Wenn der Rassist zwei Mal klingelt. „RC on Mars“ ist ein flotter Trip durch Stüüropor und Plastik. Und PETA gab es noch nicht. Sonst wären auch die sehr nervös geworden.
Wenn der Rassist zwei Mal klingelt. „RC on Mars“ ist ein flotter Trip durch Stüüropor und Plastik. Und PETA gab es noch nicht. Sonst wären auch die sehr nervös geworden.
Mission Impossible: Ghost Protocol ist ein gelungener Actionfilm, der seine Schauplätze und sowohl seine Technikverliebtheit als auch das Teamplay als Tugend gelungen in den Vordergrund rückt. Dabei erscheint der Film interessanterweise als männlich geprägt. Entscheidungsträger (im „Guten“ wie im „Schlechten“) sind Männer, die einzige Frau im Film „versagt“ in der Eröffnungssequenz, „versagt“ während der Handlung an einer kritischen Stelle, weil sie ihre Gefühle des Zornes nicht beherrschen kann und wird durch Unachtsamkeit gegen Ende des Films mehr oder minder aus dem Plot genommen. Simon Pegg, der in einer klassisch männlich gedachten Denkfigur, sehr starke „feminine“ Züge (emotional, redselig), handelt allerdings in der entscheidenden Sekunden „als Mann“, vulgo er erschießt einen Attentäter. Dennoch ist es das Team, das Mission Impossible: Ghost Protocol unterhaltsam macht. Es nimmt genug Platz ein, um diesen Tom Cruise zu rauben, der sich – wie immer – ganz entsetzlich selbstverliebt in Szene setzt und setzen lässt. Und sonst? Indische Großindustrielle sind dämliche Sexgockel, Russen dämlich und Schweden verrückt. Gut, willkommen in der Welt von Tom Cruise.
Eingängig kommt sie daher, diese Scheibe. Teilweise arg auf Airplay gebürstete Sounds – die Raps dazu an der richtigen Stelle frech. Nicht zu frech, freilich. Doch die Grenze zu easy listening bleibt zum Glück recht deutlich.
Was interessiert mich da eigentlich so. Mal 1,2,3 aufgelistet:
Eine Großkategorie! Im Rahmen meiner Tätigkeit als Ressortleiter für Digitale Spiele beim TITEL Kulturmagazin kamen wir viele verschiedene Softwareprodukte unter die Augen.
Wenig Überraschung im Multiplayer:
Nicht nur, dass man die komplette Kampagne zu viert in Angriff nehmen kann, nein, der Horde-Modus wurde sinnvoll und spaßbringend überarbeitet. Zu fünft gibt man den Waffennarren und cleveren Defense-Handwerker zugleich. Hier wurden alle Versprechungen eingehalten. Sehr vorbildlich, Epic, sehr vorbildlich.
Call of Duty: Modern Warfare 3
Abgesehen davon, dass ich sowieso in jedem Teil der Multiplayer-Reihe Lebenszeit bis zum Abwinken verbringe, ist den Entwicklern mit dem Modus Kill Confirmed die absolute Zeitfresser-Bombe gelungen. Der Modus beschleunigt das Spiel noch einmal um gefühlte 50%, eröffnet jedoch gleichzeitig neue taktische Möglichkeiten, wie etwa das bewusste Auslegen von Dog Tags als Fallen.
Titel, die ich nicht so recht angerührt habe, und wofür ich folglich (von zahlreichen „Freunden“ und „Bekannten“) ausgelacht werde:
Titel, die mich angenehm überraschten:
Der Überschungs-Quickie:
RAAM’s Shadow macht deutlich, wie perfekt die Macher von Gears of War ihre Spiele-Mechanik beherrschen. Flow und Tempo sitzen zu 100 Prozent, die Shooterpassagen sind gewohnt knackig. In den besten Momenten wird der DLC sogar ein wenig unheimlich (Schlagwort „Schule“). In etwa 90 Minuten ist der Spaß durch, gelohnt hat es sich durchaus – auch, weil der DLC das Universum unheimlich stark durch neue Örtlichkeiten unterfüttert. Regierungsbezirk, Baustelle oder Schulwesen – gerade zu heimelich wird es.
Wie auch schon die letzten Jahre gilt: Ich ändere meine Meinung jeden Tag. Because I can.
- The Divide
- Red Tail
- Coriolanus
- Chronicle
- The Woman in Black
- The Innkeepers
- Safe House
- Ghost Rider 2
- John Carter
- The Hunger Games
- Wrath of the Titans
- Iron Sky
- Bullet to the head
- The Cabin in the Woods
- The Avengers
- Dark Shadows
- Battleship
- Zombie Massacre
- The Rift
- Brave
- Underworld: Awakening
- The Ring 3D
- Battleground
- Snow White and the Huntsman
- Prometheus
- Abraham Lincoln: Vampire Huunter
- GI Joe: Retailiation
- The Amazing Spider-Man
- The Dark Knight Rises
- The Bourne Legacy
- Total Recall
- The Expendables 2
- Dog Fight
- The Possession
- Sinister
- 7500
- Resident Evil: Retribution
- Dredd
- Looper
- Taken 2
- TCM 3D
- Halloween 3D
- Red Dawn
- Skyfall
- 47 Ronin
- Lincoln
- World War Z
- The Hobbit: An Unexpected Journey
- Hunter Killer
- Django Unchained
Das Sequel kommt ziemlich auffrisiert daher: Mehr Kostüme, mehr Set Pieces, mehr Schauplätze und mehr, viel mehr Action. Zum Glück bleibt aber immer noch Zeit für die vergnüglichen Schlagabtausche / täusche? zwischen Holmes und Watson. Hans Zimmer wärmt seine kleine feine Score wieder auf, die Kameraarbeit von PHILIPPE ROUSSELOT ist herrlich unbeschwert. Zusammen mit dem Götterkampf aus „Immortals“ dürfte die Flucht durch den Wald in Sherlock Holmes 2 zu den Actionhöhepunkten des Jahres zählen. Gut geschnitte SloMo – it just never gets old.
Ich traf Bernard Perron auf einer Game-Studies-Konferenz in Potsdam 2008. Damals erwähnte er auch in einem Gespräch, dass er den hier gelesenen Sammelband plane, leider verhinderte die Endphase meiner Dissertation, dass ich den CfP wahrnehmen konnte. Gerne wäre ich bei diesem Unterfangen dabei gewesen, erst recht, da ich nun – nach der Lektüre – behaupten kann, es handle sich um ein famoses Werk. Horror Video Games: Essays on the Fusion of Fear and Play sollte ich keinem Buchregal fehlen!
Die TAZ meinte (etwas schadenfroh, wie ich finde): „“Perfect Sense” hat eine schwierige Zielgruppe: den Endzeitfreunden wird er zu humanistisch und gefühlsbetont sein, den Liebesdramafetischisten zu endzeitlich hoffnungsvernichtend.“ Ich meine, mit weitem Abstand mein Film des Jahres. Und Empire? F*** Dich für Deine 3/5-Wertung. So, jetzt geht es schon besser.
2 sehr positive Überraschungen gab es auch noch zu vermelden in diesem Jahr – einmal den Norweger „Trollhunter“ und die britische SciFi-Horror-Komödie „Attack the Block“.