Veröffentlicht in Juni 2010

Radiosender entdeckt „Horror-Theatre“

Schön, alte, spannungsgeladene Hörspiele von dazumal als Radiokonzept. Sehr, sehr cool. Und hier der Webauftritt der Damen und Herren. Ich habe gestern noch bis lange in die Nacht schaurig-schöne Geschichten belauscht. Auch genau das richtige für lange Autofahrten nachts durch abgelegene Wald- und Wiesenregionen.

Lektüre beendet „Payback“ (Frank Schirrmacher)

Mit dem unbedingten Duktus eines Leitartikels schneidet der ewige Thementreiber Schirrmacher ein interessantes Thema an:

„Warum sind wir im Informationszeitalter gezwungen zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie gewinnen wir die Kontrolle über unser Denken zurück? Was wollte ich gerade tun? Wieso haben die Dinge kein Ende mehr? Was geschieht mit meinem Gehirn? Fast jeder kennt die neue Vergesslichkeit und die fast pathologische Zunahme von Konzentrationsstörungen. Dahinter steckt sehr viel mehr als nur Überforderung. Wir wissen mehr als je zuvor und fürchten doch ständig, das Wichtigste zu verpassen. Der Mensch ist nicht nur ein Fleisch- und Pflanzenfresser, er ist auch ein Informationsfresser. Informationen sind Vorteile und in der Informations-Nahrungskette siegt der, der am schnellsten und effektivsten Nachrichten sendet und empfängt. Aber diese neue Form des Darwinismus führt dazu, dass wir nicht mehr unterscheiden können, was wichtig ist und was nicht. Wir rufen unsere ganze Lebensbahn immer stärker wie Informationen ab und zerstören so unsere Fähigkeit, mit Unerwartetem umzugehen. Die Frage lautet, ob wir bereits begonnen haben, uns selbst wie Computer zu behandeln, und ob wir damit Gefahr laufen, den Menschen in mathematische Formeln zu verwandeln. Nicht die Technologien sind Schuld, sondern die Tatsache, dass immer häufiger nur noch das im Menschen gefordert und gefördert wird, was mit den Rechnern kompatibel ist. Eine Welt ohne Informationstechnologie ist nicht vorstellbar. Aber die pure Koexistenz von Mensch und Computer führt zum Sieg der künstlichen Intelligenz. Schon bald werden Computer zu Dingen fähig sein, die heute noch unvorstellbar scheinen. Sie werden unsere Wünsche besser kennen als wir selbst und in der Lage sein, sogar unsere Assoziationen in Software zu übersetzen. Wichtig aber ist, dass wir währenddessen unsere Fähigkeiten nicht verlieren. Wir können zurückfordern, was uns genommen wird, wenn wir die Stärken des Menschen neu bestimmen.“

In kleinen Happen und mit einem recht überschaubaren Umfang kommt der neue Wurf daher – hübsch aufbereitet, lesefreundlich – keine Frage. Dennoch fehlt das Runde, es fehlt der Ausweg ein wenig aus der skizzierten Krise: als Denkanstoß (vor allem was das eigene IT-Verhalten betrifft) sehr gelungen.

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CD abgehört „OST EVE Online“

Der Soundtrack ist famos. Ach, ab Dunkelheitseinbruch und guter Lektüre gibt es kein Halten mehr. Die schmeiße ich gleich heute abend wieder ein. Wie zu erwarten – der atmosphärische Klangteppisch mit allem, was ZUKUNFT suggeriert.

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Segway-Security Training und Ausfahrt

90 min Segway-Fahrt (Fahrtraining und Stadtführung) standen in Leipzig letztes WE auf den Programm. Ein zweifellos interessantes Fahrgefühl, ein gediegenes Dahingleiten mit mehr Geschwindigkeit, als ich dachte. Fundamentale Schwäche ist jedoch die Federung des Geräts: kniegeschädigte Fahrer und Hüftinvaliden werden wenig Spaß haben – das steht fest. Marmorböden in der Edelmall hingegen sollten das richtige Pflaster sein für die Gefährte. Außerdem sollte man sich auf Blicke gefasst machen – ein Eisbärenbaby im Zoo ist NICHTS dagegen. Interesse, Mitleid und Neid in einer schönen Mischung. Menschen, man muß sie lieben.

