Filmsichtung “Inception”

Nolans arbeitet sehr hart daran, der nächste Cameron zu werden, da gebe ich Rüdiger Suchsland recht. An einigen anderen Stellen möchte ich ihm jedoch widersprechen. Technisch ist “Inception” eine wundervolle und bereichernde Erfahrung – Wally Pfister, der schon Memento nach mehr und größer aussehen hat lassen, packt auch diesemal das berechnende Vokabular des visuellen Profis aus. Auf Audioseite ist ebenfalls ein großes Haben: Nicht nur ist das Sounddesign packend, auch der Soundtrack ist mächtig und erzeugt Gänsehaut. Die Effektarbeit ist großartig: Zeitlupe verliert ihre Kraft einfach nicht, wenn sie in den richtigen Momenten eingesetzt wird. Die Darstellerriege ist durchgehend sympathisch: das Inception-Team ist eine tolle Bande, möchte man sagen! Spontan fand ich bisher keinen anderen “Heist”-Film so gut wie diesen, die Vergleiche mit “2001″ hingegen sind tatsächlich seltsam. Das Skript hat genug Wendungen im Angebot, um auszusetzen und aufzuspringen, Meinung zu bilden und sie zu äußern.

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