Veröffentlicht in Januar 2010

Comicrundschau

Ah, die erste Comicrundschau 2010! Und das gerade zu einer Zeit, als der Reboot der Spidermanserie und der Trailer zu Iron Man 2 die Foren zum Kochen bringt.

Ich habe Panini Comics für eine kleine Auswahl aktueller Titel zu danken, die ich gerne näher beleuchten möchte.

Broken Trinity 1

Eine Freundin aus Frankfurt  erklärt mir auf Skype (fast) jeden Tag, wie sehr sie die ganze Witchblade- und Darknesschose mag. Ich nehme mir daraufhin jedes Mal erneut vor,  die Serie genauer anzusehen, aber ich komme einfach über den Eindruck eines teuren Gothporn nicht hinaus. Eines blutigen Gothporn natürlich. Pardon.

Jonah Hex 1

Hier rieselt feiner Präriestaub zwischen den Seiten! Und der Six-Shooter sitzt IMMER locker. Jonah Hex ist eine berechenbare Figur. Berechenbar und „diese“ wilde Westen gehen hier eine wilde, schonungslose und brutale Verbindung ein. Toller Stoff.

SOLOMON KANE

Auf meiner Reise nach Boston kaufte ich mir einen dicken Solomon Kane Sammelband, weil ich mehr über die Figur wissen wollte, die auch bald die Leinwände heimsuchen wird. Es gibt wesentlich bessere Geschichten als „Schloss des Teufels“ – vor allem die Afrikaepisoden sind Gold wert. Vielleicht schaffen es diese, sich bei Panini noch zu manifestieren. Auch hätte eine längere Einleitung der Figur Kane gutgetan.

100% Marvel 47: Moon Knight 4

Hat mir sehr gut gefallen. Muß an meiner Iron Man-Abneigung liegen. Sehr bunt, aber auch sehr viel Licht-Schatten-Passagen, die des Nachts in der Großstadt spielen. Großer Auftritt von Gaststars.

Mirror’s Edge

Ach, in diese Läuferin könnte man sich schon verlieben. Aber ich weiß nicht, ob sie für so etwas überhaupt einen Kopf hätte, sie ist ja immer, ACHTUNG, auf dem Sprung. Wer das Spiel gespielt hat, kann bedenkenlos zugreifen, Nicht-Spieler haben möglicherweise Verständnisprobleme.

Manara 2: Ein indianischer Sommer

Für solche Literatur ist das Wort schlüpfrig erfunden worden. Oder anrüchig? Obszön? Nein, schlüpfrig trifft es schon ganz gut. Die Werkausgabe ist liebevoll und aufwändig gestaltet – hier ergänzen sich die humorvollen Dialoge und die Zeichnungen optimal.

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DVD-Doppelsichtung „Purple Death from Outer Space“ & „Prisoners of the Lost Universe“

Der Kostümwechsel- / ImfeindlichenHauptquartierherumschleicherfilm mit Flash Gordon von 1966 (Re-Cut des 1944er-Materials) in s/w verwirrt mich. Die Zukunft ist schwarz-weiß ohne Schwarze! Die Zukunft ist schwarz-weiß mit Gelb-Roten als gemeine Bedrohung! Ja, Potz Flash!

Die Gefangenen des verlorenen Universums? Eigentlich geht es um Paralleluniversen. Weshalb diese im Titel als „verloren“ bezeichnet werden, erschließt sich nicht. Als verloren könnten sich diejenigen bezeichnen, die im Film in ein Paralleluniversum geraten und den Weg zurück suchen. „Lustige Soundeffekte“ und ein J. Saxon, der sich offensichtlich für Nichts schämt, auch nicht diese Rolle, heizen über 94 Minuten dufte ein. Oder wie man damals 1984 so zu sagen pflegte.

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Doppel-DVD-Sichtung „Studio One: Passenger to Bali“ & „Indestructible Man“

Wie genau dieser Public Domain-Ausflug auf der Horrorbox enden konnte, bleibt für immer ein Rätsel. Schön ist die Produktwerbung für TV-Boxen und Kühlschränke. Soundstage-Action deluxxe dazwischen – zudem ideologisch fein eingefärbt mit „Red Scare“-Motiven.

