nicht statt, sie war bei dem Format auch nicht nötig. Beim zweiten Panel wiederum war es interessant zu beobachten, wie neu dem Publikum der Begriff der Gamification (noch) ist. Einige Augen von Sales und Marketing ging da regelrecht auf, auch wenn zuerst Kopfschütteln da war. Sind vermutlich dieselben Leute, die mich fragen, „was soll ich denn auf diesem Facebook da schreiben“. Die Moderation war hier lebendiger, sehr angenehm. Angenehm salzig war auch das Mittagessen. Der Koch im Liebesglück. Dann ging ich heim.

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