Veröffentlicht in September 2010

Filmsichtung „The A-Team“

The A-Team“ ist eine Aneinanderreihung von Farbfiltern.  Serienumsetzungen sind problematisch. Das wissen wir (sage ich einmal), wer es nicht glaubt, soll sich noch einmal „SWAT“ ansehen. Auch „The A-Team“ kann nicht überzeugen. Die Kerls allerdings sind recht umgänglich. Und, dass deutsche Söldner („SCHWARZWALD“!) Druckplatten aus „Arabistan“ klauen, ist eben Tagesgeschäft – sehen wir es ruhig ein.

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DVD-Sichtung „Shadow – In der Gewalt des Bösen“

Nach US-Rocker Rob Zombie (The Devil’s Rejects) nimmt mit Federico Zampaglione (Frontmann der italienischen Rock-Band Tiromancino) ein weiterer Musiker auf dem Regiestuhl eines Horror-Hits Platz und macht dabei seinem wegweisenden Landsmann Dario Argento alle Ehre. Der junge US-Soldat David (Jake Muxworthy aus Borderland) will bei einer Mountainbike-Tour in den Alpen das Grauen des Irak-Kriegs hinter sich lassen. Doch statt einer erholsamen Reise wartet auf David und seine Urlaubsbekanntschaft Angeline (Karina Testa aus Frontière(s)) ein unglaublicher Höllen-Trip: Zunächst müssen sie zwei aggressive Jäger abschütteln. Und dann findet sich David plötzlich mit seinen Verfolgern in der Gewalt des Einsiedlers Mortis (Nuot Arquint aus Die Passion Christi) wieder, der in einem geheimen Labor im Wald grausame Menschenversuche durchführt.

Erneut gilt, was ich in letzter Zeit vermehrt feststellen muß, bei der Synchronisation wird SEHR offensichtlich hinten und vorne gespart. Immer wieder torpedieren entweder lachhafte Dialogzeilen und „Stimmtalente“ ganze Szenen und Filme. Auch hier ist die Lokalisierung gründlich daneben gegangen. Was allerdings in keinster Weise die erstaunlich sensible Kameraarbeit schmälern kann. Egal, ob Landschaftsschüsse oder dynamische Verfolgungsjagden – die Kamera ist der große Pluspunkt des Films. Trotz überharter PR-Töne hält sich das Folter- und Blutlevel in ansehbaren Grenzen, Schlachtplattenfreunde werden enttäuscht sein. Das Spiel der Darsteller reicht von funktional bis bemüht, der finale Twist ist – obwohl schon in anderen Filmen dutzendfach verwendet – ein netter Abschluss.

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Album abgehört „Zum Glück in die Zukunft“ (Marteria)

Lange habe ich darauf gewartet, nun konnte ich es endlich anhören. „Zum Glück in die Zukunft“ ist ein fantastisches Album geworden. Texte sehr stark, Beats von einem anderen Planeten. Und die absolute Nr. „Kate Moskau“!!!! Ein Track für die Ewigkeit. Pflichtkauf 2010.

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Die zwölf besten Horrorfilme 2000-2010

Nachdem die SciFi-Liste recht viele Leute hinter dem Klickofen hervorholte, wurde ich oft gebeten / hatte ich große Lust, auch eine Horrorfilmliste zu erstellen. Wie viele Genrefreunde glaube auch ich, dass dies eindeutig die schwierigere Arbeit ist. Es tummeln sich wesentlich mehr Hochkaräter im Genre Horror- / Spuk- / Grusel- / Terrorkino als schlagkräftige Zukunftsvisionen zu finden sind. Ich habe mir daher erlaubt, aus den Top-10 eine Top-12 zu stricken. Wir wollen es angehen.

Janghwa, Hongryeon (aka "A Tale Of Two Sisters") - Korea, 2003
A l'interieur - FRA, 2007 [ja, besser als "Frontiers", "Haute Tension" oder "Martyrs"]
Dawn of the Dead - USA, 2004 [wahrscheinlich der von der Kritik unterschätzteste Horrorfilm d. Jahrzehnts]
28 Weeks Later - UK, 2007 [ja, ich entschied gegen den Vorgänger]
Ju-On: The Grudge - JAP, 2003 [stellvertretend für viele starke J-Horrorstreifen]
[REC] - ES, 2007
The Others - ES,2001 [ja, ich entschied gegen "El Orfanato"]
The Descent - UK, 2005
Shaun of the Dead - UK, 2004 [ja, ich entschied gegen "Planet Terror", "Zombieland" und "Drag me to hell"]
Låt den rätte komma in (aka "Let The Right One In")- SWE, 2008
Diary of the Dead - USA, 2007
Dark Water - USA, 2005 [ja, ich entschied gegen das Remake von "Ju-On" und "The Ring"]
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DVD-Sichtung „Das Recht auf Rache“

