Veröffentlicht in Oktober 2011

BluRay-Sichtung „Cargo“

Worum geht es?

Seit dem Öko-Kollaps der Erde lebt der größte Teil der Menschheit im All, in hoffungslos überfüllten Raumstationen. Die einzige Hoffnung, diesem Chaos zu entkommen, ist RHEA, ein paradiesischer Planet, 5 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Geschichte von CARGO spielt auf dem heruntergekommenen Raumfrachter KASSANDRA, auf seinem Weg zur abgelegenen Station 42. Die junge Ärztin Laura ist als einzige wach an Bord. Der Rest der Besatzung: tiefgefroren im Kälteschlaf. Erst in vier Monaten wird Laura ihre lange Schicht überstanden haben. Während ihrer täglichen Kontrollgänge durch das gespenstisch leere Schiff hat Laura immer mehr das Gefühl, nicht alleine an Bord zu sein. Eine Erkundungsmission in dem dunklen und eiskalten Frachtraum endet in einem Fiasko. Der Rest der Besatzung wird geweckt. Ein Katz- und Mausspiel beginnt, in welchem nichts so ist, wie es scheint. Was verbergen die geheimnisvollen Frachtcontainer und wer oder was ist noch an Bord?

Wie ist er?

In seinen besten Momenten ist Cargo beklemmendes SciFi-Kino. Leider sind diese Augenblicke einigermaßen rar gesät. So wird in etwa viel zu schnell deutlich, dass etwas mit der großen Utopie RHEA nicht stimmt. Die Effect-Shots für sich genommen sind gut gelungen, agieren allerdings Menschen in ihnen, wirken die Proportionen völlig willkürlich. Die Hauptdarstellerin stemmt die Geschichte gerade so. Der Revolutions- und Sabotageplot verläuft leider nebenher ein wenig im Sand. Und warum man Claude-Oliver Rudolph jemals auch nur eine Rolle für irgendetwas angeboten hat, wird mir auf Ewigkeit ein Rätsel bleiben. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob das Zugeständnis, das das Ende des  Filmes gegenüber den Zusehern macht, ein gefragtes ist.

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Erfahrungsbericht „Kindle Keyboard“

Meine ersten Erfahrungen mit dem Gerät nach meinem ersten Roman auf dem Gerät sind durchaus positiv. Das Display ist genauso scharf wie es das Marketing anpreist. Der Stromverbrauch ist sensationell. Das Browsen ist gewöhnungsbedürftig. Hier merke ich selbst, dass ich bereits – wohl zulange – im Touchbetrieb unterwegs gewesen bin – die Tastatur ist eher eine Karikatur für große Hände. Und ich war etwas verwirrt, als ich feststellte – stimmt, eine Hintergrundbeleuchtung ist nicht vorhanden. Und ja, auch das Herunterladen des Romans ging blitzschnell.

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Lektüre beendet „BioShock: Rapture“

Bei dystopischen Entwürfen kann ich nicht NEIN sagen. Also besorgte ich mir den offiziellen BioShock-Roman, der zeitlich vor den Ereignissen des ersten Spieles stattfindet und die gesamte Gründungsgeschichte und das Scheitern der Unterwasservision aufbietet und dies mit reichlich Action garniert. Dies sind allerdings nicht die Stellen im Roman, die im Gedächtnis bleiben. Vielmehr sind es die Reden des Tycoons Ryan und seiner Gegenspielerin Lamb. Diese Rhetorik zwischen red scare und Kapitalismuskritik macht richtig Spaß. Das Figurenkabinett ist allerdings viel zu voll geraten, auch die ein oder andere Wendung hätte – um ihre diabolische Wirkung entfalten zu können – wiederum mehr Raum verdient. So bleibt ein guilty pleasure.

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Vortragsreise nach Wien: SUBOTRON electric MEETING : Körperlichkeit in digitalen Spielen

Gestern war es soweit. Hier war ich am Start. Untergebracht im feinen Hotel Fürstenhof am Westbahnhof. Besucherzahl beim Vortrag: Etwa 20. Nette Stimmung. Danach feines Essen mit Steffi, Orga und Robert Glashüttner – nice! Mache ich gerne wieder. :-)

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TV-Serienpilot gesichtet „Total Recall 2070″

TV-SciFi der LowBudget-Sorte, bemüht cool, in seinen Motiven in einzige Annsammlung unorigineller Diebstahleriche. Der Pilot beinhaltet die beiden Folgen „Machine Dreams 1 und 2″.

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Filmsichtung „Contagion“

Überraschend starker Katastrophenfilm, der nicht der Versuchung erliegt, brennende Boings in Hochhäuser trudeln zu lassen, während eine 180 km hohe Flutwelle durch die Wolkenkratzerschluchten von NYC rast (nur um die brennenden Untoten davon zu spülen, die gerade die Hirne der letzten christlichen Kernfamilie aussaugen wollen). Nein, „Contagion“ ist anders. Kühl, nüchtern, sachlich. Vielen Zusehern wohl zu sachlich. Wenn „Breakout“ schief gegangen wäre, wäre es ein „Contagion“ (habe ich irgendwo gelesen – ein schöner Vergleich). Und der Soundtrack? Bombe.

