Veröffentlicht in April 2010

DVD-Sichtung „The Sea Fiend“

The Birth of a Nation als schwieriges Rasse-Epos? HA! „The Sea Fiend“ hits the barrel the ground out. Da kann der Zuseher mal erleben, was Rassismus 101 wirklich heißt, von Paternalismus bis zur offenen Gewalt: das komplette Programm als lustiges Seemannsabenteuer. Widerlich.

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Interview zu „10 Fragen zu Videospielen“ – the lost tapes

Einer der Texte, die es nicht mehr zu gamepals.de schaffte, will ich nun hier unterbringen. Es handelte sich um ein Interview zu letzten Sammelband „10 Fragen zu Videospielen“, den ich zusammen mit Daniel Wüllner im Dezember 2009 herausbrachte.

Die alte Weisheit „Wer Antworten will, muss Fragen stellen“ nahmen sich unser Redakteur Rudolf Inderst und sein langjähriger Studienfreund Daniel Wüllner zu Herzen und brachten vor kurzem das Buch 10 Fragen zu Videospielen heraus. Über 50 Persönlichkeiten aus der Spielebranche, Journalisten und Wissenschaftler stellten sich vermeintlich einfachen Fragen wie „Was ist ein Videospiel?“. Wir trafen die beiden Herausgeber zu einem Gespräch in München.

(GP) 10 Fragen zu Videospielen…wahrscheinlich habt Ihr die Frage, wie Ihr auf das Konzept kamt, schon das ein oder andere Mal gehört?

(WIR) (lächeln) Ja, das mag wohl sein.

(GP) Tja, bietet sich aber als lockere Einstiegsfrage schon an, oder?

(WIR) Stimmt. Also, wie wir auch schon in der Einleitung zu 10 Fragen zu Videospielen ausführen, gibt es da ein herrlich unterhaltsames Buch namens Difficult Questions About Videogames, das von James Newman und Ian Simons 2004 herausgegeben wurde. Alle möglichen kleineren und größeren Namen der englischsprachien Games-Industrie sowie einfach Spielbegeisterte stellten sich einigen, scheinbar einfach Fragen, die mit unserem Lieblingshobby zu tun haben. Da wurden also Fragen beantwortet wie etwa „Was zeichnet ein gutes Spiel aus?“ In gewissem Sinne handelt es sich um Fragen, die das Selbstverständliche und Alltägliche des Spielens mit PC und Konsole hinterfragen. Ich meine, was gibt es denn Profaneres als nach Hause zu kommen, die Xbox anzufeuern, das Pad in die Hand zu nehmen und loszulegen? Aber was geschieht da eigentlich wirklich? Was bedeutet es, wenn wir das so und nicht anders tun?  So kamen sehr lesenwerte, ganz unterschiedliche Antworten zu diesen Fragen heraus. Nach der Lektüre ahnten wir, dass das durchaus auch in Deutschland funktionieren könnte.

(GP) Eine Kopie also? Müssen wir laut „Haltet den Dieb!“ rufen?

(WIR) In gewisser Weise lässt sich das nicht von der Hand weisen. Das Konzept ist natürlich übernommen. Aber ich denke, die Eigenständigkeit der 10 Fragen zu Videospielen steht und fällt mit der Originalität der Antworten. Und da kann unser Buch – möchten wir selbstbewusst behaupten – auf jeden Fall punkten: Die Damen und Herren, die sich den Fragen stellten, gaben sich lesbar die größte Mühe und generierten sehr amüsante, kritische, intellektuelle oder apologetische Antworten.

(GP) Apologetisch? Sprechen wir hier von Klientelpolitik? Also ein Buch von Nerds für Nerds?

