Bei einem wunderbaren Wochenendsbesuch in Köln bei Freund BB konnte ich mir endlich einmal einen guten Überblick über die aktuelle (und weniger aktuelle) Wii-Palette machen. Nicht 12 Apostel, sondern 12 Wii-Titel sollten es am Ende sein, die wir in kleinerer und größerer Runde anspielten. Und hier die Eindrücke im Einzelnen:
Onechanbara: Bikini Zombie Slayers war für 3 Minuten genau der Spaß, den ich mir erwartet hatte, dann quälten mich technische Mängel und Dauerwiederholung. Amazon-User „Faust“ schreibt: „Stumpf ist Trumpf“ – wer möchte da schon widersprechen. Leider blieb keine Zeit mehr (vulgo: Ich fand keine Opfer…) für den Koop-Modus.
Guitar Hero 5 und Rock Band 2 sollten dann für Musikstimmung sorgen. Tatsächlich tat dies dann eher der zweite Titel – die Songauswahl der Konkurrenz war wohl ein wenig zu szenig für unseren Geschmack.
Das Szenario des Wii-Spiels Red Steel 2 gefiel mir sehr gut. Die Mischung aus Asiapulp und B-Western spricht mich als „hinten-links-in-der-Videothek“-Mensch ganz besonders an. Das Übergefuchtel mit dem Pad allerdings ist und bleibt albern.
Es klingelt! WII-ll denn keiner ran gehen? Wahrscheinlich nicht bei Calling, denn außer flottem Sounddesign gibt es da wenig zu holen. Reichlich trist die Chose.
Einem Klassiker huldigen? Kein Problem, der Downloadtitel Excitebike sorgte für Freudensprünge vor und im TV. Extrem kurze Anspielzeit, aber reichlich Spaß.
Verwirrend hoch 10: Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars! Nach 5 Runden stellten wir das Prügeln wieder ein. Ich konnte immerhin 2 Mal gewinnen, allerdings nur durch Zufall, so ehrlich muß man sein.
Einer der Titel, die ich seit Ewigkeiten spielen möchte, war Mad World. Und was soll ich sagen, alle Besprechungen hatten recht: Es ist das Abfeiern des Wortes WIEDERHOLUNG. Aber von der s/w-Inszenierung konnte ich dennoch nicht genug bekommen. Sehr fein.
Ein kleines Städtchen, aber große Wirkung: Silent Hill: Shattered Memories machte in den 40 Minuten Spielzeit alles richtig. Ein wirklich beeindruckender Wii-Titel.
Ach, wie kann man sich eigentlich nicht in die Grafik und die Art Direction von Murasama: The Demon Blade verlieben? Eben.
House of the Dead Overkill ist wie ein Besuch beim Fastfoodladen – schnell und billig. Flüche, wohin man hört und totes Fleisch an allen Orten. Und die Ko-op-Spieler mittendrin, warum eigentlich nicht?
Zu guter Letzt noch ein paar Sätze zu Dead Space: Extraction – schlichtweg beeindruckend, was aus der Wii gezaubert wurde. Von der Vertonung bis zur Spannung, die sich schleichend einstellt und dann mit einem Schlag ausbricht, ist alles richtig gemacht worden. Vor allem Ko-op ist das Spiel eine Bombe.
Insgesamt eine recht breite Palette, allerdings: Bei vielen Titeln wünsche ich mir nach wie vor, dass ich NICHT zum Fuchtler werden müßte. Dennoch: Ich hatte recht viel Spaß.