Nach US-Rocker Rob Zombie (The Devil’s Rejects) nimmt mit Federico Zampaglione (Frontmann der italienischen Rock-Band Tiromancino) ein weiterer Musiker auf dem Regiestuhl eines Horror-Hits Platz und macht dabei seinem wegweisenden Landsmann Dario Argento alle Ehre. Der junge US-Soldat David (Jake Muxworthy aus Borderland) will bei einer Mountainbike-Tour in den Alpen das Grauen des Irak-Kriegs hinter sich lassen. Doch statt einer erholsamen Reise wartet auf David und seine Urlaubsbekanntschaft Angeline (Karina Testa aus Frontière(s)) ein unglaublicher Höllen-Trip: Zunächst müssen sie zwei aggressive Jäger abschütteln. Und dann findet sich David plötzlich mit seinen Verfolgern in der Gewalt des Einsiedlers Mortis (Nuot Arquint aus Die Passion Christi) wieder, der in einem geheimen Labor im Wald grausame Menschenversuche durchführt.
Erneut gilt, was ich in letzter Zeit vermehrt feststellen muß, bei der Synchronisation wird SEHR offensichtlich hinten und vorne gespart. Immer wieder torpedieren entweder lachhafte Dialogzeilen und “Stimmtalente” ganze Szenen und Filme. Auch hier ist die Lokalisierung gründlich daneben gegangen. Was allerdings in keinster Weise die erstaunlich sensible Kameraarbeit schmälern kann. Egal, ob Landschaftsschüsse oder dynamische Verfolgungsjagden – die Kamera ist der große Pluspunkt des Films. Trotz überharter PR-Töne hält sich das Folter- und Blutlevel in ansehbaren Grenzen, Schlachtplattenfreunde werden enttäuscht sein. Das Spiel der Darsteller reicht von funktional bis bemüht, der finale Twist ist – obwohl schon in anderen Filmen dutzendfach verwendet – ein netter Abschluss.