(WIR) Nein, das glauben wir nicht. Die Antwortenbreite ist derart heterogen, dass auch Leser, die nicht jeden Tag vor dem Rechner oder der Konsole verbringen, auf ihre Kosten kommen werden. Eine Frage lautet zum Beispiel „Was war Dein nachhaltigstes Spielerlebnis?“ Da werden natürlich Erinnerungen wach – Erinnerungen an Spiele, die man vielleicht vor 5, 10 oder 15 Jahren spielte. Das bedeutet, auch ehemalige Zocker können sich romantisch auf ein paar Stunden positive Vergangenheitsbewältigung einstellen.

(GP) Gab es denn dann in der Produktionsphase größere Schwierigkeiten oder klappte alles einigermaßen? Ich kann mir vorstellen, je mehr Autoren an einem Projekt beteiligt sind, desto schwieriger wird es, den Überblick zu behalten.

(WIR) Ja, es war nicht immer leicht. Zunächst einmal waren wir überrascht, wie stark in manchen Foren Skepsis und Ablehnung vertreten war – sogar offene Anfeindung mussten wir in Kauf nehmen, wenn es darum ging, unsere Idee zu unterbreiten. Aber davon darf man sich ins Boxhorn jagen lassen. Trust building ist wohl eine Grundvoraussetzung, um in der Spieler-Community etwas bewegen zu können. Ehrlich gesagt, wundert mich das auch nicht. Zu sensationslüstern und unsensibel wurde mit dem Thema Digitales Spiel in den letzten Jahren umgegangen. Wir waren am Ende sehr erfreut, als über 50 Personen mit an Bord waren. Auch, was die Qualität der Antworten betraf, waren wir positiv überrascht, wir mussten tatsächlich wenig bis kaum filtern. Leider kamen etliche Antwortbogen allerdings erst bei uns an, als die Deadline schon abgelaufen war und die Druckphase schon begonnen hatte. Als besonderes Schmankerl kann vielleicht noch angeführt werden, dass auch bekanntere Namen wie Xbox-Guru Boris Schneider-Johne sich für die Beantwortung der 10 Fragen zu Videospielen Zeit nahmen.

(GP) Seit Dezember ist das Buch nun im Handel erhältlich. Wie fielen denn bisher die Reaktionen aus? Lob von höchster Stelle? Harsche Kritik?

(WIR) Also für unsere Autoren jedenfalls, die noch nie ihren eigenen Namen in einem Buch „bestaunen“ durften, war es wohl ziemlich aufregend. Wir selbst waren natürlich auch gespannt, was passieren würde, wenn die Out Now Pressemitteilung erst einmal in den vielen kleinen und großen Redaktionen einschlägt. Es ist wahrscheinlich noch zu früh, um mit Zahlen zu hantieren, aber die ersten Reaktionen stimmen ganz optimistisch. Ob wir reich werden wir dem Titel, wird die Zeit zeigen. Wir sind da gesund skeptisch. Aber die Erfahrung, ein solches Projekt mit Hilfe unseres Verlegers Werner Hülsbusch stemmen zu können, ist unbezahlbar, weil sie Selbstvertrauen schenkt. Und die Lust auf weitere Buchprojekte potenziert.

(GP) Die nächsten 10 Fragen zu Videospielen liegen also bereits schon vor? Wollt Ihr uns das durch die Blume damit sagen?

(WIR) Nur 10? Wo bleibt denn da die Vision? Die Größe? Nein, im Ernst. Vorstellbar ist das auf jeden Fall. Aber man darf den Arbeitsaufwand und den Stress nicht unterschätzen, den ein solches Projekt – neben der regulären Arbeitswoche – mit sich bringt. Schlussendlich war es den aber auf jeden Fall wert. Jetzt werden die Leser entscheiden. Und wir können nur viel Spaß dabei wünschen.

(GP) Vielen Dank für das Gespräch.

10 Fragen zu Videospielen erscheint im Verlag Werner Hülsbusch, ist 208 Seiten stark und kostet 22,90 €.

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Doppel-DVD-Sichtung „SAW VI“ & „Triangle“

Säge hier, Säge da. Sägen und Fluch. Formelhaft? Jetzt werden Sie mal nicht beschönigend!