Nach Mörder ohne Erinnerung inszeniert Thriller-Spezialist Jan Verheyen den neuen, packenden Kino-Einsatz des Antwerpener Cops Eric Vincke als „stylishen Thriller im hochmysteriösen Milieu der albanischen Unterwelt“ (Variety). Als mitten in Antwerpen ein Mann ermordet wird, ist für Kommissar Vincke schnell klar, dass der Mörder in den Reihen des organisierten Verbrechens zu suchen ist. Doch die Drahtzieher der albanischen Mafia haben beste Kontakte zur Polizei. Als auch noch der Sohn des Ermordeten Blutrache an den Mördern seines Vaters schwört, beginnt für Vincke und sein Team ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem sie zwischen alle Fronten geraten.

Was auf den ersten Blick wie ein TV-Zweiteiler wirkt (und leider auch unter der mangelhaften deutschen Synchronisation leidet), entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als spannend inszenierter Thriller mit dem rechten Maß an Tempo- und Ruhephasen. Zwar wirkt so mancher Subplot ein wenig arg albern und aufgesetzt, aber immer wieder führen uns die Macher auf den richtigen Weg zurück. Mitunter wird auch handfeste Action geboten, die man so in einem Kriminalfilm nicht zu erwarten gehofft hatte. Gute Abendunterhaltung auf fast 120 min.

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DVD-Sichtung „Case 39″

Case 39“ nimmt sich viel Zeit für die Einführung, und es ist mehr als schade, dass der Film letzten Endes derart eindeutig den Lauf der Dinge zeigt. Viel spannender wäre es ohne den albernen Dämonen im Kind gewesen. Obgleich man gerne lobend hervorhebt, das die Spannungsmomente perfekt getimte Schreckensaugenblicke sind.

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Comicrundschau September 2010

Panini Comics war diesmal „etwas zurückhaltender“ in der Bemusterungspolitik, dennoch freue ich mich, drei Bände etwas ausführlich beleuchten zu können. Vielen Dank nach Stuttgart.

Marvel Noir: Punisher

Zurück aus den Gräben des Ersten Weltkriegs bewegt sich das Punisher-Universum in mafiösen Kreisen an der Ostküste der USA. Wie gewohnt, gefällt mir die Noir-Reihe ausgesprochen gut. Auch diesmal geht es um eine pessimistische Weltsicht, düstere Bildgestaltung und entfremdete, verbitterte Charaktere. Die richtige Lektüre, um sich auf den Herbst einzustimmen.

Dark Reign: Die Liste (Teil 1 und 2)

Inzwischen sollte sich herumgesprochen haben, dass mit Norman Osborn  nicht gut Kirschen essen ist und es gefährlich sein kann, sich mit dem mächtigsten Mann im Marvel-Universum anzulegen. Dennoch hat sich Clint Barton in den Kopf gesetzt, Osborn zu konfrontieren. Das trifft sich gut, denn Clint und die Neuen Rächer sind Osborn ein Dorn im Auge – und er möchte sie gerne endgültig loswerden. Auch Dardevil, die X-Men und Nick Fury stehen auf seiner Liste. Mit großer Macht kommt große Verantwortung – ein Satz, der nicht für Norman Osborn gilt. Doch wenigstens auf dem Papier ist Spider-Mans  schlimmster Feind einer der Guten: Er kann machen, was er möchte, und hat allerhand legale Mittel, um seinen Feinden das Leben zu erschweren. Ein Stück Papier ist es auch, das Osborn und seine Schergen mit Wolverine, dem Hulk, dem Punisher und natürlich Spider-Man konfrontiert. Denn auch diese vier stehen allesamt auf Osborns schwarzer Liste. Vor allem in Teil 2 wird mächtif aufgedreht, allerdings stößt politischeren Lesern die plakaltive Art recht sauer auf, wie hier mit Begriffen wie rechts und links im Spektrum umgegangen wird. Hier liegt NICHT die Stärke des fröhlich bunten MU-Trupps. 

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CD abgehört „Der Stoff, aus dem die Regenschirme sind“ (Huss und Hodn)

Der Stoff, aus dem die Regenschirme sind“ ist ein Bombenalbum. Es bietet genug Unterhaltung für drei Alben, und, ob gewollt oder nicht – LMAA-Gefühl hin oder her – die Kombo stand unter Druck, stand unter gnadenloser Erwartungshaltung. Mission totalst erfüllt, die Scheibe ist heissssssssssssssssssssssss……………….

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