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Krav Maga-Trainingsinhalte

Heute im Programm:

  • Umklammerung von hinten (Arme frei, nicht frei)
  • Umklammerung frontal (Arme frei)
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Comicrundschau Oktober

Lange wird es vermutlich nicht mehr dauern, bis der erste Schnee fällt, die Luft ist bereits angenehm kühl und klar: Ist man dann erstmal im eigenen warmen Wohnzimmer, kann man gemütlich zur Comic-Lektüre greifen. Auch im September und Oktober landete wieder eine kleine Auswahl aktueller Publikationen auf meinem Schreibtisch. Danke an dieser Stelle wie immer an Panini und Weissblech für die Bemusterung.

Horrorschocker Nr. 26

Knusper, knusper, knäuschen, wer latscht da in mein Häuschen?! Charon weiss Unangenehmes zu berichten von Solchen, die sich unbefugt in den Wohnstätten übernatürlicher Kreaturen rumtreiben, und auch von armen Gestalten, die zum Betreten derselben genötigt werden – lest selbst in Hexenhausund Abseits des Weges! Doch der alte Fährmann weiss nicht nur von düsteren Immobilien und ihren irrlichternden Bewohnern zu berichten, sondern er hat auch schon dem fahrenden Volk sein Ohr geliehen – wir gehen ein Jahrhundert in der Zeit zurück und begegnen dort den Mitgliedern eines Wanderzirkus … und seiner Hauptattraktion:Anton Plutonev!

Hervorragend packt der Autor Levin Kurio deutsche Befindlichkeiten und Attitüde mit einem Augenzwinkern in diese klassische Gruselgeschichte. Auch die Erklärung des Kometeneinschlages in der Tundra zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Watchmen-mäßig gelungen. Insgesamt einer der besten Horrorschocker, die mir in den letzten Jahren unterkamen.

Batman Incorporated 1

In einer Welt, in der dem Verbrechen durch einen einzelnen Dunklen Ritter nicht mehr beizukommen ist, wird es Zeit für eine modernere Herangehensweise: Bruce Wayne will Batman zu einem Franchise machen. Willkommen bei BATMAN INC.!

Tja, zwischen Wirtschaftsunternehmen aufbauen und Pussy flachlegen – so kennen wir Batman. NICHT. Zumindest macht es bei mir da einfach nicht KLICK. Zumal nach der ersten Geschichte auch noch eine seltsame Verschwörungsgeschichte hinzukommt. Oder habe ich auch die nicht verstanden? Hmm….! Auf jeden Fall nicht mein Ding.

Die Hard: Das erste Jahr

Wir befinden uns in den 70er-Jahren, und John McClane, der unerschrockene Held des Action-Kinos, erlebt als junger Streifenpolizist seine ersten Einsätze: Am 4. Juli 1976, dem Tag der Zweihundertjahrfeier der amerikanischen Unabhängigkeit, plant ein Öko-Aktivist mit seinen Helfershelfern ein Attentat auf die Reichen und Schönen der Stadt, die sich zur Party an Bord einer Jacht auf dem Hudson River versammelt haben. Womit die Terroristen nicht gerechnet haben: Kein anderer als der blutjunge GrünschnabelJohn McClane ist für die Sicherheit an Bord dieser Jacht verantwortlich … und er hat vor, den Übeltätern einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen.

Boris Kunz hat den Band für TITEL Kulturmagazin sehr schön besprochen. „Eigentlich ist der Comic ein Stadt- und Zeitportrait. Die Story ist dann besonders gelungen, wenn sie vermittels der auftretenden Figuren die verschiedenen sozialen Schichten New Yorks unter die Lupe nimmt, die Zeichnungen brillieren viel mehr durch die Frisuren, Klamotten, die Autos und Straßenportraits als durch Schlägereien und Action.“ Genau dieses Gefühl hatte ich bei der Lektüre nämlich auch. Ich empfand die maue Zwischendurch-Action eher als störend, denn als notwendig. Die Die Hard-Filme waren zu ihrer Zeit packende Actionfilme, ex post wirken sie aber, weil John McClane einfach ein recht liebenswerter Charakter ist. Zu erfahren, wie er so wurde, wie er in den Filmen ist, wäre die große Chance der Comicerzählung gewesen – dies wird leider nur zum Teil eingelöst.

Nemesis

Mark Millar (KICK-ASS) und Steve McNiven(NEW AVENGERS), das Team, das Marvels Mega-Seller CIVIL WAR und OLD MAN LOGANproduzierte, lässt nun Nemesis auf die armen, unschuldigen Comic-Leser los. Und dabei klingt alles so vertraut: Die Eltern sind tot, ein Milliardenerbe folgt, dann gibt es tolle Autos, Gimmicks, Maske und Cape – ein Mann mit Mission ist geboren. Aber die Mission ist nicht die, die Welt vom Bösen zu befreien. Nemesis nimmt das viele Geld lieber, um als Schurke die Welt in Angst und Schrecken zu versetzen, und zwar nachhaltig.

„Yeah, schieß auf den Bus mit den behinderten Schulkindern, kleinen Kätzchen und jüdischen Senioren, die das KZ überlebten, nur, um jetzt hier in die verfickte Luft gesprengt zu werden, du harter Sohn einer Hure!!!“ Ach so, manche Leserinnen haben auf diese Mentalität keine Lust? Dann sollten sie die Lektüre von Nemesis auch meiden. Sie werden sich nur aufregen. Ich selbst hätte es auch wesentlich geschmackvoller gefunden, aus den beeindruckenden Bildern der Gewalt einen Bildband zu basteln statt eine derart alberne Geschichte rund um die porntorture Achterbahnfahrt zu basteln. Hmm, Mark Millar.

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