Ja, und der 2. Film des Abends – der geht in Ordnung. Ein routiniert inszeniertes Stück über Schizzogörl in blond. Mit Axt und Gewehr. Und Gegenwehr.

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Filmsichtung „Remember Me“

Ally Craig: I have my dessert first.
Tyler: Is that a political statement? A medical condition, perhaps?
Ally Craig: I just don’t see the point in waiting. I mean, what if I die while eating my entree?
Tyler: Is that probable?
Ally Craig: It’s possible. What if I choke? What if an asteroid come hurling down onto the restaurant?… I’ll tell you what, if you swear on your eternal soul that I’ll make it through my entree, then I’ll wait. But before you answer, consider that if something does happen, you’ll have to live the rest of your life knowing that not only did you lie to me, but you denied of my one last indulgence. Are you prepared to shoulder that kind of responsibility?

Was, wenn man sich und seinen Kummer zu ernst nimmt und schreibt? Dann kann das Ende eines Dramas NUR SO aussehen. Rührende Momente, schöne Photographie, aber geradezu lachhaft bemüht in seiner Ernsthaftigkeit. Und Pierce B.? Der ist nun leider eine VÖLLIGE Fehlbesetzung.

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Lektüre beendet „Kill Screen“

Das sagen die Macher des neuen Videospielmagazins:

„We are fixated on a single question: “What does it mean to play games?” We want to be what early Rolling Stone was to rock n’ roll or Wired was to tech. We want to look like the Fader and walk like the Believer. We’re talking about the long format read on the creative minds behind blockbuster and indie game titles sided by personal essays about what games mean to our daily little lives.

Kill Screen is the natural extension of a maturing games industry. Far from the sensationalist juvenilia that dots the web and more accessible than the lofty rhetoric and gamespeak of academics, we’re approaching a beloved medium on its own terms as fans and as critics.

Coupled with world-class design, Kill Screen will serve as the voice for a generation of consumers who grew up on games and now wants to talk about them with the same wit and rancor that can be found in dialogues about film, television, etc. We are a professional,
curated approach that respects the time constraints of the older game player and aims right for the brain.

So far, our ranks include those who have written for the Wall Street Journal, New Yorker, GQ, the Daily Show, Christian Science Monitor, LA Times, the Colbert Report, the Onion, and Paste, alongside some lovely photos and even a poster or two! We promise to keep explosions to a bare minimum and limit fawning praise for first-person shooters to a giggle.“

Ich las die erste Ausgabe. Gab 25 US-Dollar aus. War mal begeistert, mal nicht, eine klassische Mischpackung also.

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Lektüre gelesen „The Walking Dead Bd.10: What we become“

Ausgabe 10. Ich bin beeindruckt. Ehrlich. Zutiefst beeindruckt. Alle 10 Bände bitte als Hardcover sofort ordern, lesen, sich freuen.

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Clip-Sichtung „Neill Blomkamps HALO“

Das machte doch einmal richtig Spaß. Seltsam, dass dies derart an mir vorbeiging, umso größer die freudige Überraschung, als mit ein guter Freund vorgestern den kleinen HALO-Film zeigte.  Da kann sich der geneigte Seher auf große Wiedererkennungswerte freuen!

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DVD-Doppelsichtung „Sherlock“ & „Jennifer’s Body“

So detektivisch! Der TV-Film über die Frühphase der Holm’schen Beziehung zu Watson ist ein harmloser Spaß, der manchmal sichtlich am schmalen Budget krankt, aber das verzeihe ich gerne.

Jennifer’s Body“ hatte tatsächlich einen deutschen Kinostart. Hm, manche Sache sind wohl einfach hinzunehmen. Die, uh SO unrated DVD-Version, dampft zwar nicht vor Hitze, aber reichlich Trash wird dennoch unterhaltsam aufbereitet.

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