Vor ein paar Tagen erreichte mich die traurige Nachricht, dass der Musiker Michael Galla, bekannt als Rapper bei der Formation RAG, einer Band, die mein Verständnis von deutschsprachiger Rapmusik wesentlich prägte, verstorben ist. Die 39 Jahre hatte der Musiker noch nicht erreicht – freilich nicht nur für die Musikwelt ist der frühe Tod des MC ein großer Verlust. Vor geraumer Zeit hatte ich mir sein Solo-Album “Swing Kid” bestellt, jedoch noch nicht die Zeit gefunden, mir die Stücke anzuhören. Der betrübliche Nachricht führte mich ganz automatisch zu meinen Alben und dem ungehörten Tracks. Gewohnt stark sind die Textinhalte, zu verspielt allerdings manche der Nummern. Es ist unmöglich zu überhören, wie stark sich der Musiker in seinen Texten bereits 2005 mit dem Thema Sterben auseinandersetzt. Jetzt, so kurz nach seinem Ableben, hören sich die Nummern allesamt wie schmerzvolle Ankündigungen an. Vielleicht sollte ich das Album einfach in 5 Jahren noch einmal hören – ich könnte mir vorstellen, dann ganz andere Aspekte zu entdecken.