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Spieleindrücke „Super Mario Galaxy 2″

Gut, selbst habe ich nicht gespielt, d.h. irgendwie doch. Also als Zweitspieler habe ich schon einiges, äh, gerissen. Sterne holen, Getier betäuben und Kreissägen anhalten. Steffi spielte dann voller Freude, und ich, naja, ich trug meinen bescheidenen Teil bei. Bunt war es. Und vollgepackt mit Ideen. Schade, dass ich und das Genre dennoch einfach keine Freunde werden. Dennoch – wohl die Erfüllung für Plattformturner.

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Doppel-DVD-Sichtung “ The Descent: Part 2″ & „TO – A Space Fantasy“

Horror in der Höhle! Der Grusler setzt dort ein, wo Teil 1 endete. Teil 3 wird hoffentlich genauso weitergehen. Denn, ohohoho, eine teilübergreifende Geschichte zeichnet sich ab. Da will man doch wissen, wie es weitergeht…oder? Demnächst in Ihrem Minenschacht! Und für die, die es wissen wollen – ja, das Ding bleibt blutig-abgehangen.

Sci-Fi-Freunde werden mit Action und Philosophie Light auf Animebasis mit „TO – A Space Fantasy“ recht gut bedient. Zwei Kurzfilme, wobei Teil 2 der deutlich stärkere ist. Erstaunlich tief wirken einige der Gesichtsausdrücke. mal sehen, wo da der Zug tatsächlich in den nächsten Jahren hingeht.

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„Possession“

Inhalt

Ungleicher können zwei Brüder kaum sein: Ryan ist Zimmermann, Künstler und sensibler, liebender Ehemann, Roman dagegen ein vorbestrafter Rumtreiber mit Neigung zur Gewalt. Nach einem schrecklichen Autounfall liegen beide im Koma. Nach Monaten erwacht Roman – und hält sich für Ryan. Dessen Frau Jess ist angezogen und abgestoßen zugleich. Roman benimmt sich wie ihr Mann. Und er weiß Dinge über ihre Liebe, die wirklich nur Ryan wissen kann. Mehr und mehr fühlt sich Jess zu dem vertrauten Fremden hingezogen. Doch die junge Frau wird das Gefühl nicht los, dass etwas Böses sie umgibt …

(Quelle: Ascot Elite Home Entertainment Website)

Meinung

Mit teils zu sehr digital aufgepeppten Bildern inszenieren die Schweden Joel Bergvall und Simon Sandquist routiniert einen Thriller, der den Zuseher bis zuletzt im Unklaren darüber lässt, was Sache ist – innerhalb des Genres kann dies als Kompliment gelten. Geschickt bremsen die Macher sich selbst auf der Überholspur des Übernatürlichen, was man leider für den gewählten Filmtitel und das DVD-Artwork wiederum nicht behaupten kann. Ich denke, hier werden klar falsche Erwartungen geweckt. Die Darsteller bewegen sich innerhalb ihrer Schablonen recht effizient: will heißen, jeder weiß, was sie oder er zu tun hat. Insgesamt also alles andere als eine Enttäuschung für Thrillerfreunde.

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Lektüre beendet „Tokyo Inferno“

ERDBEBEN! IN! TOKIO! Wie geht man nun damit um? Lesen wir es doch einfach im Rahmen einer schönen Boy meets Girl-Geschichte! Und genau das bietet der vorliegende Manga. Mit all der Romatik und Tragik, die man erwarten darf.

G wir Gorilla haben da auch eine ganz schöne Besprechung im Fell.

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