Film 2 macht im Finale einen auf „Der dritte Mann“. Davor viele Close-Ups und ZU viele off-Kommentare. Der unzerstöre Mann bietet immerhin zum Ende eine schöne Gesichtsplastik: Der Flammenwerfereinsatz ist der Höhepunkt des Kriminalstückes auf Abwegen.

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Call For Papers: Sammelband „Contact – Conflict – Combat? Zur Tradition des Konfliktes in Digitalen Spielen“

Call For Papers: Sammelband

Contact – Conflict – Combat?
Zur Tradition des Konfliktes in Digitalen Spielen

Inhalt

Digitale Spiele scheinen seit ihrem Auftreten im späten 20 Jahrhundert von Konflikten zu leben. Der von vielen genannte Urvater des Videospiels Tennis for Two mutmaßt da geradezu wie eine Versinnbildlichung dieser These an. Konflikte treten als dabei systemimmanente, motivierende, erzählerische Komponenten auf.

Konflikte sind zweifelsohne vielschichtig. Daraus folgt, dass eine Definition dessen, was wir unter einem Konflikt verstehen, sehr unterschiedlich ausfallen kann. Glaubt man dem Konfliktforscher Lutz Schrader, lassen sich dennoch idealtypisch drei wesentliche Merkmale festmachen: Es existiert erstens ein Widerspruch, d.h. eine Unvereinbarkeit von Zielen, Interessen oder Bedürfnissen. Zweitens ist ein den Konflikt aufzeigendes und sehr oft verschärfendes Verhalten (z.B. Konkurrenz, Aggressivität, Hass, Gewalt) der Konfliktparteien feststellbar und drittens manifestiert sich eine auf den Konflikt bezogene und diesen, sei sie bewusst oder unbewusst, rechtfertigende Einstellung bzw. Haltung.

Der Titel der geplanten Publikation Contact – Conflict – Combat? Zur Tradition des Konfliktes in Digitalen Spielen zeigt an, dass der Kernbegriff Konflikt zwischen den Begrifflichkeiten „Kontakt“ und „Kampf“ gestellt wurde. Das bedeutet, am Beginn einer Interaktion mag der Kontakt – interpersonal oder interinstitutional – stehen. Jedoch verlaufen Begegnungen nicht chronologisch nach dem beschriebenen Muster Contact – Conflict – Combat. Vielmehr kann
der zentral stehende Konflikt zu beiden Seiten ausschlagen bzw. zurückkehren. Auch eine völlige Umkehrung im Sinne von Combat – Conflict – Contact ist denkbar.

Was bedeutet Konflikt nun genau in Videospielen? Wer sind die Protagonisten eines Konflikts? Welche Konflikt werden auf welche Weise portraitiert? Haben Konflikte eine andere Qualität, wenn sie zwischen Mensch/Mensch oder Mensch/Maschine ausgetragen werden? Auf welche Weise motivieren Konflikte Spieler? Können aus dargestellten oder

ausgetragenen Konflikten Schlüsse gezogen werden und wenn ja, welche?Die eingereichten Vorschläge können, müssen jedoch keineswegs einer strengen Wissenschaftlichkeit unterliegen – vielmehr geht es um exzellente Lesbarkeit der Beiträge. Daher sind essayistische Betrachtungen ausdrücklich ebenso erwünscht wie klassische, akademische Beiträge.

Herausgeber

Dr. Rudolf Inderst studierte Politische Wissenschaften, Neuere und Neuste Geschichte und Amerikanische Kulturgeschichte in München und Kopenhagen. Seine Doktorarbeit trägt den Titel „Vergemeinschaftung in Massively Multiplayer Online Role-Playing Games“. Als freier Journalist schreibt er für unterschiedliche Publikationen.
Peter Just M.A. studierte Amerikanische Kulturgeschichte, Psychologie und Wirtschaftsgeographie. Er promoviert über „Konflikte entlang der zivilen/militärischen Trennlinie innerhalb des Pentagons“ am Amerika Institut der LMU München. Seine Magisterarbeit trägt den Titel „Renegaten? Francis Fukuyama und Robert Kagan als
neokonservative Denker“.

Es ist geplant, den Sammelband im Verlag Werner Hülsbusch gegen Ende 2010 herauszugeben.

Die Vorschlagseinreichungen (max. 5000 Zeichen) werden von den Herausgebern gesichtet. Die Vorschläge sollten Titel, Namen, Institution und Adresse enthalten. Anschließend erfolgen die Zu- bzw. Absagen. Sammelbandsprache ist wahlweise deutsch oder englisch. Die Formatierungsvorgaben der vollständigen Artikel erfolgt nach Zusage.

