Panini Comics war diesmal „etwas zurückhaltender“ in der Bemusterungspolitik, dennoch freue ich mich, drei Bände etwas ausführlich beleuchten zu können. Vielen Dank nach Stuttgart.
Marvel Noir: Punisher
Zurück aus den Gräben des Ersten Weltkriegs bewegt sich das Punisher-Universum in mafiösen Kreisen an der Ostküste der USA. Wie gewohnt, gefällt mir die Noir-Reihe ausgesprochen gut. Auch diesmal geht es um eine pessimistische Weltsicht, düstere Bildgestaltung und entfremdete, verbitterte Charaktere. Die richtige Lektüre, um sich auf den Herbst einzustimmen.
Dark Reign: Die Liste (Teil 1 und 2)
Inzwischen sollte sich herumgesprochen haben, dass mit Norman Osborn nicht gut Kirschen essen ist und es gefährlich sein kann, sich mit dem mächtigsten Mann im Marvel-Universum anzulegen. Dennoch hat sich Clint Barton in den Kopf gesetzt, Osborn zu konfrontieren. Das trifft sich gut, denn Clint und die Neuen Rächer sind Osborn ein Dorn im Auge – und er möchte sie gerne endgültig loswerden. Auch Dardevil, die X-Men und Nick Fury stehen auf seiner Liste. Mit großer Macht kommt große Verantwortung – ein Satz, der nicht für Norman Osborn gilt. Doch wenigstens auf dem Papier ist Spider-Mans schlimmster Feind einer der Guten: Er kann machen, was er möchte, und hat allerhand legale Mittel, um seinen Feinden das Leben zu erschweren. Ein Stück Papier ist es auch, das Osborn und seine Schergen mit Wolverine, dem Hulk, dem Punisher und natürlich Spider-Man konfrontiert. Denn auch diese vier stehen allesamt auf Osborns schwarzer Liste. Vor allem in Teil 2 wird mächtif aufgedreht, allerdings stößt politischeren Lesern die plakaltive Art recht sauer auf, wie hier mit Begriffen wie rechts und links im Spektrum umgegangen wird. Hier liegt NICHT die Stärke des fröhlich bunten MU-Trupps.