Einreichungsmodalitäten und Deadlines

Einreichung Themenvorschlag: 15. März 2010
Zusage bis: 30. März 2010
Einreichung Volltext: 30. April 2010
Geplante Publikation Winter 2010

Bitte senden Sie ihre Artikelvorschläge zu Händen beider Herausgeber:

Rudolf Inderst
Peter Just
contactconflictcombat@googlemail.com

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DVD-Sichtung „Sasori“

Remakezeit in meiner PS3! Ohne klare Handschrift oder Sinn für Drama erzählt uns „Sasori“ von harten Frauen! Zwischen Schwert und Handkante passen noch ein paar überzeichnete Charaktere, die diesen Film allerdings auch  nicht aus der absoluten Mittelmäßigkeit herausholen.  Zum Original von 1972 kann kurz festgehalten werden: „“Women in Prison“ movies, commonly known under their abbreviation WIP, formed an insignificant but hugely popular sub genre of exploitation cinema, particularly from the 70′s up until the mid 80′s. Especially Euro-smut directors like, say, Jess Franco, Bruno Mattei and Joe D’Amato were enthusiastic and always ready to shoot this type of film because substantial depth and coherence weren’t necessary requirements. WIP movies provide the easiest excuse to depict copious amounts of lesbian experimenting, shower-catfights, brutal whippings, rape & abuse and sadistic battle-ax guards. These films are merely guilty pleasures, amusing to watch once or maybe twice, but none of them were actually good films.“

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Lektüre beendet „Well Played 1.0. Video Games, Value and Meaning“

Zum Klappentext:

Video games can be „well played“ in two senses. On the one hand, well played is to games as well read is to books. On the other hand, well played as in well done. This book is full of in-depth close readings of video games that parse out the various meanings to be found in the experience of playing a game. 22 contributors (developers, scholars, reviewers and bloggers) look at video games through both senses of „well played.“ The goal is to help develop and define a literacy of games as well as a sense of their value as an experience. Video games are a complex medium that merits careful interpretation and insightful analysis.

22 Beiträge sind es, das stimmt, für mich persönlich waren diejenigen zu „Shadow of the Colossus“, „Silent Hill 2″, „Ico“, „Bully“, Half Life 2″, Europa Universalis“  und „MGS 4″ am aufschlußreichsten. Das Layout des Buches hat außerdem den gewissen Charme eines abgegriffenen Telephonbuches, was ich sehr sympathisch finde. Der Druck ist auch für leseschwache Lektoren geeignet, wenn man das einmal so festhalten darf.

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Erstes eigenes iPhone-Spiel „Doodle Jump“

Viele sprechen vollmündig vom „Tetris des iPhones„, wobei sicherlich auf die „Noch eine Runde“-Mentalität abgehoben werden soll, denn eines ist klar, der Einstieg beim Russen war auf LV 1 immer wesentlich gemütlicher, außerdem wurden Fehler nicht sofort und unweigerlich bestraft – es gab stets die taktische oder strategische Nachbesserung. „Doodle Jump“ ist eher das „Trials HD“ des iPhone – für mich jedenfalls. Blitzartiges Wiedereinstieg nach Versagen ist möglich, obgleich keine Savepoints existieren. Das Spiel vergibt nicht. Und der Spieler sich auch nicht. Zornig möchte man das Telephon fliegen lassen – und ungläubig schaut man auf die weltbesten Punktezahlen: über 2 Millionen? Man selbst schwitzt ab 20.ooo schon wie ein Weltmeister. 30k – das wäre schon eine Auszeichnung für mich. Die Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall, viele bittere Minuten muß man allerdings in Kauf nehmen können.

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Doppel-DVD-Sichtung „The Snow Creature“ & White Pongo“

Ein Abend voller Kolonialismus: In beiden Filmen bestimmen weiße Anthropologen, wo die Reise hingehen soll, egal, ob im Schnee oder im Dschungel, mit dem Gewehr in der Hand wird hier Politik gemacht

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DVD-Sichtung „Ring of Terror“

Dieser Ring des Todes ist derart rund gezimmert, dass man sicherlich an keiner einzigen Ecke anumpelt. Das geht runter wie harmloser Joghurt. Nur NOCH harmloser!

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